Autor Thema: Kuba 2003 II... Das Schicksal von Atlantis (50 B.)  (Gelesen 2769 mal)

Roni

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Kuba 2003 II... Das Schicksal von Atlantis (50 B.)
« am: 27. Februar 2013, 18:46:41 »
Hallo!


Zum vorherigen Teil der Serie:
Vor zehn Jahren III ... Wo geht es am besten nach Kuba? (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3415.0



Wir setzen unsere Erkundung auf Paradise Island, Nassau, am 15. 2. 2003 fort.

Die "Royal Towers" eines der größten Hotelkomplexe der Welt, des Atlantis Paradise Island, dazwischen lag eine enorme künstliche Lagune. Die Brückensuite zwischen den Türmen war damals die teuerste der Welt, eine Übernachtung kostete $25000.




Das Besondere am Hotel ist der Bau in ein Aquarium hinein, hier eine Wasserrutsche...




... welche direkt durch ein Haifischbecken führte.









Im Kellergeschoß hat man durch Glasscheiben Einblicke in die künstliche Unterwasserwelt.




Sogar große Rochen waren hier anzutreffen.




Am Abend verließ die Costa Atlantica in einer schnellen Kurve mit Schieflage Nassau.




Zurück in der Realität der tatsächlichen Häuser der Einwohner.




Den 16. 2. 2003 verbrachten wir wieder auf Paradise Beach, meine Cousins mussten kurz vor der Abfahrt noch mit von einem Rastafarier gemieteten Jetskis herumdüsen, es wurde knapp mit der Zeit.




Doch wir schafften es noch rechtzeitig zum Cubana Flug nach Havanna, einer Jak-42 (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Jakowlew_Jak-42 ).




Das nicht ganz vertrauenswürdige Flugzeug füllte sich rasch, wir kamen auch ins Gespräch mit Leuten, teils aus den USA, die ihre Verwandten in Gefangenschaft auf Kuba besuchten. Vor dem Abflug strömte Dampf durch die Klimaanlage unter den Sitzen hervor, sehr beruhigend... ;-)




Doch wir erreichten Havanna pünktlich am Abend und nahmen ein Taxi zu unserem schon vorher telefonisch bestellten und dann aufgrund der Verspätung verschobenen Privatquartier. Raul, unser Gastgeber, ein nicht mehr ganz junger Sohn eines Diplomaten, vermietete seine Wohnung in einem betuchteren Viertel der Stadt (hier, in der Calle (Gasse) L: http://goo.gl/maps/oiztR ). Danach gingen wir mit ihm noch in ein befreundetes Privatlokal. Diese wurden zu den staatlichen Ketten hinzu erlaubt, jedoch nur mit einer limitierten Zahl an Gästen. Da diese durch uns ein wenig überschritten wurde, mussten wir uns hineinsetzen. In diesem geschlossenen Rahmen waren natürlich auch offenere Diskussion möglich, wir fragten Raul sofort über seine Meinung zu Fidel Castro. Dieser meinte diplomatisch, dass es sowohl gute als auch schlechte Seiten gäbe. Aufgrund der Anstellung seines Vaters hatte er wohl kein schlechtes Leben.

Nach der ersten Nacht auf Kuba, der erste Blick aus dem Fenster - gleich genial mit alten Ami-Schlitten und einem klassischen Hochhaus, entweder aus amerikanischer Zeit oder ein sowjetischer Nachbau.




Während sich die anderen noch für das Frühstück herrichteten, machte ich eine kleine Schnuppertour hinaus. Unsere Nebengasse mündete bald in den bekannten "Malecón", die Uferhauptstraße im Westteil Havannas.
Einen Stadtplan findet man hier: http://www.weltkarte.com/uploads/pics/stadtplan-havanna.jpg , wir wohnten gleich neben der "Interessenvertretung der Vereinigten Staaten".




Dies erklärte wohl auch dieses Propagandabild, das erste von vielen, die mir auf dieser Reise begegnen würden.
"Meine Herren Imperialisten, wir haben absolut keine Angst!". Ebenso befand sich gleich daneben die "Tribuna Antiimperialista José Martí".




Zurück in meiner beschaulichen Gasse fand ich einiges Interessantes, noch aus Al Bundy-Zeiten waren meine Cousine und ich absolute Dodge-Fans. Schon bei der Amerikareise davor haben wir kein Exemplar gefunden, selbst die neuesten, die kein bisschen rostig waren! ;-)




Ein wahnwitziges Potpourri an historischen Gefährten vor dieser alten Villa.




Das ist die vorher genannte "US Interests Section" - umringt von einer Heerschar kleiner Fidels.




Die kubanische Schönheit am Balkon darf natürlich nicht fehlen.




Anschließend brachte uns ein Taxi für den ersten Besichtigungstag in das Zentrum. Es war der türkise Schlitten, hier im Hintergrund, drinnen gab es natürlich kein Platzproblem für uns sechs.




Die Monumentalbau-Sektion der Hauptstadt, im Hintergrund das Kapitol.




Blick über die Bahía de la Habana auf die Fortaleza de San Carlos de la Cabaña, dort lag einst Ches Amtssitz.




Wir bewegen uns in die Altstadt Habana Vieja, mehr darüber kann man hier lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Habana_Vieja




Typischerweise wurde am sowjetischen Vehikel gewerkelt, nicht am Ami-Oldtimer. In Kuba wird generell nur repariert, bis eine Sache wieder funktioniert.




Die Kathedrale von Havanna.




Eine eher deprimiert wirkende Straßenband.




Auf der Plaza de Armas.




Das Castillo de la Real Fuerza ("Festung der königlichen Streitkräfte"), auf dem Glockenturm befindet sich "La Giraldilla", eine Frauengestalt mit Wetterfahne, das Wahrzeichen Havannas. Allerdings ist dies nur eine Kopie, das Original werden wir später im Museum sehen. Bekannt wurde es im Westen als Symbol von Havanna Club Rum.




Blick von der Festung auf den Stadtteil Casablanca, wo ich zwei Tage später mit dem Zug abfahren würde. Auf dem Hügel darüber befindet sich der 20 Meter hohe Cristo de La Habana.




Habana Vieja ist in einen schicken Teil mit touristischen Sehenswürdigkeiten eingeteilt, und in jenen, in dem tatsächlich Kubaner wohnen.




Die Gasse Cuba durchquert den ganzen Stadtteil von Norden nach Süden.




Man hat sich schon an die Bedürfnisse der Touristen angepasst...




Ein echter "Perro caliente" (hoffentlich nicht ;-)).




Einer von vielen schönen Innenhöfen Havannas, im Franziskaner-Konvent.




Gleich dahinter findet man hier: http://goo.gl/maps/moNAO einen alten sechsachsigen Eisenbahnwaggon als Denkmal ausgestellt, leider war er zu dem Zeitpunkt verschlossen.




Die Geschichte des Waggons "Mambí" ("Mambí" wurden im 19. Jhdt Unabhängigkeitskämpfer während des Befreiungskampfes gegen Spanien genannt): Ursprünglich wurden drei der Type vom Präsidenten der Pennsylvania Railroad Company beschafft, Wagen Nr. 99 gelangte 1902 nach Kuba und diente einigen Staatspräsidenten als Salonwagen, darunter auch zuletzt vor der Revolution Batista. Mehr Informationen (auf Spanisch) mit Bildern der Inneneinrichtung findet man hier: http://modelismocubano.com/2010/12/21/coche-mambi-reliquia-del-ferrocarril-cubano




Die Plaza Vieja, altes Kriegsgerät wurde gerne als Strassenbegrenzung genutzt.




Das galt auch für Moderneres...




Zurück im "echten" Havanna, hier merkte ich die größte Bevölkerungsdichte auf der Reise.




Vor einer Schule.




Mit meinen stets neugierigen und interessierten Verwandten schaute ich hinein.




Gespräch mit der Direktorin, an die Wand war wohl ein Zitat aus einer der immer stundenlangen Reden des "Máximo Lider" gemalt worden, jeder kann sich selber ausmalen, was es heißt.




Ein Klassenzimmer.




Weiter in den engen Gassen von Habana Vieja.




Manche würden ein Vermögen für den Inhalt dieser Garage bezahlen.









Yo, mon, Party heute Abend! ;-)




Wir näherten uns den Gütergleisen und Lagerhallen der Estación Central.









Alles gut abgesperrt und bewacht.




Mit dem schönen Gebäude des Hauptbahnhofes geht es im nächsten Teil weiter... :-)
lg,
Roni

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DarkFox

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Re: Kuba 2003 II... Das Schicksal von Atlantis (50 B.)
« Antwort #1 am: 27. Februar 2013, 19:38:07 »
Hallo Roni!

Vielen Dank für die schöne Reportage von Kuba. :)

Freue mich schon über die Fortsetztung.

Mit freundlichen Grüßen
DarkFox

messermoser

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Re: Kuba 2003 II... Das Schicksal von Atlantis (50 B.)
« Antwort #2 am: 28. Februar 2013, 13:44:00 »
Kuba wie ich es inErinnerung habe.

Danke nochmals und freu auf mehr
Schoenen Gruss aus Bali
Peterle


Speedy

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Re: Kuba 2003 II... Das Schicksal von Atlantis (50 B.)
« Antwort #3 am: 01. Mai 2013, 23:03:44 »
Auch hier wieder phantastische Berichte...
Sogar mein erstes Auto habe ich wieder gesehen...
Einen Lada  ;D Das waren noch Zeiten...

Immer wieder ein Genuß Deine Bilder...
Bei uns läuft alles...

...bald laufen auch Sie ! ! !