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Bilder und Fotoberichte / Eritrea 2018 - 3: Tunnelblicke (50 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 13. November 2018, 09:14:01 »
Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Eritrea 2018 - 2: Dämmerungen (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3927.0


Das Video zur Serie:
https://youtu.be/vBqI3qUHE2g




22. 10. 2018

Wieder einmal starten wir am nun gut bekannten Vier-Bogen-Viadukt, mit der ebenso bekannten 440.008 um 7:30 in der Früh.




Ein Video-Screenshot.




Und ein vertikales 1x3 Querformatspanorama - die Stimmung hatte schon ein bisschen was von "Gor... Mallets im Nebel" - aber dazu kommen wir erst im nächsten Teil.




Hier treffen Zeitalter aufeinander.




Eselsliebe - doch Moment! Der offensichtlich schon geflickte gelbe Wasserkanister ist leck!









Schau ma mal, ob die Grashalm-Reinstopf-Methode sich bewährt. Die universalen gelben Kanister in diversen Formaten finden auch abgesägt ein zweites Leben - zum Beispiel als Schlüsselbehälter für die Zimmerdamen unseres Hotels. Eine hatte es geschafft, meinen Schlüssel mit enormösem Holzanhängsel zu verschustern. Daraufhin durfte ich zwei Tage lang den viel leichteren Managementschlüssel für mein Zimmer verwenden, bis der lästige Holzklotz auf mysteriöse Weise wieder auftauchte.




Und volle Sonne beim Zurückrollen.




Danach hatten die Eselburschen genug.




Eine letzte Anfahrt um 8:20 im Licht, dann mussten wir uns aufgrund Wassermangels Asmara-wärts bewegen.




Nicht ohne Stopp am letzten und höchsten Tunnel der aktuell befahrbaren Strecke, Nr. 29. Hier sieht man gut den Drehgestell-Mechanismus der Mallet.









Anschließend durchfährt man dieses schöne Wald-S.









Zurück in Asmara Hbf um zehn Uhr, wir bekamen eine halbe Stunde zum Erkunden des Geländes.
Das untere Bild könnte das Wald-S darstellen, das obere Gemälde wird es am Ende dieses Berichts photographisch zu sehen geben. Die Flachwagen-Plane mit den Eritrea-Farben hatte man zu Hause gelassen.
Rechts das Propaganda-Plakat, 2016er Ausgabe: "Ein Vierteljahrhundert Widerstandsfähigkeit und Entwicklung". Später werden wir neuere Versionen sehen.




Über dem Bahnhof thront eine eritreisch-orthodoxe Kirche:
https://de.wikipedia.org/wiki/Eritreisch-Orthodoxe_Tewahedo-Kirche

Immer wieder hörte man Messen und Gesänge, hier habe ich etwas aufgenommen:
https://youtu.be/vBqI3qUHE2g?t=2445





Das "D.eposito L.ocomotive" von 1911. Später werden wir noch ausgiebig Zeit hier verbringen, dann erzähle ich euch mehr zur Geschichte der Bahn und allgemein Eritreas.




Auch den B-Kupplern werden wir uns intensiver widmen. Daneben wurde gerade etwas geschmolzen...




Und gegossen.




Die Reihe der großen Mallets: 442.54, .55 und .56. Ihr dürft gerne raten, mit wie vielen davon wir unterwegs sein würden. Wir wussten es zu dem Zeitpunkt nicht.




Typisches Schuppendach.




Blick auf die andere Seite des Bahnhofs Richtung Dieseldepot und Stadtzentrum, rechts die Nda Mariam (oder: Enda Mariam) eritreisch-orthodoxe Kathedrale.




Der Zug rangierte gerade vom Bahnhof zum Depot.




Ein Ural-LKW (oder "Lok", wie er jetzt genannt wird) stand noch immer wie am Tag zuvor da. Das ist die Ural-"Lok" Nr. 2, welche 1997 konvertiert wurde, auf einem Drehgestell der Fiat Littorina No. 6 von 1935 angetrieben von einem Jaroslawski Motorny Sawod (JaMZ) 236 V6 Dieselmotor mit 132 kW.




1959 wurden vier Krupp-Dieselloks aus Deutschland beschafft, nummeriert 25D-28D. Hier 27D (Krupp Nr. 3602 / gebaut 1957), der Motor stammt von MAN und musste aufgrund der Höhenlage von 650 auf 550 PS herabgestuft werden. Ursprünglich waren sie für die Bergsektion gedacht, doch bald zur flacheren Strecke Asmara - Keren - Agordat transferiert, wo sie bis zur Schließung 1975 im Planverkehr liefen.

Die Geschichte hinter den gelben Second-Hand-Dieselloks aus Italien, die erst heuer angekommen sind, wird hier von Thomas Kautzor gut erklärt:
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?030,8729186,8729701#msg-8729701





Eritreas ICE Nr. 001!




Littorinetta vor Littorinas. Der Term ist faschistischen Ursprungs und stammt von den römischen Liktoren - Fasces als Zeichen ihrer Autorität tragende Beamten. Zur Zeit Mussolinis trugen die italienischen Triebwagen ein Liktorenbündel an der Front.
Der kleine Triebwagen ist kein Fiat, sondern wurde teils von anderen italienischen Firmen produziert, teils in Eritrea gebaut. Aus britischer Zeit überliefert wird der Spitzname "Trickling (=rieselnder) Truck", da der Triebwagen die Strecke hinunterfuhr und Löhne der Arbeiter verteilte.




Die großen Littorinas wurden 1934-36 von Fiat konstruiert. Damals schafften sie die Strecke Massaua - Asmara in vier Stunden, der Dampfzug benötigte zehn.









Farbgebungen: links die Nationalfarben, rechts eine Farbgebung, wie sie auch die Personenwagen trugen. Der aktuelle grüne Anstrich wurde den Ansprüchen der Fotografen angeglichen und entspricht jenem der 1960er.




Bitte schön, hier habt ihr all die gelben Loks, die ihr euch wünschen könnt!




Ja, links und rechts befinden sich Waggons! ;-)




Gespiegelt im Design-Fenster des Bahnhofs.




Anschließend fuhren wir mit den Bussen zum Hotel. Ein paar Impressionen der Stadt Asmara aus dem Fenster heraus. Es folgt auch noch eine Stadtbesichtigung, ich werde diverse Eindrücke auf verschiedene Reportagen aufgeteilt präsentieren.
Man bemerke den Hintergrund rechts. Auf der anderen Stadtseite gibt es ein Haus, das als ganzes wie ein Bus gebaut ist.




Die Bushaltestellen-Gang.




Tatsächlich - Straßenarbeiten! Inklusive straßenwalzender Lady.




Die Große Moschee von Asmara, erbaut 1937-38 - auch sie werden wir noch besuchen. Rundherum sieht man schon ein paar der vielen Art déco-Gebäude der Stadt.









Man beachte den Colgate-Zahnpasta-Schwarzmarkt am Gehsteig ganz rechts.




Vom Hotel ging ich eine Straße im Diplomatenviertel zurück, denn dieses Vehikel war aus dem Bus zu entdecken - ein Fiat 1100 (vermutlich nicht Baujahr 1953). Über die Woche sichteten wir ihn noch an anderen Orten in der Stadt.




Nach etwas Rast im Hotel und Mittagessen im Gartenrestaurant - diesmal gab es Pizza - fuhren wir erstmals auf der Reise per Bus hinunter bis Arbaroba. An der Auffahrt zur Station befindet sich ein Viadukt, die Bahn wechselt hier wieder einmal die Bergseite. Gleichzeitig oft eine Wetterscheide - das Tal unterhalb Arbarobas ist berüchtigt dafür, mitten in den Wolken zu liegen.



















Neben der Garnitur vom Morgen wartete die Ural-Lok Nummero Uno mit heißem Rennstreifen und echtem Bauzug: genauso wie Nr. 2 aus einem Drehgestell der Littorina Nr. 6 konvertiert, jedoch bereits 1995/96.




Da lässt sich ein "historisches" Foto basteln.




Details erinnerten jedoch an die Moderne.




Wir rollten ziemlich schnell bergab, zum Doppeltunnelblick Nr. 13 und 14. Aufgrund Platzmangels führten wir drei Anfahrten durch. Bei der ersten Anfahrt blieb ich am Hang über Tunnel 14, alsbald dampfte 440.008 aus Tunnel 13.

Im Panorama links sieht man die Strecke durch weitere Tunnels bergan steigen. Zum besseren Betrachten habe ich hier eine Version in größerer Auflösung heraufgeladen:
http://raildata.info/eritrea18/eri0348g.jpg





Der klassische Tunneldurchblick - wie am Gemälde - bei der zweiten Anfahrt.




Bei der dritten platzierte ich mich im Rücken der Gruppe mit Blick ins Tal.



Nächstes Mal dampfen wir weiter bergauf bis Arbaroba und Shegerini! :-)
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MSTS - Downloads / Neues aus Deutschland "Traxx Lokomotiven"
« Letzter Beitrag von DarkFox am 10. November 2018, 17:26:05 »
Guten Abend, MSTS Gemeinde.

Boah fast über ein Jahr nichts mehr von mir gehört, Ne?!

Ich werde nicht die Neuigkeiten, die alle fällig wären jetzt mehr posten, da hat sich leider zu viel angestaut.

Stattdessen fange ich einfach von vorne an. All jenes, dass sich in der (längeren) Vergangenheit publiziert wurde, müsst ihr selber nachschauen.

Heute aber bekommen wir mehrere Fahrzeuge zu Gesicht.


Die deutschen Railpool 186.288 & 186.290 & 186.291 HHLA Metrans & 186.421 European Gateway Services, DB 186.322 & 330 und belgischen ATC 186.348 "2903" bereichern unseren Fuhrpark im MSTS und ORTS.



Die Lokomotiven sind auf TheTrain.de/Downloads/E-Lokomotiven erhältlich.

Mit freundlichen Grüßen
DarkFox

PS: Die, die nur auf meine Post achten, werden merken, dass TheTrain.de komplett umgebaut ist.
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Bilder und Fotoberichte / Eritrea 2018 - 2: Dämmerungen (50 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 08. November 2018, 15:57:23 »
Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Per Doppelstock zur Doppellok - 1 (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3924.0


Das Video zur Serie:
https://youtu.be/vBqI3qUHE2g




21. 10. 2018

Wir beginnen mit einer Weitwinkelansicht des 4-Bogen-Viadukts, am Ende dieses Berichts werden wir wieder hierher zurückkehren.




Blick in die Landschaft, die im letzten Jahrhundert gravierenden Veränderungen unterzogen wurde. Die vielerorts sichtbaren Terrassen sind Reste von Plantagen aus der Kolonialzeit, heutzutage wird in den Bergen fast nichts angebaut. Ein Großteil der Bäume wurde hingegen während des Krieges in den 1970ern und 80ern abgeholzt, deswegen ist nun deren Fällen auch strikt verboten.




Unter Beobachtung der omnipräsenten Kinderschar bestiegen wir den geschlossenen Güterwagen. Auf einigen Bänken und einem Einstiegspodest saß man hier, nur von recht dubiosen Bodendielen getragen.




Nächster Stop: die schon bei der Herfahrt gesichtete Hochzeitsgesellschaft.




Das Motiv hier: diese Hangbrücke.




Braut-Bahnfotografie.




Der Zug musste an der Straßenbrücke beim Devil's Gate kurz Wasser holen. Dann wurde ein Esel per doppelter Manneskraft aus dem Weg geschoben.




Im Spotlight dank Eselsverspätung.




Es ging bergwärts zum nächsten Platzerl mit Aussicht.









...




Noch eine Anfahrt an einer der wenigen bewaldeten Stellen der Bergstrecke.









Sowohl Berg- als auch gewaltige Wolkenkulisse mussten mit ins Bild, daher ist dies ein gigantomanisches 3x2 Panorama.




Die 440 überwand den Scheitelpunkt. Um 17:20 waren wir an der Kreuzung bei Kilometer 115 oberhalb Asmaras, welche gleichzeitig als Basis für die Sonnenuntergangsanfahrten diente. Man beachte den "FS"-Schriftzug.














Nun hieß es auf den Sonnenuntergang gegen sechs Uhr zu warten, es war schon recht windig und frisch.




Kuhles Treffen, ein wenig Stimmung kündigte sich an.




Wir probten schon ein paar Mal. In der Ferne ging ein Schauer nieder, doch wir blieben die gesamte Reise von Regentropfen verschont. Ab Dienstag war das Wetter insgesamt besser angesagt.









Mitzieher - bei der Hochgeschwindigkeitsbahn mit eher langer Belichtungszeit.




Um 17:55 war es endlich so weit, die Sonne beleuchtete die Wolkendecke von unten.














Sieben Minuten und einige Express-Anfahrten später war das Spektakel vorbei.





In der Dunkelheit bestiegen wir die Busse an der Station Asmara und fuhren zum Savanna International Hotel. Ich hatte ja noch kein Zimmer - da mein angedachter Zimmergenosse nicht erschienen war, spendierte mir Bernd dankenswerterweise ein Einzelzimmer. Danach ging es noch zum Abendessen, wo uns im Speisesaal meistens ein internationales Buffet serviert wurde.



22. 10. 2018

Schlafen legen musste man sich bald, denn am nächsten Morgen war um 5:30 Abfahrt. Die selbe Lok mit selbem Zug stand schon am Bahnsteig bereit.




Kurz vor sechs setzten wir uns bergwärts in Bewegung.




Bei der Kreuzung von letztem Abend wurde umgesetzt. Doch was war das? Hatte die Lokmannschaft den Schalter für eine bisher verborgene Schlussleuchte gefunden?




Nein!









Das Umsetzen ging recht fix, doch man hatte am Abend die Planen über die Flachwagen wieder entfernt - das dauert nun natürlich, diese wieder aufzuziehen.




Blick in die Landschaft - auf der anderen Seite erhob sich schon der Sonnenball, und wir warteten noch immer.




Über dem Scheitelpunkt liegt gleich der Sonnenaufgangsspot. Schnell den Hügel herauf, die Sonne schien genau durch die Wolkenschichten!




Die erste Anfahrt, und die Sonne war schon hinter die obere Schicht gestiegen.




Auf der steilen, vom Morgentau glitschigen Steigung kam die aus allen möglichen und unmöglichen Löchern dampfende Maschine nicht weit. Hier im Bild das aufgebende Pfeifen als Signal für die Bremser. Am Ende der Woche hatten wir dann dazugelernt und sandeten vorsorglich immer die Schienen eigenhändig, von den Bahnmitarbeitern kam niemand auf die Idee.




Bahn zwischen den Wolken.









Vom Gegenhang.














Bis jetzt war noch keine komplette Durchfahrt gelungen, der Zugchef persönlich feuerte vom Streckenrand an.




Doch auch diesmal klappte es nicht.




Eine kurze Besprechung.




Juhuuuuu, geschafft!
Hier kann man die Versuche auf Video sehen:
https://youtu.be/vBqI3qUHE2g?t=2054

Da es zeitlich nicht so ganz geklappt hatte, würden wir es mit dem Sonnenaufgang am letzten Tag der Fotowoche noch einmal probieren.




Wir rollten hinunter zum 4-Bogen-Viadukt. Elektrische Leitungen wurden hier zu den Weilern am Berghang um das Jahr 2012 errichtet, doch Wasserversorgung ist nicht vorhanden. Deshalb sind oft Eselkarawanen mit den universal einsetzbaren gelben Kanistern zu sehen. Natürlich wäre das eigentlich ein prädestiniertes Planeinsatzgebiet für die Bahn, die Hauptstraße verläuft zig Meter höher.




Eseltreck-Kreuzung.




Was beginnt mit "K", und man kann es über die Schulter tragen?




Blick ins Land, Wettervorhersagen unbestimmt. Am Nachmittag würden wir erstmals hinter Arbaroba bergab rollen.




Eine erste Anfahrt auf der Brücke, ein paar Fotokollegen im Vordergrund habe ich durch Esel ersetzt... ;-)



Nächstes Mal gibt es mehr Brücken-Eselsbilder, nach der Morgensession werfen wir einen Blick ins Depot von Asmara.
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MSTS - Downloads / Re: ÖBB Strecken
« Letzter Beitrag von DarkFox am 07. November 2018, 20:06:20 »
Hallo.

Die Franz-Josefs-Bahn ist auf http://trainsim.netshadow.net/ zu finden.

Suche nach FJB_DUB und du wirst fündig sein.

Die Semmering Dampf Strecke findest du ebenfalls auf http://trainsim.netshadow.net/.

Suche nach semmering_scheitelstrecke und UpdateSemmering-D und du wirst es finden.

Die Gesäuse 2005 habe ich von Trainheinz bekommen via DVD.

Mit freundlichen Grüßen
DarkFox
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Bilder und Fotoberichte / Eritrea, Oktober 2018 (1 V.)
« Letzter Beitrag von Roni am 06. November 2018, 10:18:43 »
Hallo!



Zum Video geht es hier (bitte auf 4K-Qualität stellen):
https://youtu.be/vBqI3qUHE2g



Vorletzte Woche ging es mit Bernd ( farrail.de ) durch Eritrea, wo nach Jahren Pause wieder vorhandene Kohle erneut Fotofahrten möglich machte.

Zu erleben gab es fünf Loks unter Dampf, hauptsächlich Mallets aus der italienischen Kolonialzeit: R.440.008, R.442.54 - 56 und die kleine Verschublok R.202.008.

Man muss sich jedoch immer eingedenk sein, dass Eritrea eines der ärmsten und abgeschnittensten Länder der Welt ist, dementsprechend auch der Zustand der Fahrzeuge. Ebenso ist ein großer Teil der Strecke aufgrund von Unwetterschäden unbefahrbar, wir kamen nicht einmal bis Embatkalla.
Dies wird kompensiert durch die sehr freundlichen Leute und die vermutlich spektakulärste Bergstrecke Afrikas. Jeden Tag gab es tolle Erlebnisse und Bilder. Mehr davon dann mit den Fotos, gefilmt habe ich nur einen Teil der Szenen.

Hin und zurück flog ich von Wien per Emirates A380 (auch im Video) nach Dubai und weiter mit flydubai bis Asmara.


Video-Screenshot-Vorschau:
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MSTS - Downloads / ÖBB Strecken
« Letzter Beitrag von didam2009 am 05. November 2018, 21:26:15 »
Ich suche diese strecken
Franz-Josef-Donauufer-Bahn
Semmering (Dampf)
Gesause 2005
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Bilder und Fotoberichte / Per Doppelstock zur Doppellok - 1 (50 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 04. November 2018, 13:01:52 »
Hallo!




Wir unterbrechen nun unsere Heckenschnellzug-Sommerserie in Brașov und wenden uns der heurigen Winterserie zu:


11. 10. 2018

Anlässlich eines schönen Herbstnachmittags unternahm ich einen Ausflug an die Ostbahn bei Trautmannsdorf an der Leitha, neben D 145 "Lehár" Wien - Budapest dieselte zu meiner Freude auch dieses RTS-2143er-Doppel vorbei. Die nächsten Bilder sind 4K-Video-Screenshots.




Anhaltender Südwind brachte sommerliche Temperaturen und Starts in Schwechat von Bahn 16. Unter anderem erhob sich ein Emirates A380 als Flug EK 128 nach Dubai in die Lüfte.
Die Szene auf Video, siehe hier: https://youtu.be/vBqI3qUHE2g?t=154





Der große Vogel traf sich mit Mähdrescher und Getreidezug.





20. 10. 2018

Eine Woche später, Samstag Nachmittag, saß ich selbst im großen Vogel. Mit meiner Buchungsklasse hatte ich nur einen mittleren Sitz bekommen, doch in der Reihe saß ein Ehepaar, daher durfte ich zumindest am Gang Platz nehmen. An Brașov (alternative Schreibweise siehe Karte) vorbei flogen wir rasch in die einsetzende Dunkelheit hinein.






Nach etwas mehr als fünf Stunden Flug inklusive Abendessen und Sandwich vor der Landung wurde Dubai International pünktlich gegen 23h erreicht. Wir parkten irgendwo am Feld und mussten zunächst eine Viertelstunde per Bus zum Transferpunkt gekarrt werden. Wer das kühle, moderne Innere des Terminals 3 kennt - dort geht es schon etwas hektischer zu. Mein Anschluss flog in vier Stunden von Terminal 2, dahin musste man wieder einen Bus besteigen, der in zwanzig Minuten großteils den soeben zurückgelegten Weg wieder zurückfuhr. Nun konnte ich mich noch zwei Stunden hinsetzen - Terminal 2 bedient schon eine etwas andere Klientel, hier fliegt flydubai nach Osteuropa und Afrika und Air India Express zahlreiche indische Städte um diese Zeit an.


21. 10. 2018

Das Gate öffnete vor drei (nach innerer Uhr noch vor Mitternacht), ein Bus brachte uns wieder das kurze Stücke zur flydubai 737-800 für Flug FZ 657 / Emirates Codeshare EK 2180. Die Belegung war spärlich, allerdings hatte jeder mindestens ein riesiges Dubai Duty-free Sackerl voller Zigaretten dabei. Die Bildschirme der Billigfluglinie schalteten sich kurz mit Werbung ein, doch dann wurde alles ausgeschaltet, und fast jeder legte sich schlafen. Die Sitzabstände waren sogar so, dass ich mich komplett ausstrecken konnte, länger als im A380. Die etwas leger gekleideten Flugbegleiter gingen durch und suchten Emirates-Passagiere auf einer Liste - diese bekamen kostenlos eine Art britisches Frühstück, jedoch fleischlos.

Den "Qibla Compass" des A380 brauchte man auf dem Flug nicht, denn wir flogen von Dubai direkt nach Osten an Riad vorbei und fast über Mekka, bis die Küste des Roten Meeres erreicht wurde und wir bei Dschidda nach Süden drehten.




Bald darauf wurde der Sinkflug gestartet. Links der Sonnenaufgang über dem Roten Meer an der eritreischen Küste nahe Massaua, rechts das Bergland von Eritrea. Eigentlich sollte im eritreischen Hochland seit einem Monat Trockenzeit herrschen, doch das Wetter spielte die Wochen von Zentralafrika bis zum persischen Golf verrückt. Vielerorts waren Gewitter am Wetterradar zu sehen, selbst über der arabischen Wüste.






Wir sind angekommen in der Hauptstadt Eritreas, Asmara, auf 2325 m Seehöhe die höchste Hauptstadt Afrikas - hier allgemeine Informationen zum Land, die ich in den folgenden Berichten natürlich noch ergänzen werde:
https://de.wikipedia.org/wiki/Eritrea


Ich hatte mich entschlossen, nach China 2008 und Bosnien 2010 wieder einmal mit Bernd ( http://www.farrail.de ) eine Reise zu unternehmen. Eritrea hatte ich schon länger im Visier, doch waren die letzten Jahre keine Fotofahrten möglich, da der Staatsbahn schlicht und einfach die Kohle fehlte. Eine Lieferung ist aus Südafrika eingetroffen, und wir waren die erste Eisenbahnfotografen-Gruppe, die wieder eine Tour wagte.

Mit ein paar Touristen aus Europa wurden die Visas gecheckt, meines hatte Bernd im September in Berlin beschafft. Nur einer der doch großen Fotografengruppe war mit diesem Flug eingetroffen, die meisten kamen schon früher in der Nacht per Egyptair oder Turkish Airlines.

Auf uns zwei wartete in der auf dieser Höhe frischen Morgenluft ein Auto vor dem Flughafen, das uns in die Stadt brachte. Auf den Straßen finden sich neue Autos, Gebrauchtwagen aus Europa, sowie italienische Schmuckstücke wie dieser Officine Meccaniche (OM) Tigrotto (Baujahre 1957-72). Die Bindung zur ehemaligen Kolonialmacht (Ende 19. Jhdt. bis 1941) ist nach wie vor vorhanden. Ebenso wurde Asmara 2017 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt - in mancher Beschreibung wird es als "Frozen City" bezeichnet - wegen der vielen unveränderten Art déco-Gebäude aus der Kolonialzeit. Ich werde in den kommenden Reportagen immer wieder Bilder aus der Stadt zeigen.




Aufgrund einer chaotischen Zimmervergabe bei Nacht wurden wir nicht in das gebuchte Hotel, sondern zum nominell edleren Albergo Italia chauffiert. Dort begrüßte uns einer der sehr freundlichen einheimischen Leiter der Reise, Thomas, und versorgte uns mit Espresso und Wasser. Anschließend bekamen wir für den Vormittag Zimmer zum Ausruhen. Allerdings durfte man bei der Hygiene nicht so genau hinschauen, offensichtlich ist es mit der Edelherberge in letzter Zeit eher bergab gegangen. Vor Mittag fuhren wir zum Savanna International Hotel, wo die meisten untergekommen waren. Es erwies sich als hygienisch etwas besser, aber auch nicht berauschend in den Zimmern. Und das für doch über 60 Euro pro Nacht. Manche übernachteten in den Hotels Crystal und Sunshine, diese dürften eher zu empfehlen sein.




Zu Mittag versammelten wir uns zu einem ersten Essen im "Ghibabo" Gartenrestaurant und Pizzeria gleich gegenüber des Regierungspalastes des seit 1993 regierenden Präsidenten Isayas Afewerki, wo striktes Fotoverbot herrscht.
Es wurde Suppe serviert, danach Lasagne, andere Male bekamen wir Pizza und Spaghetti - das italienische Erbe lebt. Ein Dame bereitete die ganze Zeit eritreischen Kaffee zu, welcher zusammen mit Ingwer geröstet wird.




Die Getränke mussten wir zahlen, also wurden die ersten Scheine der Nationalwährung Nakfa gezückt. Dieser ist im Verhältnis 1:15 an den Dollar gebunden, allerdings nicht frei konvertibel. Der 10-Nakfa-Schein bietet dieses Eisenbahn-Motiv: die Südansicht der Obel-Brücke mit einem der zwei Mitte der Neunziger Jahre mittels der Drehgestelle von Littorina Nr. 6 konvertierten Ural-Lastwagen. Das Bild ist jedoch reine Fiktion des Malers, nie im Leben könnte der Schienen-LKW die Traktionsleistung für einen derartig langen Zug aufbringen. Für Gleisarbeiten werden die Fahrzeuge jedoch genutzt.
Dieser Schein von 1997 ist nicht mehr gültig, die aktuellen unterscheiden sich nur minimal - das weiße Siegel um das Kamel fehlt.




In drei eher kleinen Bussen wurde unsere Gruppe die Woche herumgekarrt - um 13:30 hatten wir den Bahnhof von Asmara mit Depot und Werkstätten erreicht. Tatsächlich stand da gleich einer der Ural-LKWs.
Trotz schlechterer Wettervorhersage war es warm und sonnig, doch das kann sich auf der anderen Seite des Hügels - wo das Hochland über die Escarpment genannten Berge 2000 Meter zum Meer abfällt - schlagartig ändern.





Mehr über die Eisenbahn und die spektakuläre Bahnstrecke findet sich hier, auch da werde ich natürlich in den folgenden Teilen zusätzliche Infos geben:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Massaua%E2%80%93Biscia


Am Hausbahnsteig erwartete uns die kleinere Mallet (das müsst ihr mir jetzt glauben) 440.008 (Ansaldo Nr. 1162 / gebaut 1915) mit einem Zug aus zwei gedeckten und zwei offenen Güterwagen. Die Personenwaggons können nur von den größeren Mallets mit über die Steigung gezogen werden. Diesmal nahmen die meisten im offenen Wagen Platz, wo Bänke bereit standen.




Es ging gleich los, ins eritreische Abenteuer! Soeben aus dem Stationsgelände heraus, muss die Lok kräftig mit der Steigung kämpfen, denn der Scheitelpunkt befindet sich 2,6 km von Asmara Richtung Massaua entfernt. Der Rest der Strecke nach Keren, Agordat und Biscia ist nicht mehr befahrbar, die Stadt Asmara wurde teils über die Gleise gebaut.




Natürlich waren wir eine Attraktion für Passanten. Wir erfuhren, dass am selben Vormittag schon eine sudanesische Touristengruppe mit einem Personenwagen hier gefahren war - die Strecke wird nun also doch auch abseits der Fotofahrten genützt.




Einer der wenigen Teiche außerhalb Asamaras als Naherholungsgebiet, einige Fußballer hatten sich versammelt - ein Fußballplatz liegt zwischen Depot und Bahnwerkstätten. Permanente Gewässer sieht man kaum in der Gegend, umso größer sind die Schäden nach der Regenzeit und durch Unwetter. Seit Anfang der Trockenperiode war an der Strecke gearbeitet worden, damit wir bis Ghinda fahren könnten. Die aktuellen Gewitter dürften uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht haben...




Doch das machte gerade nichts, denn nur fünf Minuten später waren wir über dem Scheitelpunkt und hatten diese ersten Ausblicke in die grandiose Bergwelt.














Bald darauf passierten wir den ersten Tunnel hinter Asmara, Nr. 29. Die Hauptstadt ist nicht groß, man befindet sich gleich außerhalb unter der Landbevölkerung. Beim Bau dieser Hütte waren offensichtlich zwei Metallschwellen als Torpfosten verwendet worden.




Eine Hochzeitsgesellschaft.









Es eröffnet sich der Blick ins Durfo-Tal.




Wir überquerten das größte Viadukt der Sektion, das 4-Bogen-Viadukt.









Blick aus der obersten in die unterste von drei Streckenebenen auf der Bergseite im Vordergrund und den weiteren Verlauf der Bahn Richtung Arbaroba im Hintergrund.




Anschließend wechselt die Strecke kurz auf die andere Bergseite am Devil's Gate vorbei um durch Tunnel Nr. 28 den Bahnhof Shegerini zu erreichen, auch schlicht bekannt als km 110.4 oder P.M. (Posto di Movimento) Durfo. Gleich darüber befindet sich diese Kirche.




Es wird umgesetzt.




Vielerorts am Land wurden wir von einer großen Kinderschar empfangen, die Perspektiven in den Bildern täuschen etwas - es war alles andere als einsam. Die Standardphrasen überall: "You!" - "You!". Gefolgt von: "Gimme pen!", "gimme pencil", "gimme money", "gimme biscuit", "gimme caramel". Wir waren zwar gut mit Buntstiften und anderem ausgestattet, doch oft überstieg die Anzahl der Kinder unsere Vorräte.




Die Erwachsenen hatten Wichtigeres zu tun.














Das würde unsere einzige Fahrt im offenen Wagen bleiben, denn Planen wurden für die Fotofahrten in gemeinschaftlicher Arbeit montiert. Ab nun mussten wir mit dem geschlossenen Güterwagen vorlieb nehmen.




Das Stationsgebäude.




Gerade erst gelandet, noch ziemlich müde, aber sofort in so einer herrlichen Landschaft angekommen. Und gleich um die Ecke wartete eines der Topmotive der Strecke: Devil's Gate - mit Blick ins Tal hunderte Meter hinab!









Nun könnt ihr mir glauben: es ist eine Mallet. Beim Zurückrollen sah man zumindest etwas, sonst verdeckte der Dampf der an einigen Stellen lecken 440.008 vieles. Noch wussten wir nicht, dass das die Maschine im besten Zustand sein würde...
Die ersten Mallets waren 1907 von Maffei nach Eritrea geliefert worden. Ansaldo kopierte das Design und baute einige Lokomotiven nach, so wie diese hier 1915. Zunächst wurde sie in Italien zum Bau der Strecke Florenz - Bologna eingesetzt und gelangte anschließend mit einigen anderen 1936-37 nach Eritrea. Von der eritreischen Bahn wurde die Baureihenbezeichnung 440 erst 1939 eingeführt, diese schloss die Originalmaschinen von 1907 mit ein.









Die zweite Anfahrt - schon teilweise in Sonne!



















Über die Strecke führt hier die Hauptstraße P-1 Asmara - Ghinda - Massaua. Offensichtlich hatte das Geländer schon einige Aufprälle erlebt.









Und beim vierten Versuch mit voller Sonne - gleich am ersten Tag, damit hätte man bei den Wetteraussichten nicht gerechnet.









Zur nächsten Stelle nahmen wir die Busse, der Zug folgte in der Ferne mit der Kirche im Hintergrund - rechts im Bild die zweite Ebene der Bahnstrecke bei Shegerini. Der grün-türkise LKW auf der Straße ist der Wasserwagen der Bahn, von der Straßenbrücke aus wird Wasser per Schlauch in die Lok geleitet. Ansonsten befindet sich die nächste Möglichkeit erst in Arbaroba - und die 440 kann nicht sonderlich viel Wasser halten.




Auch mit dem 4-Bogen-Viadukt klappte es gleich in perfekter Sonne!
Die Strecke geht links hinter den Berg am Devil's Gate vorbei, dann taucht sie beim Bahnhof Shegerini links oben wieder auf, führt durch zwei Schleifen und den ganzen Hintergrund rechts Richtung Arbaroba.

Einen Plan dieses Streckenteils findet man hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Massaua%E2%80%93Biscia#/media/File:Eritrean_Railway_Map_of_March,_1998.svg










Der zweite Anlauf ist für mich einfach Perfektion...








Nächstes Mal geht es weiter bis zum Sonnenuntergang - und -aufgang! :-)
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MSTS - Rollmaterial / BLS und SBB Material
« Letzter Beitrag von didam2009 am 09. Oktober 2018, 08:05:44 »
Ich Suche von  BLS Die

RABe 526
RBDe 565
EW III
Lego

Ich Suche von SBB die
Bm 4/4 II
Bde 4/4
EW III
9
Bilder und Fotoberichte / Mit dem Schnellzug durch die Hecke - 11: Bușteni (50 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 26. September 2018, 17:27:00 »
Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Mit dem Schnellzug durch die Hecke - 10: Jibou (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3919.0


Das Video zu dem Teil:
https://youtu.be/Bggik8SiMIc




31. 7. 2018

Der freundliche Schlafwagenschaffner hatte mich rechtzeitig geweckt, so wurde ich pünktlich um halb fünf Uhr morgens von IR 1642 Baia Mare - Bukarest Nord am Hausbahnsteig von Sinaia abgeliefert.




Wir befinden uns in einem Paradebahnhof der Bergstrecke (Bukarest -) Ploiești - Brașov, der Abschnitt von Ploiești bis zum 1054 m hohen Scheitelpunkt Predeal ist umfassend erneuert worden.
Mehr über die Strecke hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Ploie%C8%99ti%E2%80%93Bra%C8%99ov





Bald signalisierte der Fahrdienstleiter auch dem hier von meinem Nachtzug überholten GFR-Güterzug Richtung Ploiești die Abfahrt (Video bei Minute 11:35).









Ich ging vom Bahnhof hinauf in das um die Tageszeit verlassene touristische Zentrum des Alpintourismusortes, um Geld abzuheben. Die Werbung am Bildschirm des Bankomaten nutzte skurrilerweise an den Kommunismus erinnernde Grafiken.




Auf der ortsseitigen Front des Bahnhofs findet sich das Bild des 2017 verstorbenen letzten Königs von Rumänien, der vielerorts noch verehrt wird und hier in Sinaia geboren worden war:
https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_I._(Rum%C3%A4nien)

Der Bahnhof mit orientalischen Andeutungen diente einst lediglich königlichen Gästen im nahen Schloss Peleș, mehr über die Station (auf Englisch):
https://en.wikipedia.org/wiki/Sinaia_railway_station

Der Wartesaal mit Schautafeln zur Geschichte der Bahn und des Ortes, lediglich die tote Taube neben dem Kaffeeautomaten wirkte nicht sonderlich appetitlich.




Um 5:17 traf R 3002 Brașov - Bukarest Nord ein.




Er eröffnete gleichzeitig eine Parade von Paradeloks auf dieser Bergmagistrale.




Leider wurde einen Moment zuvor das Licht für diese kleine Ausstellung an Denkmalfahrzeugen abgeschaltet, aber die Himmelsstimmung bot bereits genügend Beleuchtung.




Noch ein Blick auf den ersten hier gebauten Bahnhof von der Bahnsteigseite aus.




Pünktlich näherte sich die "Rumänienlok" 400 734 des Depots Ploiești mit R 3023 Ploiești Sud - Brașov.




Ich setzte mich noch ein wenig zu einem Mädel in ein Abteil, doch die Fahrt dauerte nicht lange - standesgemäß mit teils offenen Türen.




Um 5:59 beschleunigte die Starlok auf der modernisierten Strecke landesuntypisch schnell von Gleis 3 aus dem Bahnhof Bușteni (sprich: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/42/Ro-Bu%C8%99teni.ogg ).





Gleis 1 ist wiederum eine andere Geschichte, hier kommen Züge an der Weiche praktisch zum Stillstand. Keine Ahnung, wieso man eine Strecke erneuert und dann ein derartiges Hindernis in den laufenden Betrieb einbaut - denn nur wenige Schnellzüge bleiben hier nicht stehen.
IRN 1644 Beclean pe Someș - Bukarest setzte die Nachtzugserie mit zwei ex-DB Schlafwagen in unterschiedlichen Lackierungen fort. Fast alle Züge aus dem Nordwesten Rumäniens passieren diesen Engpass.




Die Gipfel des Bucegi-Gebirges waren zu sehen und beleuchtet - keine Selbstverständlichkeit angesichts der Wettervorhersage für die folgenden zwei Tage. Immerhin konnte ich nach der vorhergehenden Hitze und Schwüle nun sogar in der Früh die Jacke anziehen - was für eine Wohltat!




Die 2384 m hohe Caraiman-Spitze mit dem 31 m hohen Heldenkreuz (Crucea Eroilor) links.




Ich marschierte vom Bahnhof entlang der Strecke Richtung Brașov, an netten Villen und Häuschen vorbei.




Rechtzeitig wurde die angepeilte Fußgängerbrücke über die Bahn erreicht. Bald näherte sich ein Star-Heckenschnellzug dieser Serie, IRN 1932 Oradea - Mangalia, hier im Hauptstreckenmodus. Das Zugpaar werden wir am häufigsten innerhalb der nächsten Tage sichten, ein kleines Special von mehreren Stellen inkludiere ich in einem späteren Teil.














Private sorgten für Abwechslung, hier eine ex-SNCF RIO-Garnitur als Regio Călători IR 16088 Brașov - Constanța. Fast alle Züge - wie schon die Tage vorher beobachtet - verkehrten übrigens praktisch auf die Minute pünktlich, außer wo ich es speziell dazu schreibe.
Güterzüge kamen ebenfalls vorbei, siehe Video hier:
https://youtu.be/Bggik8SiMIc?t=13m11s















Eine halbe Stunde nach der ersten Regio Călători (ex-Regiotrans)-Fuhre folgte die zweite: R 16034 Brașov - București Nord.




Was kommt denn da? Diesen Heckenschnellzug kennen wir schon gut vom Tag zuvor, in der Früh war ich mit dem Gegenzug gefahren, am Abend hatte ich ihn aus dem Schlafwagen erwischt: IR 1745 Bukarest - Baia Mare.
Und als Gustostück: die frisch lackierte 400 236 mit Scherenstromabnehmern.




Die Sonne kam heraus, und aus der Gegenrichtung rollte IR 1934 Satu Mare - Bukarest vorbei.




Im Schneckentempo krochen die Waggons über diese Weiche.




Die Sonne schien ebenfalls für IR 1631 Bukarest - Brașov inklusive Villenpanorama.




Kaum strahlt die Sonne, schon quellen die Wolken.




Die Garnitur des R 3001 Bukarest - Brașov braucht sich jedenfalls nicht zu verstecken. Im Hintergrund sind Skipisten zu sehen.




Einzig für dieses Motiv waren die Electroputere-Sechsachser etwas zu lang.




Aber auf einen Zug wartete ich hier ja noch, und den zog eine kürzere Končar-Lok! Astra Trans Carpatic IR 15531 Bukarest - Brașov, bestehend aus einem Liegewagen.




Nun kaufte ich Erfrischungen im Supermarkt daneben, am Weg zurück zum Bahnhof konnte man IR 1636 Constanța - Brașov bei einem Trampelpfad über die Gleise erlegen - sogar ein Brett wurde von Einheimischen über dem Graben platziert.
Links sieht man in Anlehnung an meine diesjährige Moldawien-Reise politische Graffiti, die ich in der Gegend öfters bemerkte: "Bessarabien ist Rumänien" und "Nieder mit der Grenze vom Prut (Grenzfluss, unter anderem an den Bahnstationen von Ungheni)"...




Einen Ausreißer gibt es immer - der diesjährige Zug an den Strand von Sibiu: IR 1928 nach Constanța rollte statt um 8:37 erst um 10:02 ein.




Ihn erwischte ich am nächsten Morgen, 1. 8. 2018, in Codlea nahe Brașov wieder - mit originalem Kutter und ganz pünktlich! Ob da tags zuvor eine GM eingegangen war?




Wieder einen Tag später, am wieder strahlenden 2. 8. 2018, hatte IR 1928 mittags sein Ziel Constanța erreicht und wurde in die Abstellung verschoben (die vorderen Wagen kamen wohl beim Stürzen in Bukarest dazu).




Zurück am 31. 7. 2018 in Bușteni, und erneut auf die Sekunde pünktlich: IR 473 "Ister" Budapest - Arad - Sibiu - Brașov - Bukarest. Gezogen vom - Gustostückerl. Das und ein paar andere Bilder sind übrigens 4K-Videoscreenshots. Für Video erwies sich die Szene als besonders nett, denn gleichzeitig fuhr R 3003 București Basarab - Brașov aus - ab Video Minute 17:14.









Der "Ister" am 1. 8. 2018 im Heckenschnellzugmodus bei Codlea. Mehr Bilder im nächsten Reportageteil.




Am Abend des 6. 8. 2018 wird IC 473 "Ister" in Budapest-Keleti bereitgestellt. Rechts weitere Prominenz: G 1204 "Adria" Budapest - Split.




Eine Viertelstunde vor Abfahrt des "Ister", links rollt der EuroNight 476 "Metropol" nach Prag ein.




"Metropol" links, "Ister" in der Mitte und der phonetische Namensvetter G 1246 "Istria" mit meinem Schlafwagen Richtung Rijeka rechts.




Ein Holzhammer führt uns wieder am 31. 7. 2018 nach Bușteni: die Softrans Hyperion-Chipsdose rollte als IR 15931 Craiova - Brașov heran. An der Front mit offenem Maul, ...




... hinten geschlossen. Nicht nur außen, sondern auch innen sah er aus als hätte sich ein Chipspackerl übergeben, wie ich zwei Tage später feststellen konnte.




IR 1732 Galați - Brașov kam mit Doppelstockwagen daher, doch ich hatte Zeit für meine Pension in Brașov und wartete auf Abwechslung in Form von ...




... Regio Călători R 16031 Bukarest - Brașov.




Hinten wurde eine Caravelle mitgeführt, was ich öfters beobachtete. In Bușteni gibt es keinen regulären Regio Călători-Schalter, Tickets lassen sich problemlos beim Schaffner erwerben.




Die eingewachsene, alte Bergstrecke Predeal - Brașov ist eine komplett andere Geschichte als die erneuerten Gleise Richtung Bukarest. Die ehemaligen SNCF RIO-Garnituren sind modernisiert und klimatisiert mit abgedunkelten Fenstern, welche sich teils noch auf gute alte Kurbelweise öffnen lassen.




Einfahrt in Brașov.




Die angekündigten Gewitterwolken häuften sich schon zu Mittag, hier war es auch schwüler als in den Bergen. Ich begab mich zunächst zur Pension - mehr im nächsten Teil.
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Bilder und Fotoberichte / Bayern & Österreich, August/September 2018 (1 V.)
« Letzter Beitrag von Roni am 19. September 2018, 16:17:22 »
Hallo!



Zum Video geht es hier (bitte auf 4K Qualität stellen, anklickbarer Index findet sich in der Beschreibung):
https://youtu.be/vTyvUa2hpcw



Videoszenen mehrer Ausflüge um München, Wien und nach Westösterreich: DB 218 mit EuroCity-Zügen in die Schweiz und elektrische Traktion in Bayern, Dampf und Diesel auf der Zillertalbahn und Achenseebahn, ÖGEG "Kaiser"-Sonderzüge mit 77.28 + 2050.05 und 1142.579 auf der Salzkammergutbahn am Traunsee, Schneebergbahn Zahnraddampf und -diesel, sowie Züge auf der Ostbahn in Sarasdorf bei Wien.

Im Zillertal wurde die Videokamera zwei Mal von Kühen "gefotobombt" (oder eher: "gevideobombt"), bei der zweiten Dampfszene sprang die Kuh davon - das lag nicht an mir, das tat sie von selbst... ;-)


Video-Vorschau-Screenshots:

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