Autor Thema: Kuba 2003 VII... Von Camagüey Ostwärts (50 B.)  (Gelesen 1239 mal)

Roni

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Kuba 2003 VII... Von Camagüey Ostwärts (50 B.)
« am: 04. Februar 2014, 22:01:31 »
Hallo!


Zum vorherigen Teil der Serie:
Kuba 2003 VI... Trinidad - Sancti Spíritus (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3556.0



23. 2. 2003

Wir befinden uns kurz nach Mitternacht auf den belebten Straßen von Camagüey, ein bisschen über die Stadt kann man hier erfahren: http://de.wikipedia.org/wiki/Camag%C3%BCey




Wir erkundeten das Zentrum bei Nacht, wie in einigen kubanischen Städten ließen sich Überreste eines Straßenbahnsystems entdecken. Mehr über die Geschichte der Straßen- und Eisenbahnen Camagüeys findet man hier (auf Englisch): http://www.tramz.com/cu/cm/cm.html




Die Feuerwehr.




An der Plaza de los Trabajadores, "Hasta Siempre" klingt da in den Ohren mit.




Leuchtet gut bei der ansonsten stromsparenden Beleuchtung.




Nach einer Runde Schlaf in der Privatunterkunft war ich wieder früh auf den Beinen, während meine Verwandten noch schlummerten, und besuchte den Hauptbahnhof - oder sollte man besser sagen: die Hauptbahnhöfe?




Denn dieser ist etwas sehr seltsam unterteilt, einerseits entlang der Hauptstrecke Havanna - Santiago de Cuba durch mehrere Bahnübergänge, hier ist die westlichste Sektion der Station zu sehen.




Andererseits durch eine Abzweigung, an der wiederum noch ein moderner Terminal neben dem Busbahnhof stand. Der Sinn dieses Bahnhofes kann sich mir bis heute auch nach intensivem Studium von Google Maps nicht erschließen, denn aufgrund der Zugdichte wurde definitiv nicht noch ein Bahnsteig benötigt. Und die Stichstrecke führt heutzutage nirgendwo hin, nur zu einem Gleisdreieck - die Nebenbahn zur Hafenstadt Camagüeys, Nuevitas, zweigt nämlich etwas weiter östlich ab. Original dürfte die Strecke hier gerade weitergegangen sein, bis Gebäude und Straßen in den Weg gebaut wurden. Hier ein Blick auf die Situation: https://goo.gl/maps/dS9YJ




Eine "Caboose".




Auf den Abstellgleisen der östlichen Bahnhofshälfte standen TEM2-K #81025 und #81015 abgestellt. Dies sind für Kuba gefertigte Versionen der sowjetischen TEM2.




Dahinter fanden sich Triebwagen und -anhänger, leider ging durch den Zaun nicht mehr.




Hier kann man noch die kyrillische Aufschrift TEM2-K erkennen.




Ein schon voller "Bus" nach Las Tunas.




Angrenzend lag der moderne Bahnsteig an der Abzweigung, warum genau hier die Leute warteten? Fragen über Fragen... Bald kam noch eine TEM2-K.




Ich wurde von der Crew der #81024 entdeckt.




Pause vor der Revisión de Locomotoras.




Ich konnte mir die Lok genauer anschauen, damals war ich noch in der Phase, in der ich vor allem Eisenbahnen fotografierte um Texturen für den MSTS zu sammeln. ;-)









Blick Richtung östlichem Bahnhofsteil. Dieser war als einziger abgesperrt, ich fragte einen Wachmann, doch der Zutritt wurde mir verwehrt.




Am großen Warnschild war eine TE114-K abgebildet, die bekam ich bei meinem Kuba-Aufenthalt leider nie zu Gesicht. Aber die Malerei war wieder einmal kreativ ambitioniert und authentisch.




Hier befand sich eine modernere (bzw. überhaupt eine) Schrankenanlage.









Ein letzter Blick nach Osten.




Und Westen.




Dann musste ich zurück ins Privatquartier und verabschiedete mich von der "Uhreninspektion" - ach ja, Fahrverbot herrschte natürlich am Bahnsteig mit schönem altem Holzdach.




Nun waren die Verwandten schon wach, nach einem üppigen Frühstück setzten wir uns noch kurz zum Vermieter ins Wohnzimmer bis alle mit dem Zusammenpacken fertig waren. Damals residierte der "Máximo Líder" noch im Amt und weilte während unseres Aufenthaltes in China. Im Fernsehen wurde gerade eine seiner oft stundenlangen Reden übertragen.




Vor der Weiterfahrt füllten wir noch unseren Vorrat an "schwarzem Gold" auf - nicht vergessen, beim Eichhörnchen tanken! ;-)
Tatsächlich darf man in Kuba als Tourist nur in gewissen Tankstellen an die Zapfsäule - dies sollte uns später auch einmal fast zum Verhängnis werden.




Unterwegs machten wir die Bekanntschaft mit einem echten Vaquero ohne sein Ross, ich habe wohl sonst noch nie jemanden derart o-beinig gehen gesehen.




Kühe fanden sich es genug, allerdings durfte Vieh nicht vom Bauern geschlachtet und nur an den Staat verkauft werden. Heutzutage gibt es nach den neuen Privatisierungsbestimmungen auch privatwirtschaftliche Agrarbetriebe.




Wir besuchten einen Bauernhof, Kakteen wurden gerne statt Zäunen genutzt.




Auf Kuba wird hauptsächlich Schweinefleisch gegessen.




Der "Guajiro" bei der Arbeit - offensichtlich würde sich durch die Einführung der Sense ein Haufen Geld machen lassen, jedenfalls bemerkte ich keine auf Kuba. Dafür arbeiteten immer wieder Leute mit Macheten am Boden, man könnte sie ja eventuell auch einfach an einen Stock binden um den Rücken zu schonen?




Blicke ins Bauernhaus.














Wir erreichten als Zwischenziel einen Strand an der Nordküste, hier stand ein abgenutzter Ami-Kreuzer offen da.




Durch das trübe Wetter kam nicht ganz Karibik-Atmosphäre auf.




Auch die Wiener Hausmeistertypen dämpften den Exotik-Faktor beträchtlich.




Eine klassische 1950er Kühlerfigur.




Nun ging es wieder auf Achse Richtung Santiago de Cuba.




Einzige Eisenbahnsichtung unterwegs blieb dieser Triebwagenanhänger in Las Tunas.




Bald wurde es jedoch wieder dunkel, in einer Kleinstadt trafen wir auf ein Straßenfest. Wer errät, welche Autos unsere waren? ;-)




Es war das 50. Jubiläumsjahr der ersten von Castro versuchten gescheiterten Revolution in Santiago am 26. 7. 1953 (natürlich nachträglich als "Victoria" betitelt), siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Bewegung_des_26._Juli




Spanferkel wurde in der Menschenmasse angeboten, ich probierte ein Würstchen, das sich jedoch als ungenießbar erwies.
























Ob das auch echte Disneylizenzen sind? Großes Feature des Schiffes war neben dem Steuerrad ein rotes Telefon (mit Verbindung nach Moskau?) ...




Wir düsten weiter durch die Nacht, wieder mit einigen Schreckmomenten. Hier eine Baustelle, die nur durch eine Fackel gesichert war - aber wenigsten gab es hier eine. Kurz darauf rollten wir auf eine unfertige Brücke zu, die umfahren werden musste, was aber absolut nicht gekennzeichnet war. Die Damen - zu dem Zeitpunkt auf der Rückbank - begannen zu kreischen, erst im letzten Moment konnten wir vor dem Abgrund bremsen.


Letztlich erreichten wir unser Privatquartier in Santiago de Cuba. Nächstes Mal geht es weiter mit meinem morgendlichen Ausflug zum Bahnhof der zweitgrößten Stadt der Insel.
lg,
Roni

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messermoser

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Re: Kuba 2003 VII... Von Camagüey Ostwärts (50 B.)
« Antwort #1 am: 06. Februar 2014, 16:16:38 »
Tolle Bilder

Danke
Schoenen Gruss aus Bali
Peterle


DarkFox

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Re: Kuba 2003 VII... Von Camagüey Ostwärts (50 B.)
« Antwort #2 am: 08. Februar 2014, 10:13:06 »
Hallo Roni,

deine Bilder überzeugen mich mehr, Fotografie zu machen, außer Eisenbah, Landschaftsbilder. :)

Ich hoffe selbst, dass ich selbst mal soweit komme. ;)

Mit freundlichen Grüßen
DarkFox

Roni

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Re: Kuba 2003 VII... Von Camagüey Ostwärts (50 B.)
« Antwort #3 am: 09. Februar 2014, 11:55:18 »
Hallo!

Danke euch!  :)
lg,
Roni

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