Neueste Beiträge

Seiten: [1] 2 3 ... 10
1
Bilder und Fotoberichte / Von der Mallet zur Metro - 16: ENDE (50 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 09. Juli 2019, 10:48:10 »
Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Eritrea 2018 - 15: Mallet-Doppeltraktions-Finale (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3963.0


Das Video zur Serie:
https://youtu.be/vBqI3qUHE2g




27. 10. 2018

Nach unserer Ankunft um 18:00 rückten die Mallets 442.56 und 440.008 ins Depot ein. Zwei rangierende Dampflokomotiven sieht man dort auch nicht alle Tage.




Vor dem Campanile.




Wir verabschiedeten uns von den Eisenbahnern mit ihrer Chefin. Es wurden neben einem monetären Beitrag einige Mitbringsel überreicht, die in Eritrea schwer zu bekommen sind.






29. 10. 2018

Sonntags folgte die schon gezeigte Stadtbesichtigung, dann machte sich ein Teil der Gruppe nach Keren auf, andere reisten schon früher ab. Ich musste Dienstag Mittag zurück zur Arbeit, also hatte ich eine kurze Zwischenstation geplant. Montag Früh holte mich Thomas vom Hotel ab und brachte mich in seinem Auto zum Flughafen (natürlich ein Opel). Am Sicherheitscheck wurden mir die AA-Akkus vom Tonrekorder abgenommen - naja, wenn sie meinen, irgendwie sind die ja auch schon hergeflogen. Im Wartesaal wurde zunächst ein einheimischer Kriegsfilm gespielt, dann gab es Diktatoren-TV, wo der gütige Machthaber eine neue Einrichtung besucht und sich mit ausländischen Gesandten trifft.
Die Flydubai 737-800 landete leicht verspätet, doch an dem kleinen Flughafen ging alles erstaunlich effizient - mit einer Turnaround-Zeit von 45 Minuten starteten wir pünktlich um 8 Uhr. Wie die Wochen davor herrschten seltsam Gewitter-trächtige Verhältnisse über der Arabischen Halbinsel und dem Persischen Golf. Wir flogen fast über Mekka, doch leider zog sich die Wolkenbedeckung bis zu den Emiraten. Zu Mittag kamen wir am Terminal 2 auf der Stadt-abgelegenen Seite des internationalen Flughafens Dubai an . Das Gepäck war nach Wien durchgecheckt, den Boardingpass für den nächsten Tag holte ich mir gleich. Bei der Einreise wurde ich von einem freundlichen Herren in traditioneller Kleidung empfangen, der fragte, ob ich aus Salzburg käme. Ich bekam auch gleich einen automatischen Bordercheck für die nächsten Male genehmigt. Es ist wohl einer der wenigen Jobs, der exklusiv von Personen ohne rezenten Migrationshintergrund (irgendwann hergezogen sind alle) ausgeführt wird. 85 Prozent der Bevölkerung Dubais besitzen einen kürzlichen Migrationshintergrund, 25% geben an, dass ihre Wurzeln auf den Iran zurückgehen, der sich nur 100 km über dem Golf entfernt befindet. Dann ging es hinaus in die halbwegs erträgliche Hitze. Zu meinem Premier Inn gleich beim Flughafen sollte es auch von diesem Terminal unregelmäßige Transfers geben, doch da ich hierzu keine weiteren Informationen fand, nahm ich ein Taxi mit einem netten indischen Fahrer um 35 Dirham (8,50 Euro). So konnte ich effizient einchecken - es ist ein angenehmes, praktisches Hotel wenn man am nächsten Tag gleich zum Flughafen muss.




Der halbstündlich verkehrende Shuttlebus brachte mich um 13:30 vom Hotel zum Flughafen Terminal 3, wo man auf die Dubai Metro umsteigen kann. Ich hatte noch vier Stunden Tageslicht zur Verfügung, die hieß es zu nützen. Alsbald kam auch schon mein Zug, im Hintergrund das Hauptquartier der Emirates Group, ganz links landet gerade ein Flugzeug. Fotografieren kann man nur durch Glas, denn die Einstiege sind bei allen schienengebundenen Verkehrsmitteln mittels Türen gesichert, man kommt nicht offen an das Gleis.




Der Terminal 3, bestehend aus mehreren unterirdisch verbundenen Gebäuden - im Hintergrund Concourse A - , ist mit 1,713 Millionen Quadratmetern Nutzfläche das zweitgrößte Bauwerk der Welt. Später passieren wir das seit einem Jahrzehnt höchste Gebäude der Welt, doch bald soll in Dubai noch ein höheres entstehen.




Die Metro Dubai Red Line wurde als erste U-Bahn der Emirate 2009 eröffnet. Die Strecke ist 52,1 km lang - davon nur 4,7 km unterirdisch - und verläuft vom Stadtteil Raschidiyya beim internationalen Flughafen bis zur Hafenstadt Dschabal Ali schon nahe der Grenze zum Emirat Abu Dhabi. Dort entsteht auch mit dem Al Maktoum International / Dubai-World Central Airport der neue größte Flughafen Dubais und der Welt, bis jetzt verläuft die Metro aber nicht bis ganz hin. Man kann die Bahn mit Fug und Recht als Vorortbahn bezeichnen. Die Züge sind fahrerlose fünfteilige Triebwagen der japanischen Firma Kinki Sharyō. Der Endwaggon mit "Gold Class" und Frauenabteil befindet sich bei der Red Line in südwestlicher Richtung, also lässt sich perfekt am Nachmittag vom anderen Ende des Zuges aus fotografieren. Dubai ist mit über 15 Millionen Touristen jährlich eine der meistbesuchten Städte der Welt, entsprechend viele trifft man unterwegs.

Mehr Info:
https://de.wikipedia.org/wiki/Metro_Dubai
https://de.wikipedia.org/wiki/Red_Line_(Dubai_Metro)
https://de.wikipedia.org/wiki/Dubai

Nach einer halben Stunde Fahrt haben wir die Station Burj Khalifa in Downtown Dubai erreicht, im Hintergrund der soeben durchquerte Finanzdistrikt.




Bis Noor Bank legt man die weiteste Strecke ohne Station zurück, lässt die Wolkenkratzer hinter sich und überquert den Dubai Creek.




Nakheel ("Palmen") bietet ein zusätzliches Gleis. Im Hintergrund die nächste Wolkenkratzersammlung um Dubai Internet City.




In der folgenden Station, DAMAC Properties, stieg ich nach fast einer Stunde Fahrt aus. Bei einem kleinen Laden konnte man ein paar kühle Getränke erwerben, nach einer Woche Eritrea endlich auch wieder ohne Zuckerschock. Dubai ist eine der teuersten Städte der Welt, aber alltägliche Einkäufe doch einiges billiger als in Mitteleuropa. Über einen verglasten Steg überquert man die Autobahn E11 zur Station Dubai Marina der - Straßenbahn...
Betrieben wird die hier 2014 eröffnete Linie mit Alstom Citadis 402. Keine Angst - kein Diesel, sondern Energieversorgung über eine APS II-Stromschiene, die sich nur einschaltet, wenn sich ein Fahrzeug komplett darüber befindet. Für das Depot besitzen die Triebwagen auch herkömmliche Stromabnehmer.

Mehr Info:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn_Dubai
https://de.wikipedia.org/wiki/Alimentation_par_le_sol

Straßenbahn, Bus und Metro in einem Blick.




Ich stieg an der Station Jumeirah Beach Residence 1 aus, eines der größten Apartment- und Urlaubsresorts der Welt. Die Streckenführung ist hier eingleisig, die Bahnen fahren die Runde nur gegen den Uhrzeigersinn. Sämtliche Haltestellen sind komplett abgeschlossen und klimatisiert, die Triebwagen bieten auch eine höhere Klasse und Frauen/Familienzone.




In etwas feuchter Hitze begab ich mich zur Brücke über die Dubai Marina. Im Hintergrund ist die Metro zu sehen.









Immer wieder kamen Touristenrundfahrten mit Dhaus nachempfundenen Booten vorbei.




Natürlich auch haufenweise modernere Jachten.














Schulbusse mit ausklappbaren Stopptafeln sind öfters zu sehen.




Nach einer Stunde in der Gegend war ich in Jumeirah Lakes Towers / DMCC wieder in die Metro zurück zur Stadt eingestiegen.




Blick durch eine typische Station.




Zugbegegung in Nakheel.




An der Internet City vorbei tauchte der 829,8 m hohe (ohne Antenne) Burdsch Chalifa auf.









Scheich, schau oba auf die Skyline.




Die lange Gerade über den Dubai Creek.









Die Rushhour näherte sich, Züge verkehrten oft im Stationsabstand - in der Ferne kann man den vorausfahrenden erkennen.




Man beachte das Park Regis Kris Kin Hotel im Hintergrund - es wird uns später noch dienlich sein.




In BurJuman stieg ich auf die Green Line um und fuhr zwei Stationen bis Al Ghubaiba. Eine historisierend gestaltete Haltestelle - ein Endpunkt der Stecke nennt sich übrigens "Etisalat". ;-)









Auch die traditionellen "Kühltürme" sind nachgemacht, aber man befindet sich hier immerhin im historischen Al Schindagha Viertel mit gleichnamigen Wachturm (20. Jhdt) und A380 (21. Jhdt) links.




Am Ufer des Dubai Creek - ein Meeresarm, der rund um Dubai verläuft - lässt sich im Schatten ruhig eine Shisha genießen.




Hier finden sich tatsächlich noch Dhaus, hinter einem Gewurrl der Abra genannten Wassertaxis.




Eine Strecke kann man nicht am Ufer gehen, also marschierte ich durch den Textil-Souk, teils aufdringlichen Händlern ausweichend.




Zurück am Creek geht es entlang des "Herrscherhofes" mit extensivem Parkplatz. Dazu der Turm der Al Farouk Moschee.




Gleich im Anschluss hat man ein ganzes historisches Viertel nachgebaut. Anhand der Wolken kann man bemessen, dass das Wetterglück durchaus hold war, es hätte auch anders kommen können.




Durch ein von Indern und Pakistanis bewohntes Mittelklasse-Viertel wanderte ich zur Metro-Station Al Fahidi und fuhr nur eine Haltestelle bis BurJuman.
Entlang der Sheikh Khalifa Bin Zayed Street blickt man Richtung Downtown zur Station ADCB (Abu Dhabi Commercial Bank). Ich habe auch Bilder von der Kreuzung weiter vorne schon mit Burdsch, aber irgendwie gefällt mir die Version inklusive Straßen-Vordergrund besser.




Ich erreichte das bereits erwähnte Park Regis Kris Kin Hotel, fragte an beim Concierge, ob man hinauf zur Aussicht fahren können, und die Antwort lautete schlicht: "Ja". Man kann hier übrigens auch gar nicht teuer wohnen, es wäre also durchaus eine Option gewesen. Eine Dame empfing mich im obersten Geschoss und leitete mich weiter - man gelangt zum Swimmingpool. Rechts an der Küste in der Ferne ist übrigens die bekannte Silhouette des Luxushotels Burdsch al-ʿArab ("Turm der Araber") zu erkennen, in etwa dort verkehrt auch die Straßenbahn.




Panoramablick von Flughafen Richtung Wolkentürmen links bis Sonnenuntergang über dem Persischen Golf rechts. Den Soundtrack dazu im Video ab Minute 44:08: https://youtu.be/vBqI3qUHE2g?t=2648





Die Sonne spiegelte sich in den Wolkenkratzern Downtown. Man kann den dichten Metro-Takt mit praktisch einem Zug pro Station erkennen.




Die "Union House Flag" (Diktatur: check, gigantische Flagge: check) steht an dem Ort, wo 1971 die Vereinigten Arabischen Emirate gegründet wurden:
https://www.visitdubai.com/de/pois/union-house

Das künstliche Land im Hintergrund ist "die Welt".




Ich wartete natürlich, bis die Lichter der Stadt erschienen.









Der 150 m hohe "Dubai Frame", 2018 eröffnet, leuchtete in abwechselnden Farben - die Kuppeln dahinter gehören zum "Stargate" Entertainment Park. Im Hintergrund die Zabeel Moschee, links geht es Richtung Palast des Bruders des Emirs. Gelegentlich sollen ja in Dubai Prinzessinnen die Flucht aus solchen ergreifen...




Die Lichterschlangen und Schattenwürfe gehören gebührend gewürdigt. Anschließend marschierte ich zur Station ADCB, wo die Menschenmassen zur Stoßzeit überraschten. Selbst bei der dichten Zugfolge passte man gerade so erst in die zweite U-Bahn, die daherkam. Bis zum Flughafen lichtete es sich etwas. Ich kaufte mir eine Kleinigkeit zu essen und fuhr per Hotelshuttle zum Zimmer.





30. 10. 2018

Nach sechs Uhr morgens bei Sonnenaufgang wartete ich auf das Shuttle - was kann man vor dem Premier Inn in der Zeit tun? Eisenbahn fotografieren! :-)




Blick auf die Metro-Station Terminal 3, um dorthin über die Autobahn zu gelangen musste der Shuttlebus jedoch eine Viertelstunde Umweg fahren.




Die zwei Jahre junge Emirates Boeing 777-31H(ER) A6-EPQ rollte gerade vorbei, ein paar A380 warteten im Hintergrund.




Am Flughafen beschaffte ich noch ein paar Sachen, dann ging das Boarding in den bereitstehenden A380 pünktlich über die Bühne. Dienstag Vormittag im Oktober ist keine Hauptreisezeit, ich hatte eine Sitzreihe für mich allein. Bequem machen konnte man es sich, denn plötzlich kam die Nachricht des Kapitäns: "Eigentlich sind wir schon seit 10 Minuten bereit zum Pushback, aber durch die Wettersituation über dem Golf geht momentan leider gar nichts weiter." Tatsächlich prasselte bald ein Gewitterschauer hernieder, und man sah einen Blitz über das Rollfeld zucken. Eineinhalb Stunden später ging es endlich los. Der Flug verlief gemütlich, nur der Anflug auf Wien etwas windig - unten im Bild die Heckflossenkamera über der Donau kurz vor der Landebahn 16.




Traumwetter herrschte über Kurdistan: hier der Blick auf den Vansee, links vorne der 4058 m hohe Süphan Dağı. Im Hintergrund thront der 5137 m hohe Ararat, beides erloschene Vulkane.




Damit verabschieden wir uns von dieser Serie, als nächstes kommt... Ist Sommer? Ja! Gebt mir ein: Hecke! Gebt mir ein: Schnellzug! :0)
2
Bilder und Fotoberichte / Nostalgie um Bratislava und den Balaton, Juni 2019 (1 V., 5 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 02. Juli 2019, 10:39:15 »
Hallo!




Link zum Video (bitte auf hohe Qualität stellen):
https://youtu.be/__obZ2ouSUQ



Nach einem heißen Samstag fuhr ich am gewittrigen Sonntag, 16. 6. 2019, mit dem ersten Zug über Marchegg nach Bratislava und weiter zur Panoramakurve von Zbehy. Im Rahmen des "Rendez 2019" Bahnfests verkehrte die Öl-Wanne 555.3008 "Mazutka" mit einem Sonderzug von Nitra und hinterließ eine heftige Ölwolke bei der Ausfahrt in Zbehy. 486.007 "Zelený Anton" sah ich erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt in Bratislava Rača. Leider umfuhr die Maschine den Zug nicht, sondern schob ihn zum Heizhaus. Dazu gab es einiges an Altbau-Diesel.

Letztes Wochenende, 28. - 30. 6. 2019, zog MÁV 424.247 einen Sonderzug zum 110-Jahr-Jubiläum der Balaton Norduferstrecke Székesfehérvár - Tapolca. Zusätzlich wurde der lange erste "Kék Hullám" Samstag morgens mit 628.265 und 418.334 bespannt, während M41.2143 in nostalgischer Lackierung einige Planleistungen fuhr. Wir nutzten die Umstände zu einem Strand- und Rad-Kurzurlaub in Balatonkenese mit einigem Beifang. Den "SEA←YOU Istria" nach Rijeka und Koper sichtete ich in Székesfehérvár Freitag abends, leider verkehrt er ja nicht mehr über die Dieselstrecke wie letzte Saison. Die Foto-Ausbeute der letzten Jahre wird es einmal in der "Heckenschnellzug"-Serie zu sehen geben.





Vorschau-Video-Screenshots:






555.3008 "Mazutka" donnert am 16. 6. 2019 aus Zbehy heraus, links das Einfahrtsignal der eingestellten Nebenstrecke von Radošina. 753.109 am Zugschluss entfernt.





Bonusbilder, keine Videoszenen:

Zur Wochenend-Veranstaltung "Rendez 2019" im Heizhaus Bratislava gab es nicht nur schöne Züge, sondern auch historische Straßenbahn- und Bus-Zubringer zu sehen.
Die idyllische Gasse Oblačná im schon eher ländlichen Stadtteil Rača und den gerade im Hintergrund geparkten Bus 236 (Škoda 706 RTO MTZ, gebaut 1968) nutzte ich für eine Durchsicht auf die Vorbeifahrt der Nostalgie Tatra T3/III.CS 275 (ČKD - Tatra Praha Nr. 155330/ Baujahr 1964). Bearbeitung als "analoges Foto", sonst keine weitere Editierung. Man beachte, wie die Fahrgäste auf das jeweils andere Fahrzeug schauen... ;-)
Die Verkehrsbetriebe Bratislavas bieten übrigens eine vorbildliche Webseite mit Details zu jedem Vehikel:
https://imhd.sk/ba/vehicles/current-fleet






Ein Tatra T2 "Sputnik" Baujahr 1959 passierte diese kurze Strecke abseits der Straße bei der Haltestelle Hybešova.
Links eine Werbung für das "größte Technologie-Festival der Slowakei", rechts der rote Stern. Wie die T1 wurden T2 noch nach dem amerikanischen PCC-System bei Vagonka Tatra Smíchov gebaut.





Staub aufwirbelnd dieselt M41.2143 am Nachmittag des 30. 6. 2019 mit dem 20 Minuten verspäteten S 19795 "Kék Hullám" ("Blaue Welle") Tapolca - Budapest-Déli durch Balatonkenese. Die Fahrgäste warteten wie wir auf den folgenden S 19753 "Katica" ("Marienkäfer") Balatonfüred - Budapest bestehend aus drei Desiros (zumindest einer ohne funktionierende Klimaanlage bei 35 Grad draußen).
3
Bilder und Fotoberichte / Eritrea 2018 - 15: Mallet-Doppeltraktions-Finale (50 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 25. Juni 2019, 09:16:09 »
Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Eritrea 2018 - 14: Finaler Dampfmorgen (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3959.0


Das Video zur Serie:
https://youtu.be/vBqI3qUHE2g


Die Streckenkarte der Bergsektion:
https://en.wikipedia.org/wiki/Eritrean_Railway#/media/File:Eritrean_Railway_Map_of_March,_1998.svg



27. 10. 2018

Unsere Doppeltraktion mit den Mallets 440.008 und 442.56 dampfte Samstag Nachmittag aus Tunnel 23.




Anschließend begab sich die Gruppe auf die andere Talseite.









Aus dem Tunnel 24 heraus ging es in jene Kurve, die ich schon am Abend des ersten vollen Fototages im Nebel fotografiert hatte, wieder mit den freundlichsten Kindern der Gegend.




Wir fuhren zum talseitigen Portal des langen Tunnels 27 - erste Anfahrt von zwei durch die S-Kurve.









Hier ließ ich mein Schreibwarensackerl zurück, auf dass es ein/e Glückliche/r finden möge.




Dann, zu einem Höhepunkt der Reise: mehrere Anfahrten Doppeltraktion durch das Devil's Gate.









Zunächst bezog ich Position bei einem lokalen Hof.




Die gelben Kanister sind immer dabei.




Blümchen-Panorama der ersten Anfahrt.




Diese "Hüte" sind traditionelle Abdeckungen für Gefäße.




Quer über die Terrasse des Hofs verlief eine massive Ameisenstraße. Schon donnerten die Mallets ein zweites Mal vorbei - mit doppelter (oder eigentlich Vierfach-) Power ging alles doch zackiger vonstatten.














Auch das Zurückrollen vermochte zu entzücken.














Im perfekten Spotlight.




Ein Doppeltes-Malletpanorama zum Abschied vom Devil's Gate.




Nächster Stopp: das 4-Bogen-Viadukt. Im Laufschritt verbreitete sich die Kunde.




Die erste Anfahrt.




Ein bisschen weiter runter für die zweite Anfahrt.




So klappte es auch mit der Silhouette als dynamisches Panorama.




Im Personenwagen mit unserem Zugchef vor dem Boarden der restlichen Gruppe. Das Bild ist echt, nur doppelt belichtet für die Aussicht links.




Die Kinder dieses Gebirgshangs erwiesen sich als "vertikal mobil". Der Gewinner meines Schreibwarensackerls, vielleicht hat er inzwischen schon ein inoffizielles Papiergeschäft eröffnet.




Man beachte F.S.




Wir stiegen in der Horseshoe-Curve aus, wo wir am ersten Nachmittag die Hochzeitsgesellschaft angetroffen hatten. Diesmal kletterte ich den Hang hinauf.




Es machte sich bezahlt...




Im Hintergrund rechts die Brücke auf der untersten Ebene Richtung Arbaroba, wo wir am Freitag Vormittag fotografiert hatten.




Die gesamte Kurve.




Es zog mehr Nebel herein.




Was gemeinsam mit Spotlight zu dieser gigantischen Stimmung führte.









Nun war es wieder Zeit, zum Hof hinunter zu klettern.




Nächster Halt: Hochgebirgsausblick.




Fotoanfahrt durch den Wald, schon mit langer Belichtungszeit,...




... denn ich hatte einen Mitzieher geplant.









Letzter Stopp an der Kreuzung bei Kilometer 115 oberhalb Asmaras.




Der Zug rollte im besten Abendlicht zurück, Zeit für ein Schatten-Selfie.




Eine letzte Anfahrt unterhalb der Sendemasten.









Am Teich vorbei fuhren wir bergab.




Durch das Tor in den Bahnhof.




Wo die lokale/globale Fußballjuniorenmannschaft wartete.




Sonnenuntergang mit Campanile.




Wir empfingen den einrollenden Zug.




Nächstes Mal verabschieden wir uns und begeben uns auf die Heimreise.
4
Bilder und Fotoberichte / Voralpen-Express, "Rond om de Säntis" (1 V., 1 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 15. Juni 2019, 16:22:43 »
Hallo!




Link zum Video (bitte auf hohe Qualität stellen):
https://youtu.be/Npnq9A3bX5I






Zu Pfingsten verbrachte ich ein langes Wochenende in der Ostschweiz und Süddeutschland mit Übernachtungen in St. Gallen, Lindau und München.
Donnerstagabend, 6. 6. 2019, bestieg ich ab Wien Meidling den Nightjet 466 im Doppelstock-Schlafwagen-Viererabteil, das ich ob des Wochentags für mich alleine zugeteilt bekam.
Aufgrund der Sperre über Rosenheim gelangten wir erst nach neun Uhr bis Sargans, wo ich ausstieg. Meine Verbindung weiter fuhr um 9:37 ab, der EuroCity "Transalpin" nach Graz ebenfalls zu der Minute - das Foto ging sich bei der Pünktlichkeit natürlich noch perfekt aus. Ich wollte jedoch gleich zum Hochmoor in die Altmatt, beim Umsteigen in Pfäffikon erwischte ich die erste Re 6/6 der Reise. Bis dahin und bei Rothenthurm filmte ich nicht, denn am heißen Tag blies der Wind fast stürmisch und man befand sich meist neben der Straße. Erst in Riedmatt wurde die Videokamera für den Voralpen-Express in der Steigung vom Zürichsee ausgepackt. Unterwegs als VAE war eine gesunde Mischung aus Re 4/4 IV, NPZ und einem neuen Traverso, der mir übrigens optisch gefällt.
Einen weiteren Halt legte ich am Seeufer in Altendorf ein, dort begegneten sich fast die grüne SBB Cargo Re 430 364 und die 420 109 in "Swiss Express"-Lackierung mit IC 929 nach Chur. Da wusste ich, dass noch genug Altbau ging – und ein unerwartetes Objekt der Begierde, das ich schon für immer abgeschrieben hatte, würde sicher mit IC 936 zurückkehren. Am nächsten Tag – Samstag 8. 6. - lief die "Swiss Express"-Lok im selben Umlauf. Sie würde sogar Nightjet 467 übernehmen, doch der ist selbst im Juni nur bei Dunkelheit unterwegs.
Später wanderte ich von Siebnen-Wangen Richtung Schübelbach, ein Teil der resultierenden Zugsparade ist im Video zu sehen, inklusive "Swiss Express", "Transalpin" und Re 6/6.
In Ziegelbrücke wartete ich abends noch auf Nightjet 465, ein Postzug kam ebenfalls des Weges. Mit dem Wind war es schon recht kühl, ich nahm die direkte Verbindung nach St. Gallen Haggen in die Nähe meines Hotels für die nächsten zwei Nächte.
Am folgenden Morgen ging es auf zum Grund für die Reise: die Fahrt "Rond om de Säntis" mit der riesigen "Mikado" 141.R.1244. Vom Hotel gelangte ich in einer Viertelstunde Fußmarsch zum SBB Sitterviadukt mit Blick auf das SOB Sitterviadukt, mit 99 m die höchste Bahnbrücke der Schweiz, die – von 2019 bis 2021 renoviert wird. Spektakulär war es dennoch, also beschloss ich für den Dampfzug dort zu bleiben. Action kann man hier auf beiden Bahnstrecken parallel erleben, und natürlich kam die Sonderfahrt pünktlich. So konnte ich die Dampflok, welche über Pfäffikon fuhr und dort wendete, problemlos überholen – sogar mit einem halbstündlichen Fotoausflug in Ziegelbrücke. Letztendlich erwartete ich die Fuhre im Hafen von Unterterzen am Walensee. Über Mittag setzte ich mich gemütlich ans Seeufer, vorbei kam unter anderem eine "Re 16/16". Anschließend ging es nach Sevelen, denn ab Sargans würde die Mikado wieder Schornstein voraus fahren. Glücklicherweise kam es zur Zugkreuzung, so dass die 141.R in einer richtig spektakulären Anfahrt davonkrachte – siehe gleich am Anfang des Videos.
Sonntag morgens wanderte ich die Brückenrunde und fotografierte noch ein paar Züge auf den Viadukten sowie Trolleybusse, dann schaute ich ein wenig nach St. Gallen ins Zentrum und fuhr anschließend mit den Appenzeller Bahnen über die Zahnradstrecke nach Altstätten, inklusive Fotohalt in Stoss. Ein Zug verkehrte mit offenem Wagen, der nächste nicht. Per Bus gelangte man in Altstätten von einem Bahnhof zum anderen, was bei knapper Verbindung etwas zur Geduldsprobe wurde, denn es dauerte Minuten bis zwei einsteigende Rentner ihre Karten kaufen konnten. Letztendlich sprang ich von der Bushaltestelle direkt in den bereitstehenden Twindexx für die kurze Fahrt nach St. Margrethen um den EuroCity 195 bis Lindau zu erwischen. In Schönau oberhalb der Stadt blieb ich eine Nacht in einer Pension, man gelangte direkt zu den besten Fotostellen in den Weinbergen oberhalb des Bodensees. Am Nachmittag hatte es schon geregnet, doch genau am Abend befand man sich in einer Wetterlücke und der Blick vor allem Richtung Säntis war geradezu spektakulär. Zum letzten EuroCity aus München zeigte sich sogar ein kleiner Regenbogen, und was kam an zweiter Stelle? Die nostalgische 218 460! Nun, die würde wohl am nächsten Morgen an der Zugspitze Richtung München sein.
Pfingstmontag in der Früh prasselten die Regentropfen an mein Dachfenster, ich musste aber erst um neun Uhr hinaus. Zum EC 191 regnete es noch, aber die Sonne zeigte sich schon, und die Farben leuchteten so richtig. Ich nahm den Stadtbus – den man als Gast frei benutzen darf – hinunter nach Enzisweiler und fertigte ein paar Formsignal-Fotos an. RE 57392 München - Lindau bestand übrigens aus 218 und Doppelstockgarnitur. Der mittägliche alex brachte mich nach Röthenbach. Ein Waldspaziergang entwickelte sich zum Gelsenüberfall, dann hatte ich eine nette Fotostelle Richtung Heimenkirch erreicht. Der nächste alex und EC aus München kamen bei Sonne, anschließend ging ich auf der Straße zurück zum Bahnhof. Für EC 195 schaute ich zur S-Kurve gleich davor, doch der Himmel zeigte sich schon sehr dunkel – aber noch trocken. Natürlich - 5 Minuten bevor der Zug aufkreuzte, brach ein schwerer Gewitterschauer los. Jetzt brachte es nichts, zurückzulaufen, also gibt es auch davon Fotos und Videos.
Im nächsten alex nach München zog ich mir die klatschnasse Hose um, zumindest fand ich Platz im vollen Zug. In Buchloe standen wir schon einmal eine Weile, dann setzten wir die Fahrt fort bis Kaufbeuren und bis Geltendorf. Dort war endgültig Schluss, schwere Hagelschauer hatten Bäume zu Fall gebracht und die Oberleitung beschädigt, an einigen Stellen rund um München. Die Zugbegleiterin im alex machte ein paar Durchsagen, doch auch sie wusste nicht, was passieren sollte. Irgendwann wurde angesagt, dass die Garnitur hier in den Allgäu wendet - die Fahrgäste sollen schauen, wie sie weiterkommen. In der Station gab es null Informationen außer sehr raren konfusen Ansagen. Einmal stiegen wir alle in eine BRB-Dreifachgarnitur ein, die die Fahrgäste über Weilheim nach München bringen sollte. Der Zug schob zurück, die Triebfahrzeugführer gingen außen vor, um ihn auf das Gleis mit Verbindung zur Nebenstrecke zu verfrachten. Doch zurück am Bahnsteig war Schluss, es ging doch nicht. Dann hieß es, Busse würden kommen, die Menschenmasse bewegte sich vor den Bahnhof. Asiatische Touristinnen filmten das Spektakel als Urlaubsvideo. Schließlich bestieg ich den BRB-Zug um 20:30 nach Weilheim, von wo mich letztlich die Regionalbahn aus Seefeld um 22:30 nach München Hbf brachte, fast vier Stunden nach der Planankunftszeit. In Weilheim wurde der Zug von den Mitreisenden mit Klatschen empfangen. Ob jemals Busse kamen, weiß ich nicht. Die Fahrgäste des vorausfahrenden EC steckten ebenfalls Stunden fest. Katastrophenmanagement der Bahn war jedenfalls absolut null zu entdecken.
Mein in der fotocommunity als makna bekannter Freund holte mich ab, für die kurze Nacht konnte ich mit seiner Familie in der Wohnung unterkommen, denn am nächsten Morgen wollten wir früh für die Umleiter raus. Das Vehikel wurde am Dienstag gegen 4:30 gestartet, und wir düsten Richtung Mühldorf los. Zunächst donnerten ein paar 218er top&tail mit Doppelstockgarnituren nach München vorbei. Dann konnten wir glücklicherweise gerade noch schnell genug reagieren, denn die umgeleitete knackige Kombination EuroNight 462/480/498/Nightjet 40236 "Kálmán Imre" / "Lisinski" / was auch immer aus Budapest/Rijeka/Zagreb/Venedig düste mit enormem Karacho und... 218 460 an der Spitze heran! Das hatten wir vermutlich der Streckensperre vom Tag zuvor zu verdanken, denn sonst wäre sie wohl wieder mit einem EuroCity in den Allgäu unterwegs gewesen.
Anschließend suchten wir den letzten Fotoplatz der Reise für mich auf, das nördliche Einfahrtsformsignal von Garching. Auch das AlzChem-Werk wurde bedient, ansonsten kamen 628er vorbei. Nightjet 294/40235 aus Rom und Mailand fuhr erst um 7:33 in Salzburg ab, es ging sich gerade aus, dass ich meinen Zug um 9:00 nach Salzburg erwischte. Ein klein wenig mehr Verspätung, und sie hätten erst in Garching gekreuzt. Ich verabschiedete mich, die Fahrt nach Salzburg verlief problemlos. Am Bahnsteig stürmte dort eine Menge den Zug, offensichtlich war die Verbindung ob der Streckensperre beliebt. Meine Railjet-Fahrt nach Wien verzögerte sich zwar eine halbe Stunde wegen Türstörung, aber ich kam noch kurz nach Mittag zur Arbeit.



Vorschau-Video-Screenshots:
5
Bilder und Fotoberichte / BB 22200 bis Brigitte, Verona bis Varaždin (1 V., 2 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 07. Mai 2019, 11:21:52 »
Hallo!



Link zum Video (bitte auf 4K Qualität stellen):
https://youtu.be/ScW83dutdjc



Die letzten zwei Wochen verbrachte ich an der Côte d'Azur, in Cinque Terre, der Toskana, Norditalien, Kärnten, Slowenien und Nordkroatien - Resultat ist ein wilder Mix aus Elektro-, Diesel- und Dampfzügen, Plan- und Sonderzügen.


Wir fuhren per Nightjet nach Mailand, dann per Thello nach Nizza. Vom 20. - 24. April bezogen wir Quartier in Villefranche-sur-Mer, wo ich unter anderem das Zugpaar Moskau - Nizza - Moskau am Samstag Abend und Sonntag Morgen erwischte, jeweils mit einer Béton BB 22200.
Am Ostermontag, 22. April, war eine Sonderfahrt Cuneo - Ventimiglia angesagt, eigentlich mit Dampf aber es erschien die ebenfalls sehr schöne D.445.1011. In Tende herrschte Sturm, der fast mein leichtes Stativ umgeweht hätte, zudem scharten sich Fotografen um mein externes Mikro, deshalb der Kamerasound bei diesen Szenen. Leicht ist auch das Fluchen italienischer Fotografen zu vernehmen, die zu spät kamen ("Andiamo ca**o!").

Am 23. und 24. zog voll das Azorentief inklusive Saharasand durch, doch am Mittwochabend stieg ich in Manarola, Cinque Terre, aus und konnte doch noch ein bisschen Stimmung einfangen.

Der 25. April - Tag der Befreiung Italiens - war in der Toskana schön angesagt, ebenso eine der recht häufigen Dampffahrten Siena - Monte Antico - Asciano - Siena. Es kam die Triester 728.022 (Wien Floridsdorf Nr. 2650 / gebaut 1920) nach Monte Antico, wo die Heizer offensichtlich höllisch an der Arbeit waren. Ebenso konnte ich einige ALn.663 ablichten, einer brachte mich nach Siena, später eine D445 nach Empoli. Der Nightjet Livorno - Wien rundete den Tag in Pisa Centrale ab.

Am 26. April fuhr ich über Cinque Terre nach Mailand und bestieg abends den Nightjet bis Villach, wo wir am Samstag unter anderem die 1020.018 mit Sonderzug Lienz - Jesenice (- Nova Gorica) bewundern durften. Anschließend fuhren wir per Auto über Tarvisio Boscoverde und den Predilpass zur Solkanbrücke, wo wir gerade die SŽ 25-026 auf der Rückfahrt nach Jesenice erwischten. Nach der 728 die zweite ex JŽ 25er innerhalb von drei Tagen, zwei 99-jährige Lokomotiven im Jahr 2019! Dabei war unklar gewesen, ob man überhaupt eine Dampflok für die Sonderfahrt vor der regulären Wocheinerbahn-Saison fertigstellen würde können.
Am Abend wurde ich in Gorizia abgesetzt, erwischte mit dem Regionalzug noch den Sonnenuntergang in Venezia Santa Lucia und bezog das Quartier in Verona.

Für Sonntag, 28. April, war der Iseo Express am gleichnamigen See geplant, leider war die Strecke am Ufer jedoch wegen eines Fabriksfeuers gesperrt worden. So fuhr 740.278 nur am Vormittag bis Iseo und am Abend zurück nach Brescia. Ebenso zog die in Iseo beheimatete Taucherbrille den "Treno dei Sapori" von Trenord. Aber man findet in allen Situationen neue Möglichkeiten: der Bahnhof Iseo bietet eine tolle Szenerie und die Dampfszene von Iseo bergauf war definitiv ein Leckerbissen. Von Rovato bis Brescia und zurück wurde der Zug um die historische E.632.030 ergänzt. Zwei Tage später erwischte ich auch die historisch lackierte E.652.003 in Padova.

Der zunächst verregnete 29. April wurde zum Ausruhen in Verona genutzt, der schöne Abend zum Stadtspaziergang und Standseilbahnfahrt. Am 30. April ging es früh nach Peschiera del Garda, wo gerade um Punkt 6:00 die "40 Mile Ranger Challenge" mit vielen Rucksack-tragenden Teilnehmern gestartet wurde, die an dort gefallene Soldaten aus dem 2. Weltkrieg erinnern soll. Ich ging über die Stadtfestungen zum Brückenfotopunkt, wo neben Frecce und neuen EVO Garnituren von Italo auch der Nightjet Wien/München - Milano im besten Morgenlicht festgehalten wurde. Ich kehrte ins Hotel zum Frühstück zurück, checkte aus und fuhr noch mit leichtem Gepäck für ein paar Stunden an die Brennerstrecke bei Avio. Anschließend ging es nach Padua, wo es vor D445 nur so tummelt - vier konnte ich innerhalb weniger Minuten mit Zügen nach Bassano del Grappa und Montebelluna sowie beim Rangieren filmen.

Ich übernachtete in Triest und fuhr am Morgen des 1. Mai per R 1825 bestehend aus CAF-Triebwagen über Villa Opicina nach Ljubljana, wo unter anderem noch die original-GM 661-032 im Einsatz war. Per IC 18 ging es trotz abgebauten 2. Gleises zwischen Rimske Toplice und Celje fast pünktlich über Pragersko nach Ormož, wo ein wunderschöner Mercedes 711er stand, der die Strecke Ormož - Središče (- Čakovec) bediente. Kurz vor der Abfahrt donnerte noch eine 664 mit Güterzug durch, dann nutzte ich die zwei Zugpaare am Nachmittag, um den grünen Zug in der Landschaft bei Obrež festzuhalten. Anschließend brachte er mich nach Čakovec.

In Varaždin stand ich am 2. Mai kurz frühmorgens auf, um die 2044er-Abfahrten zu erleben. Es kam auch gleich eine, wo eigentlich keine sollte: nämlich am Pu 3090 Konjščina 4:00 - Kotoriba 6:14. Und es fuhr auch nur eine ab, am schön langen B 771 nach Zagreb über Koprivnica. Ebenso sichtete ich die Züge 3300 Varaždin - Kotoriba, 3305 Kotoriba - Varaždin und 3307 Kotoriba - Varaždin mit GMs, sowie abends Pu 3618 aus Koprivnica, aber nur bis Varaždin.
Von 1. April bis 1. November angekündigt ist die Erneuerung und Elektrifizierung der Strecke Zabok - Zaprešić, daher verkehrten Triebwagenumläufe Varaždin - Zabok. Dennoch fuhr ich ins Hügelland nach Sveti Ilija und Podrute für ein paar Landschaftsbilder und Vergleiche zu früher.

Den Abfahrtstag nutzte ich für ein Morgenstimmungsbild über der Drau mit Pu 3090 - das hätte man sonst nicht mit 2044er gehabt. Ich fuhr auch lokbespannt nach Čakovec, wo wieder der treue 711er wartete. In Maribor musste ich auf den einzigen Schienenersatzverkehr der Reise, der mich direkt betraf, umsteigen - doch die S-Bahn in Spielfeld nach Graz wurde erwischt. Der EuroCity "Emona" verkehrte in Slowenien mit nur zwei ÖBB-Waggons, sonst SŽ-Schnellzugwagen, bei Schienenersatzverkehr Werndorf - Maribor.
Abschließend lässt sich bemerken, dass die SŽ Züge mit Graffiti-abweisenden Folien beklebt, viele Fahrzeuge sind jetzt blitzblank... auf nach Slowenien für die Puristen! :-)



Vorschau-Video-Screenshots:





6
Geburtstage / Frohe Ostern .....
« Letzter Beitrag von Bianchi310 am 21. April 2019, 11:36:42 »
wünsche allen Lesern des Forums und ihren Familien ein frohes Osterfest ....
7
Bilder und Fotoberichte / Eritrea 2018 - 14: Finaler Dampfmorgen (50 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 16. April 2019, 11:13:29 »
Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Eritrea 2018 - 13: Ebenen (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3956.0


Das Video zur Serie:
https://youtu.be/vBqI3qUHE2g




27. 10. 2018

Samstag Früh starteten wir zum zweiten Sonnenaufgangsanlauf. Wir hatten von den kleinen Fehlern des ersten Versuchs Anfang der Woche gelernt und fuhren zeitiger los - zudem blieben die Planen auf den Waggons und ein paar Wagemutige sandeten bei der Bergauffahrt.
Tatsächlich: genau um 6:18 erreichten wir das Platzerl jenseits des Scheitelpunktes mit der erscheinenden Sonnenscheibe und der kleineren Mallet 440.008.




Wir sandeten die noch feuchten Gleise, dennoch schaffte die Lok es erst bei der zweiten Anfahrt ins Bild.




Ich kam erst später darauf - doch in der Finsternis hatte ich am Bahnhof den Autofokus des Objektivs auf manuell und nicht wieder zurück gestellt. So ein Anfängerfehler passiert mir sonst nicht und blieb wenigstens ohne grobe Konsequenzen, denn glücklicherweise hatte der Fokus sich auf eine Distanz fixiert, bei der nur Telebilder tatsächlich unscharf wurden. Sonst wäre es wohl ohnehin früher zu bemerken gewesen.
Bis zu 50-70 mm wie hier blieben die Fotos scharf.


































Nach mehreren Anfahrten wechselte ich auf die Waldseite.




Schatten-Selfie mit Mond.














Eine letzte Anfahrt an den Hütten vorbei.




Die anderen wanderten etwas höher den Hang hinauf, ich wollte lieber dieses Panorama-Motiv im Bild haben - natürlich mit gelbem Hauptdarsteller. Sendemasten am Gipfel und Tourgruppe entfernt.




Anschließend fuhren wir zum Wald-S.




Dank dieser Blüten entdeckte ich endlich den Fokussierungsfehler.




Während 440.008 noch einmal durch den Wald stampfte.




Nächster Stopp: die Kurve mit Hangbrücke, wo wir am ersten Tag die Hochzeitsgesellschaft getroffen hatten.




Bei manchen Bildern habe ich Stromleitungen entfernt.




Blick ins Tal die Bahn und Hauptstraße entlang, den Berg rechts hinten kennen wir vom Morgen davor bei Arbaroba.









Ein 4x1 Hochformat-Pano.




Kaum dort drüben, war die Lok schon bei mir.




Für die zweite Anfahrt musste ich mich sputen...





... denn ein freier Rundumblick war gefragt.
Das Panorama in größerer Auflösung findet sich hier:
http://raildata.info/eritrea18/eri1426gr.jpg















Die volle Passage.




Kurz vor 8:30 stoppten wir ein letztes Mal, natürlich am 4-Bogen-Viadukt.




Zug in der Ferne: Esel posieren brav.




Zug in der Nähe: Esel können gerade noch so beruhigt werden.
Stromleitungen im 2x2 Querformat-Panorama entfernt.









Nun wurde uns gesagt, wir mögen uns zu den Bussen begeben, der Zug hätte kein Wasser mehr. Kurz darauf dampfte er leer zurück nach Asmara, während wir in 2300 m Seehöhe den Pfad zur Hauptstraße hinaufschnauften. Im Hintergrund sieht man den Wasser-LKW der Bahn mit...




... einem alten Mercedes-LKW, Eseln, gelben Kanistern...




... und?




Fahrradpendlern in die Hauptstadt!









Aus dem Bus fotografierte ich ein weiteres Tankstellen-Art-déco-Highlight: das ehemalige "Laboratorio chimico" von Agip.




Wir ruhten kurz im Hotel, wo ich mich vergewisserte, dass die Bilder scharf waren. Nach dem Mittagessen fuhren wir zurück nach Shegerini.




Was stand da - wer hätte das nach den Tagen zuvor mit Lok- und Lokführerausfällen noch gedacht: die Doppeltraktion mit 440.008 und - der angeblich untauglichen 442.56! Damit hatten wir fünf Maschinen unter Dampf erlebt. Der Zug hätte zwei Personenwagen länger sein sollen, der Abfahrtsort Arbaroba - aber angesichts der Umstände war ich definitiv freudig überrascht.














Auch die Kinder beurteilten die Situation teils freudig, teils skeptisch.














Wir rollten hinunter zu Tunnel 23 für die ersten Anfahrten.














Mehr doppelte Mallet-Power nächstes Mal! :-)
8
Bilder und Fotoberichte / Fünfkuppler zur kühlen Jahreszeit (1 V., 4 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 13. April 2019, 16:34:10 »
Hallo!



Link zum Video (bitte auf 4K Qualität stellen):
https://youtu.be/aItdrohrurc



Drei Güterzugmaschinen und ein bisschen Modernes nebenbei:

Preußische G 10 657.2770 mit ÖGEG Sonderzug im Gesäuse am 30. 3. 2019, dazu 1141.21.

52.100 nach Kaltenleutgeben und verschneite Südbahn in Wien am 1. 12. 2018.

555.3008 sowie Personen- und Güterverkehr am Tag vor Fahrplanwechsel - 8. 12. 2018 - in Bratislava, inklusive letzter "Diesel EuroCity" über Marchegg.

Vorschau-Video-Screenshots:




657.2770 passiert Gesäuse Eingang.



52.100 kurz vor Kaltenleutgeben.



555.3008 an der nostalgischsten Haltestelle Bratislavas, Železná studienka.
9
Bilder und Fotoberichte / Kindereisenbahn Budapest, 23. - 24. März 2019 (1 V., 2 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 28. März 2019, 13:55:22 »
Hallo!



Zum Video geht es hier (bitte auf 4K Qualität stellen):
https://youtu.be/K9hJux2nyls




Ein Wochenende hauptsächlich an der sehr betriebsamen 1948 gebauten 760 mm Kindereisenbahn im Westen Budapests, mehr darüber hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kindereisenbahn_Budapest

Die Hauptlast wird von Mk45 Faur Dieselloks Baujahr 1973 getragen, dazu zog Dampfer 490.039 zwei Zugpaare täglich über die steigungsreiche Strecke - die Nostalgiezüge sind schon im Voraus ausgebucht.



Vorschau-Video-Screenshots:




10
Bilder und Fotoberichte / Eritrea 2018 - 13: Ebenen (50 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 26. März 2019, 10:08:38 »
Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Eritrea 2018 - 12: Volldampf ab Arbaroba (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3954.0


Das Video zur Serie:
https://youtu.be/vBqI3qUHE2g




26. 10. 2018

Wir dampften mit 442.55 am Freitag Vormittag hinauf von Arbaroba nach Shegerini.




Mallet in Aktion.




Für den Rest des Berichts behaltet immer die Streckenkarte der Bergsektion mit ihren drei Ebenen im Auge - vier, wenn man die andere Talseite mitzählt:
https://en.wikipedia.org/wiki/Eritrean_Railway#/media/File:Eritrean_Railway_Map_of_March,_1998.svg

Nun haben wir schon den Berghang unterhalb von Shegerini auf der untersten Ebene nahe der Einfahrt zu Tunnel 27 erreicht. Rechts neben der Lok Tunnel 24 auf der anderen Talseite und die Strecke von Arbaroba rechts herauf. Links oben das Kloster, darunter die Ausweiche Shegerini (Station km 110,4) auf der mittleren Ebene. Auf der anderen Seite des Berges mit Kloster verbirgt sich das Devil's Gate (in der Karte mit "3 arch bridge" und "road overpass" markiert).




Neben der Lok Tunnel 24, links oben Tunnel 28 an der Ausfahrt von Shegerini.




Der Zug rollte zurück in den Tunnel 26 für mehrere Anfahrten. Die Kleine hatte leider als Einzige keine Schuhe und wohl schon Sohlen wie Leder bei dem steinigen Gelände...




In der Ortschaft sind die nettesten Kinder der Gegend beheimatet - natürlich versorgten wir sie wieder mit den erwünschten Stiften.




Erste Anfahrt unterhalb des Klosters.









Zweite Anfahrt im besten Spotlight.




Hier kann man die Mallet-Bauweise gut erkennen.




Der Kleine neben den fein säuberlich abgestellten Schuhen bewegte sich die ganze Zeit nicht und schaute fasziniert zu.




Weiter ging es bergwärts durch Dorf und Kakteen.




Das kleine Solarpanel gut gesichert.




Wir hatten immer den Kesseldruck aus dem Waggon im Auge. Manchmal erreichte er angezeigte 16 Bar, nur um binnen kurzer Zeit wieder auf 4 Bar ausgequetscht zu werden - was die nächste Dampfkochpause nötig machte.




Mittagspause in Shegerini.




Die Maschine wurde abgekuppelt.




Zu zweit machten wir uns auf den Fußweg durch Tunnel 28... das erwartet einen auf der anderen Seite!




Kurz darauf dampfte die Lok alleine am Devil's Gate vorbei.




Der Blick ein bisschen die Felsen hinauf ist spektakulär, doch der Boden darunter wird eifrig als Häusel genutzt - die Hauptstraße befindet sich hier genau um die Ecke außer Sichtweite.




Wir gingen weiter bis zu ebendieser.




Der Grund für den Lokzug: von der Brücke kann man mit dem schon bekannten Wasser-LKW nachfüllen.









Vor dem Kloster befindet sich auch ein Spendenschlitz. Einen Nakfa-Schein fanden wir verirrt auf der Straße, der wurde natürlich sicher deponiert.




Da das sicher eine Weile dauern würde, ging ich zum Kloster hinauf.




An einem bewohnten Nebengebäude vorbei erreichte man die zu dem Zeitpunkt geschlossene Kirche. Auffallend ist der Einsatz schwarz bemalter Steine, nur gelegentlich als Kreuze.









Eine recht neue Terrasse mit Ausblick.




Hier werden wohl die Debreziner zubereitet - vielleicht noch ein Nebenprodukt der beobachteten Schlachtungen drei Tage zuvor.




Die Straßenbrücke hat wohl schon etwas aushalten müssen - die eritreische Fahrweise ist jedoch vergleichsweise zivil.




Es gelangte nur Wasser in einen der zwei Tanks - und auch da hatte man nach einiger Zeit das Gefühl, dass der Pegel nicht mehr stieg.









Eine dreiviertel Stunde später fuhr die 442.55 wieder hinunter.




Zu Fuß entlang der Hauptstraße erwischten wir sie wieder an der Einfahrt, gesehen vom Parkplatz mit Aufklärungstafel.




Die Busse brachten uns nun zu Aussichtspunkten entlang der Hauptstraße, während der Zug in die unterste Ebene zurückrollte.




Dann ging es bergwärts...




Einfahrt in den Tunnel 26, im Hintergrund Tunnel 22 und die Brücke, welche wir am Vormittag fotografiert hatten.




Die drei Ebenen auf dieser Bergseite.




Als Panorama aus mehreren Hochformat-Fotos. Der Zug schaffte es gerade so weit wie hier zu sehen, dann musste erneut Druck aufgebaut werden.




Also wechselte ich Position zum Blick auf das Portal des langen Tunnels 27. Weiter zurück wollte die Mannschaft nicht noch einmal fahren.
Eine halbe Stunde später ging es weiter.




Weitwinkel mit oberster Ebene und afrikanischem Bergdorfensemble. Weiter vorne verdeckte der Dampf den Zug, also wählte ich das Bild.




In den Lüften schwärmten Raubvögel, interessanterweise unterschiedliche Arten je nach Bergseite. Während der Mittagspause wurde ich aus großer Höhe zielgerichtet von Vogelkot erwischt, insgesamt passierte das auch noch zwei Mal in Asmara - das konnte ja nur massivstes Glück für den Rest der Reise bedeuten! ;-)




Wir positionierten uns bei einem Hof, die Hühner suchten Unterschlupf.




Blick zur Brücke und Hauptstraße auf der anderen Talseite.




Als der Zug endlich wieder fast eine Stunde später kam, hatte sich der Himmel verdunkelt.




Im Pickup wurden keine Kürbisse transportiert, sondern die guten alten gelben Kanister.
Esel waren jedoch nicht abgelöst worden, siehe Video hier: https://youtu.be/vBqI3qUHE2g?t=1625










Das Panorama.




Anschließend ging es zum Devil's Gate, ich setzte mich gemütlich auf eine nähere Position als sonst. Wieder eine Stunde später, schon fast um vier Uhr, war es so weit.




Man kann einen ordentlichen Erdrutsch vor der Brücke erkennen.




Nun brachten wir nur noch den Zug die restlichen 1 1/2 Stunden Tageslicht nach Hause. In den Dampfkochpausen waren manche von uns schon sehr fleißig und sandeten vor, wie man sieht.



Nächstes Mal beginnt das Grande Finale! :-)
Seiten: [1] 2 3 ... 10