Autor Thema: Kuba 2003 IX... Santiago - Mit Kanonen und Raketen (50 B.)  (Gelesen 1047 mal)

Roni

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Hallo!


Zum vorherigen Teil der Serie:
Kuba 2003 VIII... Guten Morgen, Santiago! (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3561.0


24. 2. 2003

Wir kehren zur interessanten Ex-Straßenbahnkreuzung im Zentrum von Santiago de Cuba zurück, nähere Information gab es ja schon im vorherigen Berichtsteil.




In den Straßen der Innenstadt ließ sich noch das Flair der vorrevolutionären Periode spüren.
Mehr zur Stadt: http://de.wikipedia.org/wiki/Santiago_de_Cuba




Nicht nur notdürftig reparierte Ami-Kreuzer waren auf Kuba zu finden, als Touristentaxis fanden sich auch wunderbar restaurierte Exemplare. Hier befinden wir uns am Hauptplatz von Santiago, dem Parque Cespedes, benannt nach einem Freiheitskämpfer aus dem 19. Jahrhundert. Im Hintergrund das älteste Haus Kubas, die Casa de Don Diego Velázquez von 1516, welcher Santiago gegründet hatte.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Diego_Vel%C3%A1zquez_de_Cu%C3%A9llar









Im Innenhof des alten Hauses, das heutzutage ein Museum ist.









Die feinstrukturierten Holzfenster faszinierten besonders.




Blick auf die Kathedrale.




Das Rathaus der Stadt, von dem Balkon aus verkündete Fidel am 1. 1. 1959 die Revolution.




Fensterdurchblicke.




Holzdecke und "Zimmerkanone"...




Von der Dachterrasse des Hotels Casa Granda (ja, "a") erhält man schöne Überblicke.




Im Hafen war die Situation unverändert.




Auch am Hauptbahnhof dürften sich die abgestellten Waggons seit der Früh keinen Zentimeter bewegt haben.




Die stilvolle Anlage des Platzes.




Wir erkundeten weiter, hier ein "Stadtbus".




Familientransport.









Wieder einmal einiges an Propaganda - doch sollte man noch den Eindruck haben, Kuba wäre ein egalitäres Paradies: durch unseren Besuch des Bahn-Buchungsbüros wurde dies endgültig zerstört. Ich hatte vor noch ein wenig mehr Bahn aus Kuba mitzunehmen und versuchte auszuloten, ob eine Rückfahrt aus dem Osten der Insel nach Havanna möglich wäre. In der Stadt findet sich die Bahnagentur, als wir sie betraten bot sich folgendes Bild: ein Raum, einige Reihen Klappsessel, die meisten von Einheimischen belegt, im Hintergrund ein Schreibtisch mit den Beamtinnen.
Davor zwei leere, protzige Lederfauteuils.
Kaum waren wir Touristen eingetreten, wurden wir - von allen angestarrt - genau zu diesen Möbeln gelotst und setzten uns mit etwas verschämtem Gefühl hin. Natürlich kamen wir sofort an die Reihe, ich möchte nicht wissen wie viel Zeit ihres Lebens manche der Kubaner schon dort wartend verbracht haben. Doch leider führte auch die Luxusbehandlung wie so oft auf Kuba zu nichts. An Informationen ist praktisch nicht zu denken, an Fahrpläne zu kommen - lachhaft. Als ich fragte, ob es möglich wäre übermorgen von Las Tunas oder Umgebung nach Havanna zu gelangen, lautete die einzige Antwort: "Geht nicht!"
Na gut, das war es mit den restlichen Bahn-Träumen auf der Insel...




"Revolution bedeutet Aufbauen".




Stadt-LKW mit 12 Sitz- und 8 Stehplätzen. Fahrpreise: vernachlässigbar.




Die Moncada-Kaserne ist heutzutage ein nationales Denkmal und Museum, hier begann die (zunächst fehlgeschlagene) Revolution am 26. 7. 1953, symbolisiert durch die rekonstruierten Einschusslöcher. Leider war sie zu dem Zeitpunkt geschlossen und wurde von einem besonders feurigen Drachen bewacht.




Monumental-Denkmal für José Martí.




In der Cafeteria La Victoria wurde einem noch ein glückliches neues Jahr gewunschen... mit etwas grummeliger Bedienung.
"Santiago - früher rebellisch, heute gastfreundlich, immer heroisch" - der offizielle post-revolutionäre Stadtslogan.




Willkommen in Klein Harlem!




Präzisionsnähen vor dem "Servicemarkt".




Im "Servicemarkt" - hier gab es alles von Reparaturen bis Haare Waschen.









In der Radiowerkstatt, man beachte auch die Arbeitszeiten - besserer Service als oft hierzulande!




Äußerst gefährliche Gegend mit mörderischen Hunden - und Kindern.




Dominospiel - wer wurde von den anderen Spielern wohl "Gorbatschow" genannt? ;-)









Dass Kuba keine Geheimdestination mehr war, merkten wir im Anschluss daran, dass meine Verwandten einen Bekannten aus der Heimat trafen.
Am späteren Nachmittag steuerten wir eine der Hauptsehenswürdigkeiten etwas außerhalb der Stadt an, das Castillo de San Pedro de la Roca, auch bekannt als Castillo del Morro. Vom Land aus sah es ja recht harmlos aus.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Castillo_de_San_Pedro_de_la_Roca




Doch der Standort hoch über der Bucht als Wächter des Hafens macht es zu einer der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten auf Kuba. Eine Krabbe hatte es bis hierher geschafft.









Fähre über die Bucht von Santiago.




Wir warteten bis Abend auf die Flaggeneinholungszeremonie inklusive Kanonensalve.









Die Spannung baute sich auf...




Die Menge wartete...




Die Flagge wurde eingeholt... und was geschah?




... Nichts! Die Kanone hatte nicht gezündet, enttäuscht marschierte man mit der Flagge davon.














Die Sonne ging am perfekten Fleck unter.




Es gibt ja kaum etwas Gemütlicheres.




Bei der Heimfahrt über dunkle Landstraßen nahe des Flughafens stießen wir darauf! - Ob echt oder Attrappe konnte man natürlich nicht erkennen... ;-)




Am nächsten Morgen hieß es von der Eisenbahn für 1 1/2 Tage Abschied nehmen - und damit auch im nächsten Berichtteil.




Doch es sollte sich auszahlen, denn nun folgten wir westwärts der spektakulären Küste an der Sierra Maestra entlang, wo uns neue Abenteuer erwarten würden! :-)





« Letzte Änderung: 15. April 2014, 15:01:48 von Roni »
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DarkFox

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Re: Kuba 2003 IX... Santiago - Mit Kanonen und Raketen (50 B.)
« Antwort #1 am: 11. April 2014, 19:25:03 »
Wieder traumhafte Bilder von dir. :)

Mit freundlichen Grüßen
Darkfox

messermoser

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Re: Kuba 2003 IX... Santiago - Mit Kanonen und Raketen (50 B.)
« Antwort #2 am: 12. April 2014, 14:58:40 »
Traumhafte Bilder. Danke.
Schoenen Gruss aus Bali
Peterle


Roni

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Re: Kuba 2003 IX... Santiago - Mit Kanonen und Raketen (50 B.)
« Antwort #3 am: 15. April 2014, 15:02:05 »
Hallo!

Merci! :)
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