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Bilder und Fotoberichte / Nostalgie Juli - Dezember 2017 (1 V.)
« Letzter Beitrag von Roni am 05. Dezember 2017, 09:26:31 »
Hallo!


Viel habe ich nostalgisch ja nicht gemacht, das letzte halbe Jahr, aber
hier ein paar kompakte Szenen vom Sommer, Herbst und auch schon Winter (bitte auf 1080p/Vollbild stellen):
https://youtu.be/xnCmW0jg0NM


Video-Screenshot-Vorschau:



Inklusive:
Sächsischer IV K 99 1542 der Preßnitztalbahn auf einmaligem Besuch an der Ybbstalbahn Bergstrecke während drei Sommerwochenenden, am hochsommerlichen 30. Juli.

Wiener Liliputbahn am 15. Oktober (hauptsächlich Dieselszenen, da ich den Dampfer eher fotografierte).

93.1420 des Vereins Neue Landesbahn auf der Kaltenleutgebner Bahn am 12. November und 3. Dezember, sie arbeitete sehr schön auf der Strecke zur Waldmühle - zudem herrschte schöner Herbst (die Laubfärbung hielt heuer wesentlich länger) und Winter. Der Londoner Routemaster zum Adventmarkt in Perchtoldsdorf fiel aus, stattdessen fuhr ein amerikanischer Schulbus.

498.104 "Albatros" auf ihrer jährlichen internationalen Ausfahrt zwischen Veselí nad Moravou (Tschechien) und Myjava (Slowakei) - dieses Mal auf großer Runde von/nach Bratislava, und schon recht spät, darum gab es auf der schönen Bergstrecke nicht so viele Fotomöglichkeiten wie sonst. Am 2. Dezember kam aber doch die Sonne durch den Nebel und beschien eine herrlich winterliche Landschaft.
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OR - Downloads / Neues aus dem Werk Italiens
« Letzter Beitrag von DarkFox am 01. Dezember 2017, 17:17:23 »
Guten Abend, MSTS Gemeinde.

Wer es im anderen Topic nicht gelesen hat, hier nochmal die Wiederholung:

Liebe Leute ich habe mich entschlossen ab sofort nur noch die Publikationen für den ORTS zu machen.

Im alten Topic ist es wahllos durchgemischt. Mal ist es für den MSTS, mal ist es für den ORTS.

Eine Abwärtskompatibilität ist von nun an nicht mehr gegeben.

So könnte es für die Fahrzeuge heißen. Ich werde bei allen Fahrzeugen, die im MSTS gefahren werden können, darauf hinweisen.
:-)

Die österreichische ÖBB Bmz, Bcmz, Bmpz NightJet (Abwärtskompatibel), die italienischen FS E401 Pack (Abwärtskompatibel) Gr. 960 & Gr. 691 (Abwärtskompatibel), Gr. 391 & RM 3910 (Abwärtskompatibel), Passagierwagen Tipo 1929R & 1931R (Abwärtskompatibel) und FS G & F (M & V) (Abwärtskompatibel) sind ab sofort fahrbar.













Der Passagierwagen ist auf CikoTheGame/Downloads/Passagierwagen erhältlich.
Die Lokomotive ist auf CikoTheGame/Downloads/E-Loks erhältlich.
Die Fahrzeuge sind auf Il Deposito/Downloads/Neuheiten 2017 erhältlich.

Mit freundlichen Grüßen
DarkFox
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OR - Downloads / Neues aus dem Werk Tschechiens und Slowakei
« Letzter Beitrag von DarkFox am 01. Dezember 2017, 17:04:54 »
Guten Abend, MSTS Gemeinde.

Wer es im anderen Topic nicht gelesen hat, hier nochmal die Wiederholung:

Liebe Leute ich habe mich entschlossen ab sofort nur noch die Publikationen für den ORTS zu machen.

Im alten Topic ist es wahllos durchgemischt. Mal ist es für den MSTS, mal ist es für den ORTS.

Eine Abwärtskompatibilität ist von nun an nicht mehr gegeben.

So könnte es für die Fahrzeuge heißen. Ich werde bei allen Fahrzeugen, die im MSTS gefahren werden können, darauf hinweisen.
:-)

Die tschechische ČD 754.007 (Abwärtskompatibel) und die slowakische PSŽ 242.262 2.0 (NICHT Abwärtskompatibel) können ab sofort zum Fahren genutzt werden.





Die Elektrolokomotive ist auf MSTS RW/Downloads/E-Loks erhältlich.
Die Diesellokomotive ist auf MSTS RW/Downloads/D-Loks erhältlich.

Mit freundlichen Grüßen
DarkFox
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OR - Downloads / Neues aus dem Werk Deutschlands
« Letzter Beitrag von DarkFox am 01. Dezember 2017, 16:47:24 »
Guten Abend, MSTS Gemeinde.

Liebe Leute ich habe mich entschlossen ab sofort nur noch die Publikationen für den ORTS zu machen.

Im alten Topic ist es wahllos durchgemischt. Mal ist es für den MSTS, mal ist es für den ORTS.

Eine Abwärtskompatibilität ist von nun an nicht mehr gegeben.

So könnte es für die Fahrzeuge heißen. Ich werde bei allen Fahrzeugen, die im MSTS gefahren werden können, darauf hinweisen.
:-)

Die deutschen DB 628/928.4 aus Gießen bzw. Limburg (Abwärtskompatibel), DB 140 & DB 141 von ThoPil bekommen die lang ersehnten Lokführer und Lokomotivenschatten von EGZ (Abwärtskompatibel), die norwegische RheinCargo 119.004 (Abwärtskompatibel) und die deutschen DB 6-achsigen-Drehgestell-Flachwagen Update (NICHT Abwärtskompatibel) gesellen sich als neue Fahrzeuge für unseren Simulator.









Der Triebwagen ist auf TheTrain.de/Downloads/MSTS/Triebwagen/Deutschland/BR 627/628 erhältlich.
Die Lokomotive ist auf TheTrain.de/Downloads/MSTS/E-Loks/Deutschland/BR 185 erhältlich.
Die FreightAnims sind auf EGZ/Downloads/Sonstiges erhältlich.
Das Güterwagen Update ist auf TSSF.eu/OpenRails/Downloads/ORTS 6-axles-Drehgestell-Flachwagen Update erhältlich.

Mit freundlichen Grüßen
DarkFox
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Bilder und Fotoberichte / Finale im Südosten '17 - 19: Am griechischen Bahn-Olymp (50 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 28. November 2017, 11:26:12 »
Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Tierischer Südosten '17 - 18: Fütterung am Gorgopotamos (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3863.0


Das Video zu dem Teil (bitte auf 1080p Qualität / Vollbild stellen):
https://youtu.be/ycE1bWePImU




27. 10. 2017


Ich verließ mein Hotel in Loutrá Ipatis bei Dunkelheit und kam kurz vor acht bei Iráklia an. Falls wer Platten von Euromarble braucht... Kurz nachdem ich mich dort eingeparkt hatte, hielten zwei Lieferwagen mit Handwerkern an, die schauten, ob ich nicht etwas in den Kofferraum packen würde. Auf meine Antwort, dass ich nur Fotografieren will und hier warte, zogen sie aber sehr freundlich von dannen.




Direkt an der Straße stehen war nicht so bequem, denn der Berufsverkehr Richtung Lamia düste ungebremst vorbei - auch dieses ehemalige Postauto.




Ich erwartete IC 51 Thessaloniki - Athen mit Planabfahrt 8:10 in Lianokladi. Doch er kam eine Zeit nicht, und die Online-Abfrage wurde ebenfalls nicht upgedatet. Das wurde schon etwas knapp mit dem Gegenzug, aber um 8:45 erschien er endlich in der Ferne beim Dorf Ano Vardates.




Bei der Station Trachis tauchte er in die Morgensonne.




Baumwolle, Oliven und spektakuläre Bergstrecke - wahrlich der griechische Eisenbahn-Olymp!









Die Sonne hatte kurz davor die Ebene erreicht, aufsteigende Dunstschwaden sorgten für zusätzlich mystische Stimmung.
























Die Straße führte schnurgerade zum Ausgang der Asopós-Schlucht, links die Thermopylen.




Schnell hingedüst und den einheimischen Frühwanderer gegrüßt.




Das Sidirodrom-Diadrom wird Ihnen gewidmet vom Dorferneuerungsverein der Gemeinde (Dímos) Gorgopótamos.




Es ging zunächst Serpentinen bergauf - dieser Thermopylen-Aussichtssessel war vermutlich nicht von der Gemeinde aufgestellt worden (iPhone-Panorama).




Dann den Eisenbahnpfad hinein. Es wurde schon kritisch für IC 50 aus Athen, der Lianokladi um 9:41 erreichen und eine Viertelstunde früher hier vorbeikommen sollte - da blieb kaum Gelegenheit die Blümchen zu bewundern. Um 9:28, ca. eine halbe Stunde Wanderzeit von der Straße, war der erste Punkt mit Blick auf die Bahn erreicht...




Erleichterung beim Online-Check: durch die Kreuzung mit IC 51 war IC 50 fünfzehn Minuten zu spät - und voilá, um 9:40:














Die hautfreundliche mediterrane Vegetation kennen wir ja schon von vielen anderen Reisen, meine Special Friends hier: die Kermes- oder Stech-Eiche - Büsche, die dermaßen dicht wachsen, dass abseits der Pfade kaum Durchkommen besteht. Und die stechenden Blätter haken sich derart geschickt ein, dass ich auf der Reise noch bis Rumänien Exemplare an möglichen und unmöglichen Orten im Gepäck entdeckt habe.




Ich hatte mich gefragt, ob das möglich ist - die Antwort lautet: ja! Die Fototasche eng umgeschnallt, auf einen eichenbewehrten Felsvorsprung gezwängt, und da ist das Panorama vom Ausgang der Asopós-Schlucht. Der Fluss fließt in der Ferne neben den Thermopylen in den Golf von Malia.




Blumenwiesen Ende Oktober und Höhlen in den Felswänden.









Es ist die einzige Tageszeit, zu der etwas dichterer Verkehr herrscht. IC 53 kam recht pünktlich wieder doppelt bespannt des Weges, doch Zeit dafür den Standpunkt zu wechseln blieb nicht, denn um 10:48 tauchte der ersehnte Schnellzug 884 nach Kalambaka auf.
Auch im Herbst bestrahlte die Sonne nun einen Teil der Schlucht, der Dunst sorgte für zusätzlich Lichtstimmung.



















Die Brücken sind ja alle sehr schön, aber das ist für mich das Top-Motiv der Strecke.




Und da taucht er noch einmal auf. Weiter folgte ich dem Pfad nicht, denn es lagen viele Gesteinsbrocken unter der Felswand, so etwas auf den Schädel bekommen ist sicher nicht lustig. Zudem waren schon sämtliche Züge und Stellen verplant...









Es ging wieder zurück.




Radtour über den Asopós.




Blick von Lamia ganz links hinten, über den Golf von Malia, den Asopós und die Thermopylen bis zur Eisenbahn-Galerie ganz rechts hinten.




Jetzt machte ich erst richtig Bekanntschaft mit meinen Freunden... in einer Serpentine geht ein Fußweg hinein, der metergenau auf Google Maps verfolgt werden kann, sogar wenn man sich zwischen den Büschen verläuft. Bei einer Abzweigung nimmt man die obere Variante, muss sich ein paar Mal sehr unbequem durch die Stachel-Eichen zwängen, und dann...




... hat man diesen Blick erreicht. Doch vor IC 52 aus Athen konnte ich noch ein bisschen dösen, denn er tauchte erst recht pünktlich um 12:33 auf.




Ein steinernes Denkmal an Yanis "Mittelfinger" Varoufakis... ;-)














Nun war wieder Warten angesagt, denn IC 55 nach Athen hatte eine Dreiviertelstunde Verspätung und tauchte erst um 14:05 auf. Dafür war die Sonne in der Zwischenzeit genau in das kleine, im Oktober optimale Zeitfenster gewandert und die 220er - Spitzname "Marlboro" - gut ausgeleuchtet.




Breitformat-Panorama mit Thermopylen-Blick.




Und als krönender Abschluss das Pano aus Hochformatbildern mit leichten Herbstfarben. Der Standpunkt befand sich übrigens auf dem runden Betondach eines Bunkers, rechts zu sehen.




Ich küsste den Boden des Feldwegs, als ich den Eichen entkommen war.
Vielleicht war es einfach die falsche Taktik, nicht nur die Spartaner setzten hier einst die Schildkrötenformation ein. *
(* weiß schon, historisch nicht korrekt, aber der war aufgelegt ;-))









Am Parkplatz lag diese fotogene Kirche. Es ging jetzt nach einem letzten Tankstopp für die Rückgabe 150 km über die Maut-Autobahn (die nicht immer eine ist) nach Norden. Mit verrückten einheimischen Autofahrern ist natürlich immer zu rechnen. Ich wollte eventuell IC 59 um 16:26 ab Larissa mit der thessalischen Ebene und Silhouette des Olymp einfangen, doch durch die starke Verspätung des IC 55 war das nur sehr knapp möglich. Ich kam zwar um die Zeit in der Nähe an, doch zur Stelle war es noch ein Stück, und die Online-Abfrage zeigte keine Verspätung an. Also ließ ich es bleiben und fuhr zum nächsten geplanten Platzerl...




Als Entschädigung gibt es Bilder des 2918 m hohen Olymp morgens vom "dritten Händchen" in Thessaloniki aufgenommen.




Mittlerweile hatte ich mich im Zentrum des kleinen Chálki verfahren, denn die Hauptstraße geht dort komplett unnachvollziehbar um mehrere Ecken. Ziel war dieser Bahnübergang in der thessalischen Ebene an der Strecke Volos - Larissa, 1960 von Meterspur konvertiert.




Der nicht mehr bediente Bahnhof von Chálki der ehemaligen thessalischen Eisenbahnen.




Irgendwie sahen die Gleise nicht so häufig befahren aus, wie sie es sollten, und es kam auch nichts zur Planzeit. Da ich eventuell den Proastiakós um 19:00 nach Thessaloniki erreichen wollte und zuerst noch das Auto in Larissa zurückgeben musste, packte ich langsam ein. Im Hintergrund sieht man ein seit Jahrzehnten nicht mehr genutztes Formsignal.




Doch da klingelte der Bahnübergang, und ein MAN/Hellenic Shipyards-Triebwagen als Zug 2571 Volos (17:25) - Larissa (18:13) düste mit ordentlichem Karacho um 18:13 vorbei.




Mein geplantes Abschiedsbild mit Zug auf der Brücke und Formsignal bei Abendstimmung schaffte ich noch. Den früheren Zug in Larissa erwischte ich aufgrund Abend-Staus knapp nicht mehr - Adieu, Griechenland... vorerst!
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Geburtstage / ... Happy Birthday nachträglich ....
« Letzter Beitrag von Bianchi310 am 24. November 2017, 14:04:30 »
 :-[ :-[ :-[ ... alles vergessen ...  :-[ :-[ :-[

alle Geburtstagskindern im Oktober und November wünsche ich nachträglich alles Gute zum Geburtstag, vor allem Gesundheit ....

 ;D ;D ;D
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Bilder und Fotoberichte / Tierischer Südosten '17 - 18: Fütterung am Gorgopotamos (50 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 22. November 2017, 21:00:01 »
Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Orthodoxer Südosten '17 - 17: Dezent gekleidet in Metéora (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3862.0


Das Video zu dem Teil (bitte auf 1080p Qualität / Vollbild stellen):
https://youtu.be/ycE1bWePImU




25. 10. 2017


Nach Frühstück und Frühzug in Kalambaka fuhren wir an Trikala und Karditsa vorbei Richtung Südosten. Meine Reisebegleitung würde ein paar Tage in Thessaloniki verbringen und dann von Athen wieder nach Hause fliegen, als optimale Intercity-Station hatte ich Domokos ausgemacht. Am Tag mit der schlechtesten Wettervorhersage fuhr ich oft durch starken Regen. Die Nationalstraße 30 ist teilweise als Schnellstraße ausgebaut - dort lief eine trächtige Hündin genau vor uns über die Fahrbahn, was einen erfolgreichen ABS-Test nach sich zog. Zum Glück herrschte auch wenig Verkehr auf dem Abschnitt. In Neo Monastiri bog man auf die 3er Larissa - Lamia Richtung Süden ab, nach ein paar Kilometern ging es eine Nebenstraße hinein.
Letztendlich wird einem der Weg zur Station im Umbau gewiesen:




Inklusive Empfangskomitee.














Anschließend ging die Eisenbahn-Fototour los - es war schon etwas knapp für IC 50 Richtung Thessaloniki. Ich fuhr bis Ekkara und wollte neue und alte Brücke zunächst von unten aufnehmen, einen Platz dafür hatte ich per Google Maps auf der Bergstraße ausgemacht. Doch diese war definitiv gesperrt - ein Erdwall war quer über die Abzweigung aufgehäuft worden! Also suchte ich einen freien Platz im Ort und wurde am Fußballplatz fündig. Einen Blick auf die Online-Abfrage beruhigte: aus davor nur geringer Verspätung war plötzlich eine halbe Stunde geworden. So konnte ich teils im Regen, aber auch bei immer wieder durchkommender Sonne, gemütlich den Zug erwarten.




Danach wurde an die behelfsmäßige Station Domokos gefunkt, dass nicht mehr lange zu warten war.
Etwas fiel mir bei der Vorbeifahrt dort auf: die extrem harten Weichenübergänge bei der Zusammenführung der beiden Strecken - man glaubte fast, der Zug würde entgleisen.




Das "dritte Händchen" nahm in Folge die Brücken in Ekkara noch einmal bei der Fahrt nach Athen im IC 55 am 29. 10. 2017 auf.




Ich schaute mich nicht besonders engagiert nach einer Umleitung um, doch aufgrund des Wetters entschloss ich mich gleich nach Lamia in den Süden zu wechseln um den 13:00-IC ab Lianokladi in Gorgopotamos zu erwischen.
Dass man irgendwie durchkommt hat DSO-User IC 2239 hier bewiesen: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?030,8350319




Noch eine Sichtung Altbau- auf Neubaustrecke zwischen Ekkara und Aggeie.




Am 25. 10. 2017 musste ich wohl oder übel die Serpentinen der Nationalstraße 3 nach Domokos (der Ort liegt am Berg, nicht beim Bahnhof) hinter LKWs hinaufkriechen. Als man oben endlich vorbeikam, wurde der Wagen im ersten Regen seit Wochen in der Gischt mit einer Dreckschicht überzogen. Durch die Stadt Lamia fuhr ich direkt zum Aussichtspunkt an der Gorgopotamosbrücke.
Mein Vehikel vor dem Golf von Malia mit dem Nordende der zweitgrößten griechischen Insel Euböa, rechts im Hintergrund die kürzlich wieder durch die Popkultur populär gewordenen Thermopylen. Einst ging das Meer bis an die Berge, dadurch war dies ein wichtiger strategischer Punkt, doch nun ist die Bucht kilometerweit versandet.




IC 55 Thessaloniki - Athen mit Planabfahrt in Lianokladi (Hauptstreckenbahnhof für Lamia) um 13:06 kam etwa 45 Minuten verspätet um die Ecke gebogen. Im Hintergrund: Lamia.









Hauptattraktion - auch für reguläre Touristen - die Gorgopotamos-Brücke, von der ein Teil am 25. November 1942 durch eine britische SOE-Einheit mit Unterstützung griechischer Partisanen gesprengt worden war. Heutzutage wird sie kurz vor Außerdienststellung nur noch im Schneckentempo überquert.




Panorama von Lamia bis zu den Thermopylen (der Name leitet sich von zwei heißen Quellen ab).




Nun hatte ich viiiiieeel Zeit - hier der regulierte Gorgopótamos ("gorgos" - "schnell", "potamos" - "Fluss").
Oben war mir ein hungerndes, einsames Hündchen begegnet, bei dem man schon die Rippen durchsah. Also unternahm ich einen Abstecher zum lokalen Minimarkt, wo ich zwar kein Hundefutter fand, aber doch drei Fleischkonserven kaufte. Das Hundi war bei meiner Rückkehr nicht mehr zu sehen, also leerte ich den Inhalt der Dosen gut erreichbar auf einen Betonsockel. Er hätte wohl lieber gleich mitwollen, wie die Spurensicherung bewies... :0)




Ich döste ein bisschen im Auto, es kam nur selten jemand vorbei... ein Kuhhirte, aber auch ein Bergläufer.
Die interessante Pfeilerkonstruktion von unten - ein Nazi-Graffiti musste entfernt werden.




Denkmäler sind auf dem ganzen Areal zu finden, manches Geplante wurde nicht ganz vollendet.
Mehr Information zum Ort: http://www.gedenkorte-europa.eu/de_de/gorgopotamos.html





IC 56 Athen - Thessaloniki, planmäßig in Lianokladi um 16:41, tauchte fast pünktlich auf.




Das Areal inkludiert neben einer Kapelle sogar einen künstlichen Wasserfall.




Und Bunker.



Ich hatte meine Unterkunft im Kurort Loutrá Ipatis reserviert - das 650-Einwohner-Dorf weist eine unglaubliche Dichte an Hotels auf, während es anderswo praktisch nichts gibt. Eine nette Dame empfing mich als wohl einzigen Gast für zwei Tage im Hotel Esperia, um heiße 20 Euro pro Nacht. Bei Fragen konnte ich mit ihrem Sohn telefonieren, der wohl in der Stadt arbeitet, während die Eltern das Hotel hüten.



26. 10. 2017

In der ersten Nacht schaffte ich es nicht, die Klimaanlage für etwas Wärme (erstmals gab es Temperaturen unter 10 Grad) zu aktivieren - bis mir am nächsten Morgen gezeigt wurde, dass sich hinter einem Vorhang noch eine zweite Balkontür versteckte, die einen Spalt breit geöffnet war. Aber gut, es ließ sich aushalten und für den Abend wusste ich es nun. Dafür wurde ich um 7:30 noch bei Dunkelheit von der Hotelmama nicht ohne Kaffee und Kuchen weggelassen.
Klischeehaft heißt es: Kaliméra Elláda!




Ich nahm den Weg durch Lamia und auf der mautpflichtigen Autobahn (60 Cent am Automaten) Richtung Süden, dann weiter die 3er den Berg hinauf. Nach 8:30 hatte ich mein Ziel, den Ort Skamnos, erreicht. Am Ende der asphaltierten Straße stellte ich den Wagen ab und ging zu Fuß weiter. Wer einen Datsun will, wird hier fündig...




... doch muss man zuerst an dieser Familie vorbei.




Um 8:57 tauchte tatsächlich der 8:00-Intercity auf der Asopos-Brücke auf - hätte nicht gedacht, dass ich den zu Gesicht bekommen würde. Später würde er sich noch als praktisch erweisen.




Herbst in Griechenland.









An der Eustachius-Kirche vorbei suchte ich mir einen Aussichtspunkt auf die größte Brücke der Bergsektion...




... die 277 Meter lange Papadia-Brücke nördlich von Bralos. Wieder musste man warten, zunächst rauschte Schnellzug 884 nach Kalambaka von hinten vorbei, erst um 10:53 tauchte IC 53 auf - allerdings spektakulär doppelt bespannt und bergauf dieselnd. Hier muss die Geschwindigkeit nicht nennenswert reduziert werden.




Einmal erwischte ich das Viadukt im Spotlight.









Im Hintergrund der Nationalpark des Iti-Gebirges.




Am Rückweg zeigte sich ein... Regenbogen?









Es sind noch mehr!




Herzlichen Dank an den 8:00-Zug! Mit Regenbogen.




Abendliche Überquerung der Asopos-Brücke bei unserer Herfahrt am 22. 10. 2017.




An diesem idyllischen Ort hatte ich am 26. 10. 2017 das Auto geparkt.




Von der Nationalstraße 3 sieht man die höchste Bahnbrücke Griechenlands noch besser. Das Bauwerk 101 Meter über der Schlucht war im 2. Weltkrieg ebenfalls zerstört worden:
http://www.highestbridges.com/wiki/index.php?title=Asopos_1943_Viaduct

Danke noch einmal an den 8:00-IC... neben mir war dort gerade jemand unter der Motorhaube seines Wagens am werkeln, leider konnte ich nicht helfen.




Doch immerhin wurde wieder einem Hund das Leben gerettet, der wieder genau vor mir die Bergstraße kreuzte. Unten angekommen nahm ich die Straße Thermopylen - Gorgopotamos, um die Stellen für den nächsten Tag in der Früh zu scouten. Die Bahnstrecke ist rechts zu finden...




Noch einmal wurde die Gorgopotamos-Brücke angesteuert. Ich sah, dass die Portionen von gestern auf den letzten Rest abgeschleckt worden waren, und das Hündchen war wieder da. Also musste später noch ein Trip zum Minimarkt her, für vier Fleischkonserven. Diesmal saß eine ältere Dame an der Kasse, die alles auf Papier händisch zusammenrechnete.

Oben ist dieser Paradeplatz zu finden, wo des griechischen Widerstands gedacht wird.




Zunächst kam IC 52 recht pünktlich der Weges, aus dem letzten Wagen wurde ich von DSO-User IC 2239 fotografiert. :-)




Ich wollte die besondere Pfeiler-Konstruktion ordentlich ins Bild bekommen - IC 55 war diesmal nur zehn Minuten zu spät.









Danach schaute ich in die Ebene bei Ligaria und Stirfaka zur nördlichen Strecke Lianokladi - Domokos. Hier, wie auch in Thessalien, wird Baumwolle angebaut. Durch den Regen war die fruchtbare Erde dermaßen klebrig, dass sie nach Abstellen des Wagens nur ein paar Meter auf dem Feldweg bis zum Schluss der Fahrt auf den Reifen blieb.




Hinter Strifaka bog ich ins Tal zum Othris-Tunnel der Neubaustrecke ein. Zunächst bestieg ich einen harmlos aussehenden Hügel, doch Dank stechender Vegetation erwies sich der als ziemlich Plagerei - und man sah die Strecke(n) nicht gut. Zumindest konnte ich diese Stimmung einfangen. Unten jagten zwei lokale Naturburschen etwas mit Gewehr, später begegnete ich den beiden. Keine Ahnung, ob das legal war... aber ich lebe noch. ;-)




Als nächstes stieg ich dort hinauf, wo man es eigentlich gleich hätte tun sollen, nämlich bei der Altbaubrücke unterhalb der Station Karya. Allerdings wanderte ich nicht zur Brücke selbst, denn die ist auch bei gutem Wetter zu der Jahreszeit mit IC 56 schon im Schatten. Stattdessen erreichte man auf einem schön buschfreien Hügel einen Aussichtspunkt Richtung Neubaubrücken und Altbaustrecke dahinter am Gegenhang. Ich setzte mich hin und genoss eine Jause. Das Wetter wurde immer besser, und tatsächlich kam der Zug annähernd pünktlich kurz nach fünf im besten Spotlight.




Blick aus dem Tal: die Altbaustrecke führt hinter dem Betrachter in einer Schleife wieder rechts am Hang hinauf, zum Othris-Tunnel geht es links nach hinten weiter. Allerdings versteckt sich der Altbau heutzutage oft hinter Büschen, während der Neubau wie auf einem Präsentierteller gebaut wurde.




Die gleiche Szenerie aus dem Zug fotografiert.




Das Viadukt sah man vom Hügel nicht, also lief ich hinunter - und konnte gerade noch zwei Mal mit der kleinen Kamera abdrücken. Zu Anschauungszwecken wurde der IC hier virtuell verlängert.




Neue Viadukte im Abendlicht über einem Baumwollfeld - das Finale Grande folgt nächstes Mal wolkenlos! :-)
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Bilder und Fotoberichte / Orthodoxer Südosten '17 - 17: Dezent gekleidet in Metéora (50 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 19. November 2017, 13:55:37 »
Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Mythischer Südosten '17 - 16: Kentauren und Argonauten (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3861.0


Das Video zu dem Teil (bitte auf 1080p Qualität / Vollbild stellen):
https://youtu.be/ycE1bWePImU




24. 10. 2017


Nach einem netten Frühstücksbuffet im Volos Palace Hotel - wobei ich mir angesichts des Gelages am Tag zuvor versprochen hatte zu fasten - und einem Frühspaziergang am Hafen, stoppten wir "kurz" beim volösen Lidl um Wasser für die nächsten Tage zu bunkern. Es standen nur vier Leute vor uns an der Kasse, dennoch warteten wir fast eine Viertelstunde. Jeder brauchte irgendetwas besonderes, dann brach zwischen wartenden Kunden und Mitarbeitern eine minutenlange Diskussion aus, ob man eine zweite Kasse öffnen sollte. Und der Herr vor uns begann erst seinen vollen Wagen auf das Kassenband zu laden, als die Kundin vor ihm schon fertig war. Alles sehr effizient... ;-)

Die schnellste Route für den Tag führte wieder an Larissa vorbei - wobei 19 Kilometer der mautpflichtigen Autobahn gesperrt waren, und man über die parallele Landstraße geleitet wurde. Die Ethniki Odos (Nationalstraße) 6 ist bis Trikala zu großem Teil eine ausgebaute Schnellstraße am nördlichen Rand der thessalischen Ebene, danach ging es auf der ebenfalls meist mehrspurigen Sektion bis Kalambaka (manchmal auch "Kalampaka" oder "Kalabaka", im Griechischen gibt es kein "B" - die Betas werden alle als "V" wie in "Volos" transkribiert - deshalb schreibt man "My-Pi" - siehe auch die Bahnstation "Bralos" - griechisch "Mprálos" geschrieben).

Bei unserer Pension für die Nacht bogen wir gegen Mittag ohne Zwischenstopp ab und fuhren bergwärts - zum ersten Fotohalt:









Die eindrucksvollen Felsen von Metéora befinden sich genau am Übergang von der thessalischen Ebene zu den Antichasia-Bergen im Pindosgebirge. Durch das Tal verläuft das breite Flussbett des Pinios, dessen Sedimente hauptverantwortlich für die Bildung der Ebene waren.

Nun - nur dreieinhalb Wochen nach diesen Aufnahmen - haben Regenfälle eines Hurrikan-artigen Tiefs über dem östlichen Mittelmeer in Griechenland zu Verwüstungen geführt (besonders bei Megara, wo ich ebenfalls gewesen war), unter anderem wurden Dörfer am Pinios nahe Trikala überflutet - kaum zu glauben, angesichts dieser Trockenheit nach langem, heißem Sommer... http://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-1477.html










Wir fuhren weiter hinauf, dieses Panorama zeigt links das Kloster Agía Triáda (Heilige Dreifaltigkeit), eines von sechs bewohnten der einst 24 Felsenklöster:
https://de.wikipedia.org/wiki/Meteora

Die Klöster sind manchmal zu Mittag, sowie einen Tag pro Woche für Touristen geschlossen - hier gibt es dazu aktuelle Informationen:
https://www.visitmeteora.travel/en/monasteries-visiting-hours





Ein paar der Klöster verfügen über Lastseilbahnen.




Ach ja - dezente Kleidung ist Pflicht, Damen in Hosen werden mit Röcken zum Umbinden ausgestattet - das Teddy-Kleid hat aber offensichtlich gereicht... ;-)




Und noch etwas gibt es hier - eine Bahnstrecke. Kalambaka ist das nordwestliche Ende der einst meterspurigen thessalischen Eisenbahn:
https://de.wikipedia.org/wiki/Thessalische_Eisenbahnen

Erst 2001 wurde die Umspurung der Strecke Paläofarsalos - Kalambaka komplettiert, so dass Züge aus Athen direkt hierher fahren können. Da nähert er sich auch schon in der Ferne: Schnellzug 884 Athen 8:20 - Paläofarsalos 12:20 - Kalambaka 13:18, eine Viertelstunde verspätet. In jedem der folgenden 11 Bilder ist er zu entdecken.




Auf dieser Straße kamen wir von Trikala im Hintergrund her. Nahe des Bahnübergangs kann man auch für Züge ab Kalambaka Streckenaufnahmen mit Bergen im Hintergrund machen - bei diesem Besuch wählte ich aber etwas anderes.




Offensichtlich ist Feldabfackeln noch ein populärer Sport in Thessalien.




Die Umgebung des Nonnenklosters Agios Stéphanos bietet die besten Ausblicke für Bahnbilder - man machte nur ab 13:30 Mittagspause, also blieb ich außerhalb.




Nicht nur Metéora ist spektakulär: im Felsen links befindet sich die Theopetra-Höhle, wo menschliche Aktivität bis vor 50000 Jahren nachgewiesen worden war.




Der Zug näherte sich Kalambaka.




Agios Stéphanos und der Fluss Pinios dahinter.




Das Haus direkt unterhalb des Bahnübergangs mit glänzendem Dach und Holzbalkonen war unsere Luxuspension. Den Schranken werden wir später noch besuchen.









Da kann man entspannt zuschauen, wie der Schnellzug aus Athen die Touristen am Parkplatz des kalambakischen Lidls vorbeiführt.




Und ein letzter Blick - gleich ist der Bahnhof erreicht.




Widmen wir uns dem um 1400 gegründeten Kloster Agios Stéphanos, die Felsen waren aber wohl schon Jahrhunderte davor besiedelt.




Die Idylle trügt - Busladungen an Touristen aus aller Welt strömen vorbei, wobei das nicht die Hauptsaison war.









Draußen am Parkplatz geht's rund.




Wir hatten Glück mit dem eigentlich schlecht angesagten Wetter - es ergaben sich geniale Lichtstimmungen auf den Felsen.
Im Blick: Links unten Agios Nikólaos Anapavsás, vorne im Schatten Rousánou, Varlaám - das wir noch besuchen werden - oben und rechts daneben das Große Metéorakloster - welches am Dienstag leider geschlossen war.



















Metéora kommt von "in die Höhe heben" und hat den gleichen Wortursprung wie das Wort Meteor. Wie man sieht, ist man hier dem Himmel etwas näher - und war jahrhundertelang den Frauen fern. Ein Teil der Klöster ist heutzutage nur noch bewohnt, weil sie im 20. Jhdt. von Nonnen wiederbelebt wurden.




Blick Richtung Rousánou-Kloster.









Die Umgebung wird aktiv als Kuhweide genutzt, eine stand auf der Straße als wir vorbei wollten. Es wird alles eher gelassen genommen.




Zum Kloster Varlaám überquert man diese Brücke.














Im Hintergrund wird gebaut.




Vieles an den Klöstern ist neu oder erneuert, doch hier steht eine Kirche mit alten Fresken - drinnen ist fotografieren stets verboten.




Zudem bieten Klostermuseen einen Einblick in alte Artifakte von Ikonen (der links ist doch echt süß) bis Handschriften - auch osmanische fanden sich.









Und eine Bahn!




Der alte Windenturm, wo schwere Lasten heraufgehievt werden. In einem Raum daneben befand sich ein riesiges 12000-Liter-Holzfass.









Der Turm von außen.




Beim Großen Metéorakloster schauten wir zumindest vorbei, auch hier existiert eine Lastseilbahn neben dem alten Windenturm.














Auf der anderen Seite des Berges kurvt man in das Dorf Kastraki hinab - gleich am Eingang befand sich eine empfohlene Taverne, diese hatte geschlossen. Doch in der nächsten an der Straße nahm man sich unserer an. Schon war es kühl zum draußen Sitzen - unsere Unentschlossenheit brachte uns einen kleinen Nachteil beim Servieren der Speisen, aber letztendlich genossen wir wie immer ein sehr gutes Mahl.




Wir fuhren durch Kalambaka zur Pension, nun war es schon Zeit für den Zug (zu der Jahreszeit verkehrt hier nicht mehr bei Tageslicht). Schnell das Zimmer mit eingebautem Kamin bezogen, dann ging ich hinunter zur Strecke durch den Ort. Auf Google Street View hatte es etwas freier ausgesehen: auf einer Seite des Gleises befand sich ein hoher Zaun, auf der anderen Büsche. Also zog ich vor zum Bahnübergang zu gehen, der sich als echt amerikanisch herausstellte. Produziert von Safetran Systems Corp., Louisville, Kentucky, die viele US-Strecken ausgestattet haben und 2013 von Siemens übernommen wurden.

Übrigens gibt es bei Louisville lustigerweise auch eine Verbindung zu einer meiner Lieblingsbands (die alles von Swing bis Heavy Metal spielt und mit Weltklasseleuten besetzt ist - kauft es, wenn es euch gefällt :0)): https://youtu.be/n6tvASVy5pk?t=20m22s





Die für Amerika passenden Scheinwerfer aktiviert, unter passenden Felsen - und die Sonne kam auch noch zart heraus.




Schnellzug 885 nach Athen fuhr pünktlich um 17:32 an Maxi- und Miniklosterversionen vorbei ab.






25. 10. 2017


Am nächsten Morgen wurde Frühstück erst ab 8 serviert, was mit der Zugabfahrt um 8:19 etwas knapp war, aber es ging sich aus. Ich wählte die Stacheldrahtseite, wo ich die Kamera mit aktiviertem Bildschirm über Kopf halten musste.




Fünf Minuten verspätet hörte man es pfeifen, und Zug 590 nach Thessaloniki (Baureihe 621 gebaut von MAN / Hellenic Shipyards 2005) düste alsbald vorbei. Statt der rechten Lampe - aus deren Sockel glaube ich ein Fetzen herausschaute - nahm man eben den Zugschluss.



Ab jetzt beginnt der Bahn-Fotourlaub! :-)
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Bilder und Fotoberichte / Mythischer Südosten '17 - 16: Kentauren und Argonauten (50 B.)
« Letzter Beitrag von Roni am 13. November 2017, 21:20:27 »
Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Antiker Südosten '17 - 15: Von Neu bis Alt um Athen (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3860.0


Das Video zu dem Teil (bitte auf 1080p Qualität / Vollbild stellen):
https://youtu.be/ycE1bWePImU





22. 10. 2017

Treffen der Ingenieure: "Was gibt's bei uns no net?" - "Wos'n?" - "Eine Eisenbahn AUF DEM Strand!" ...




Panorama des Extreme Rail Enthusiast Vacation Spots bei Megara mit Proastiakos 1307 Kiato - Athen. Rechts eine ungenutzte Fahrbahn der Küstenstraße, die Autobahn verläuft darüber. Dazwischen rechts oben die Meterspurtrasse Richtung Peloponnes.




Gut gepflegtes Denkmal unterhalb der alten Bahn.









In ländlichen Gegenden gibt es manchmal Sammelbriefkästen, in anderen Dörfern wird die Post einfach in der zentralen Taverne abgeliefert.




Vom Taxidrom zurück zum Sidirodrom - ein Desiro an der Küste.














Zug 1306 fuhr an den Anglern vorbei Richtung Kiato. Über dem Zug die Straße(n), dann folgt die Meterspurstrecke. Bei den Küstenstellen konnten schon früher bekannte Bilder gemacht werden, z.B.: http://railpictures.net/photo/206007




Danach war die Zeit am Strand abgelaufen, ich joggte zur Station Megara.




Gleich nach meinem Eintreffen erwischte ich Zug 1309 zurück nach Athen. In Asprópyrgos - mit Verbindung zur Neo Ikonio Hafenbahn - sah ich ein MLW-Doppel mit Containerzug auch am Sonntag stehen.
Am Athener Zentralbahnhof wurde für die Elektrifizierung bis Piräus geworben.









Treffen gesäuberter Desiros.




Der alte Hausbahnsteig mit blankgeschliffenen Steinen - man beachte die angedeuteten ionischen Kapitelle an den Stahlträgern.
Heute endet nur dieses Stumpfgleis kurz davor.




Der Athener Larissabahnhof - nun OSE-seitig in "Athens Central" umgetauft - eigentlich in Kleinstadtdimension. Davor wirbt ein Busunternehmen für Fahrten Richtung Albanien.
Zur U-Bahn muss man erst ein paar Treppen hinauf, dann geht es hinunter - womöglich, damit kein Autofahrer die Abkürzung in den Hades nutzt?




In der Metro wird noch die Originalbezeichnung verwendet - und an alte Zeiten erinnert.




Kunstwerke und die 2014 in Betrieb genommenen neuesten Züge von Hanwha-Rotem.




In meine Richtung kam eine Garnitur der ersten Generation, von Alsthom-Siemens-ADtranz im Jahr 2000 gebaut.




Mischlinge des Tages:
Am Karaiskaki-Platz: Van Hool A300T/Sfakianakis Trolleybusse unterwegs ohne Nutzung der Oberleitung.
Später in Tithorea: Abgestellte A251-261 der OSE (11 Maschinen MÁV M41 (aktuell 418) waren 1982 von Ganz-Mávag geliefert worden).




Nach dem Mittagessen begaben wir uns mit Gepäck zurück zum Bahnhof für IC 56 um 14:18 Richtung Thessaloniki. Die Bilder stammen jedoch von der Abfahrt des IC 52 vier Stunden früher.




Eine Dame erwartete diesen Herren schon am Führerstand (Rollenverteilung nicht ganz bekannt) von 220 011 (ADtranz DE2000, gebaut 1997 - 2004, urspüngliche Bezeichnung A471-496).




IC 52 war doppelt bespannt mit 220 017. Es blieb mir keine Zeit, auf den anderen Bahnsteig zu wechseln, denn schon gellten Abfahrtspfiffe.
Links hinten der alte Bahnhof mit aktuell gleislosen Bahnsteigen.




Das ist die OSE-Fernverkehrslackierung seit mehr als einem Jahrzehnt, daran muss man sich eben gewöhnen. Die "Kioleidika"-Fernverkehrswagen basieren auf dem SGP Modularwagen-Design, gebaut ab 2004 von N. Kioleidis und Hellenic Shipyards in Zusammenarbeit mit Bombardier und Siemens in fünf Ausführungen: 2. Klasse Großraum, 2. Klasse Abteil, 1. Klasse, 1. Klasse mit Gepäckabteil und Speisewagen (welche auch brav in gesichteten ICs mitgeführt wurden).




Ich hatte alle Fernverkehrsfahrten schon online gebucht, was sehr einfach geht: http://www.trainose.gr/en
Man kann sich genau die Plätze im Sitzplan auswählen, meine Wahl fiel falls vorhanden auf den Abteilwagen. Unser IC 56 wurde bald aus Richtung Rentis bereitgestellt, wir hatten das Abteil bis Lianokladi für uns, dann kam noch ein Junge dazu. Die meisten Impressionen unterwegs filmte ich nur (siehe Video), denn die interessanten Stellen würde ich ohnehin später noch am Boden besuchen. Einen Teil der Fahrt befand sich die interessante Seite am Gang, allerdings herrschte reger Verkehr zum Speisewagen daneben, so dass sich häufig Leute vorbei zwängen mussten. Von Lianokladi bis Domokos schaute man dann besser aus dem Abteil links hinaus. Zwischen Ligaria und Stirfaka passierten wir eine Stelle, wo die Altbaustrecke die Trasse der neugebauten Bahn vor einem Tunnel unterbricht - hier wird man nicht so leicht beide parallel bis zur Umstellung betreiben können: https://goo.gl/maps/VxdBDVkqc4L2
Während die praktisch fertige südliche Neubaustrecke Tithorea - Lianokladi durch den 9 km langen Kallidromo-Tunnel im Vergleich zum Altbau unspektakulär verläuft (der Druckausgleich der Wagen ist übrigens mehr schlecht als recht, die Tunnelstrecke ohne neue Fahrzeuge wird ein Spaß), erfolgte der nördliche Abschnitt über das Othris-Gebirge wesentlich spektakulärer als die alte Strecke - hier wird man in Zukunft tolle Fotos machen können. Wie auf dem Präsentierteller wurden auch die Brücken hinab in die thessalische Ebene errichtet - an einer bei Ekkara wird jedoch ebenfalls noch gebaut.




Die Kreuzung vor Ekkara mit dem etwas verspäteten IC 59 kostete Zeit, anschließend folgte ein im Fahrplan nicht berücksichtigter Loktausch von 220 022 auf eine E-Lok der Baureihe 120 in Paläofarsalos. Die Gesamtverspätungen Athen - Thessaloniki betrugen meist 30 - 60 Minuten, das liegt aber auch an einem unrealistisch berechneten Fahrplan. Die aktuellen Verspätungen für heute kann man übrigens in der Online-Abfrage sehen, allerdings werden die Werte manchmal nicht upgedatet.
Mit etwa einer halben Stunde Verspätung kamen wir in der Dämmerung am geplanten Ziel Larissa an, über der Ebene sah man die Umrisse des Olymps thronen. Eine Taxifahrerin brachte uns zum Parkhotel im Zentrum.




23. 10. 2017

Am nächsten Morgen ging es nach einem guten Frühstücksbuffet - das übrigens auch in Griechenland Standard geworden ist - per Taxi zu Hertz, um einen nagelneuen Peugeot 208 für die nächsten Tage abzuholen. Ursprünglich hatte ich für drei Tage bis Mittwoch gebucht, doch die Wettervorhersage veranlasste mich zu einer Verlängerung bis Freitag Abend, denn erst dann sollten die Ausläufers des Tiefs über Europa komplett vorbeigezogen sein. So fuhr ich aber nun nicht sofort meines Eisenbahnfotografen-Weges, sondern wir hatten zwei Tage Urlaub mit etwas Besichtigung vor uns. Dafür musste ich bei der Rückreise Abstriche machen und Geplantes auf ein anderes Jahr verschieben. Aber der erste und einzige Besuch an der griechischen Bergstrecke, die sehr bald für immer verloren sein würde, war natürlich wichtiger.
Nach einem Volltank-Stopp düsten wir auf Autobahn und alter Schnellstraße sowie der am Pilion plötzlich endenden Umfahrungsstraße um Volos, daraufhin kurvte ich meinen ersten griechischen Berg hinauf. Unser Ziel war DAS typische osm... griechische Dorf, Makrinitsa, welches sich über 500 Höhenmeter am Hang des Pourianos oberhalb von Volos erstreckt. Man stellt den Wagen am Dorfeingang ab, schon außerhalb der Touristensaison ist Platz äußerst rar (nicht verbessert durch Einheimische, die beispielsweise die Straße zur Lagerung ihres geschlagenen Holzes nutzen) - keine Ahnung wie das im Sommer funktioniert.

Das Dorf besteht fast nur aus Herrschaftshäusern in typischem pilioritischem Stil mit markanten Steindächern. Im Hintergrund der Pagasitische Golf.




Zu sehen waren nur wenige Touristen, diese Damen besuchten eine Hochzeit.




Die Gasse ist flankiert von Souvenirgeschäften - ich wusste gar nicht, dass Baseball so populär in Griechenland ist... aber offensichtlich war für die olympischen Spiele tatsächlich eine Amateurliga ins Leben gerufen worden.




Der Dorfplatz mit uralten Platanen, vom einstigen Premierminister Eleftherios Venizelos "Balkon des Pilion" genannt.




Die Kirche war während der Blütezeit des Ortes im 18. und 19. Jahrhundert errichtet worden, unter Nutzung von Teilen eines mittelalterlichen Klosters, welches dem Dorf seinen Namen gegeben hatte.









Etwas Moschee wird hier vermutlich auch dabei sein.









Wir wurden von Sonnenstrahlen beglückt, unten Volos.




Eine typische Dachkonstruktion.




Wir folgten den Stiegen zu einem Café - doch es ging immer weiter, einige "Stockwerke" tiefer, bis wir es tatsächlich fanden. Es sollte sich als Glücksgriff erweisen, denn obwohl wir weit und breit die einzigen Gäste waren und etwas warten mussten, wurden wir vorzüglich bewirtet. Abgerundet wurde das Ganze von gratis serviertem Kuchen und bosn... türk... griechischem Kaffee.




An der Einfahrt in das Dorf Portaria befindet sich der "Pfad der Kentauren" - angesichts der Umgebung kann man die Sage auch nachvollziehen.




Unten an der Küstenstraße hatte ich auf Google Street View Reste der schmalspurigen Pilionbahn entdeckt, die ganz fotogen gelegen waren.
Die Museumsbahn Ano Lehonia - Milies verkehrt auch im Oktober, jedoch nur am Wochenende - also wusste ich schon, dass ein Besuch bei der Reise nicht einzubauen war:
http://www.trainose.gr/en/tourism-culture/train-and-recreation/the-pelion-train

https://de.wikipedia.org/wiki/Pilionbahn

Im Regen stiegen wir aus, von hier kommt man hinunter zu einem Strand. Trotz des Wetters badeten einige Einheimische - die Temperaturen hatten bis kurz davor noch 30 Grad betragen, das Meerwasser war also Ende Oktober noch entsprechend warm.




Das wäre ein schöner Abschnitt - er wurde 2004 - 2007 museumsmäßig befahren, doch nach Unwetterschäden nicht mehr instand gesetzt.




Aufgrund des Regens fuhren wir nicht an der Küste weiter, sondern wollten uns das an sich sehr sehenswerte Museum in Volos anschauen - dieses hatte natürlich am Montag geschlossen. Doch ein Hafenspaziergang geht immer.









Wir kehrten in einer Hafentaverne ein - zwischenzeitlich kam wieder die Sonne raus, denn es war Mythos o'clock! Trotz von Mittag vollem Magen konnte ich den vom sympathischen Wirten aufgetischten Köstlichkeiten nicht widerstehen, schließlich war das mein letzter Tag am Meer auf dieser Reise.




Die Argonauten sollen von hier in See gestochen sein.




Auf dem Weg zurück zum Volos Palace Hotel machte ich einen Abstecher Richtung Bahnhof.




Ein Normalspurgleis hatte einst zum Hafen geführt.




Der Bahnhof ist sehr sehenswert, er wurde vom italienischen Ingenieur (welcher ebenfalls für den Bau der Pilionbahn zuständig war) und späteren Direktor der Thessalienbahn, Evaristo De Chirico (dessen bekannter Sohn Giorgio in Volos geboren wurde), 1884 im neoklassischen Stil errichtet.




Ein kleines Eisenbahnmuseum existiert hier ebenfalls.














220 025 stand neben einigen Baufahrzeugen abgestellt. Der Triebwagen aus Larissa sollte erst nach Einbruch der Dunkelheit zurückkehren.




Am Bahnhofsvorplatz: das Schmalspurgleis der Pilionbahn.



Nächstes Mal: wieder etwas komplett anderes - bis dann! :-)
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MSTS - Downloads / Neues aus Deutschland "ES64F4"
« Letzter Beitrag von DarkFox am 13. November 2017, 16:55:12 »
Guten Abend, MSTS Gemeinde.

Eine Welle an Fahrzeugen ist aus dem Werk München Allach von Siemens ausgefahren und sind ab sofort fahrbereit.






Die Lokomotiven sind auf ORTS BR 189/ES64F4 erhältlich.

Mit freundlichen Grüßen
DarkFox
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