Autor Thema: Toskana 2013 - 11: Von der Garfagnana nach Florenz - ENDE (50 B.)  (Gelesen 966 mal)

Roni

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Hallo!


Zum vorherigen Teil der Serie:
Toskana 2013 - 10: Vom Meer in die Apuanischen Alpen (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3623.0


Der Reiseplan für diesen Teil:
Sa, 20. 4. 2013
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Borgo a Mozzano ab 12:26  6967 ALn 668

Lucca an 12:50
Lucca ab 13:12  6736 ALe 642

Pisa C an 13:43
Pisa C ab 13:54  23382 -> Firenze SMN WZ

Signa an 14:46

*Hotel*

Signa ab 15:47  23384 WZ

Firenze SMN an 16:07


Firenze SMN ab 22:09 +10 Min  EN 234 E402A / ...


So, 21. 4. 2013
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Wien Meidling an 8:33 +20 Min


Zur Toskana-Karte:
http://raildata.info/toskana13/tos13karte.jpg


20. 4. 2013


Wir kehren zurück nach Borgo a Mozzano in der Garfagnana am letzten Tag meiner Toskana-Reise. Es wurde gerade das "Azaleen-Fest" gefeiert, überall in der Stadt war Blumenschmuck aufgebaut. Als ich durch den Ort lief, setzte ein heftiger Regenschauer ein, zur gleichen Zeit strahlte aber schon die Sonne durch eine Wolkenlücke. Ich nahm kurz Unterschlupf bei einem Milchautomaten, wo man Flaschen entnehmen und selbst auffüllen konnte. In der gleichen Hütte hing ein Plakat zu einer gesuchten Katze "Frizzi".
Gleich daneben war an dem Tag ein Bauernmarkt aufgebaut worden.





Als der Regen abgeklungen war, begab ich mich gegen 9:30 an das gleich nach dem Ortsende gelegene Topmotiv der Gegend, die Ponte della Maddalena, auch Teufelsbrücke genannt. Dort traf ich einen ebenfalls auf den Dampfzug wartenden Fotografen aus Karlsruhe. Zwischendurch hielt ein Bus an der Brücke, eine Touristenmeute strömte heraus, fuhr aber bald wieder weiter. Ich nahm an, dass der Zug zwischen 10 und 11 Uhr kommen müsste - tatsächlich war es um 10:15 so weit. Diesmal hatte zur Abwechslung nicht die 640, sondern die 1C1 685.089 die Aufgabe, den Railwaytouring Company-Sonderzug über den Berg zu befördern. Ich wählte einen Standpunkt, wo ich die Fuhre auch weiter hinten am Stausee des Serchio erwischen konnte.




Ich hatte Glück, ein alter VW Käfer war schön fotogen abgestellt worden.




Der Zug durchfuhr die aus dem 14. Jhdt. stammende Steinbogenbrücke, deren höchste Spannweite 37,8 m betrug. Der Bogen an der Bahn war beim Bau der Strecke extra hinzugefügt worden.




25 Minuten später passierte der Planzug R 6965 Aulla Lunigiana - Lucca die Szenerie.




Den "klassischen" Blick hatte ich mir für den Triebwagen aufbehalten, da er sonst nicht so viele weitere Möglichkeiten lieferte.




Die Brücke bot viele schöne Blickwinkel für viel zu wenige Züge, bis zum nächsten blieb noch genügend Zeit, und es zog wieder zu, also holte ich mir einen guten Espresso doppio mit Croissant in einer kombinierten Pasticceria / Trafik mit Ausblick auf den Bauernmarkt. Ebendort besorgte ich noch ein paar gute Mitbringsel für zuhause.




Die Taube saß wirklich so fotogen dort, auch anderswo gab es herrliche Motive im Ort.




Die Architektur tendiert hier bereits etwas zum Alpinen.




Erst gegen Mittag erreichte der nächste Planzug die Stelle, ich wartete zusammen mit einer italienischen Familie auf der Brücke.




Die Brücke ist nur 3,7 m breit. Nachdem R 6964 bergwärts gedieselt war, machte ich mich auf den Weg zurück zum Bahnhof.




Vor der Kirche war diese symbolische Tafel gedeckt worden.




An der Station stand eine gut bewachte Rasenmäher- und Minitraktorkollektion.




Bald nach meiner Abfahrt per R 6967 - bei Piaggione - querte die Bahn den Serchio und folgte ihm am anderen Ufer.




In Lucca hieß es wieder einmal umsteigen.




Kurz blieb Zeit vor den Bahnhof zur Stadtmauer zu schauen. Wie so vieles in Norditalien hatte ich hier auch schon alles in meiner Jugend besichtigt.




Über Pisa fuhr ich gleich weiter nach Signa, wo mich voller Sonnenschein begrüßte.




Ich hatte nun genug Zeit und nahm einen Weg hinauf durch die Altstadt zu meinem Hotel.




Balkonfotografie in Signa.




Mit der Rolltasche ging es auf üblichem, direktem Weg zurück zu Station. Die Bambini-Liga spielte gerade in den heimischen Klubfarben Gelb-Blau.




Kurz nach vier traf ich in Firenze S.M.N. ein und hatte nun bis zur Abfahrt des Nachtzuges Zeit. Die Tasche gab ich gleich an der bereits bekannten Gepäckaufbewahrung ab, danach sah ich mir zunächst die Straßenbahn an, von der ich am Sonntag davor nichts zu Gesicht bekommen hatte. Momentan existiert in Florenz nur eine Straßenbahnlinie, die mehrheitlich einer Tochter der Pariser Metro gehört. Mehr dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn_Florenz




AnsaldoBreda "Sirio" Triebwagen vor der Kirche Santa Maria Novella neben dem gleichnamigen Kopfbahnhof. Die Straßenbahn wendete hier ebenfalls durch Kopfmachen.




Nun ging es aber einmal weg von der Bahn, Florenz rief. Wir beginnen den Rundgang mit einem Schatten-Händchen.




17:35, Florenz, Piazza della Signoria. Die Frisur sitzt.




In der Galerie vor den Uffizien am Arno-Ufer.




An der Ponte Vecchio war am Samstag Abend klarerweise wesentlich mehr los als am Sonntag Morgen.




An der Ponte Santa Trinita kaufte ich mir bei der nebenan liegenden, gleichnamigen Gelateria ein gutes, aber viel zu großes Eis. Zudem war es an dem Tag eher frisch - um am Arno bis Sonnenuntergang durchzuhalten, musste ich mich recht dick einpacken, der Wind pfiff hier ordentlich durch.




Die Piazza della Repubblica bietet als einzige einen moderneren Platz im mittelalterlichen Zentrum der Stadt.









Nun wartete ich an der Ponte Santa Trinita auf den Sonnenuntergang.









Ich hatte stets irgendwelche mittelalterlich klingenden Töne von der Ponte Vecchio gehört und dachte an ein Schauspiel für Touristen. Stattdessen fand ich nur einige Hare-Krishna-Anhänger vor, die hier offensichtlich schon seit Stunden tanzten.
























Sonnenuntergang mit Blick auf die Ponte alla Carraia, San Frediano in Cestello links im Hintergrund.




Ich startete noch eine nächtliche Runde durch die eher spärlich beleuchtete Stadt.














Der Palazzo Vecchio und die Statuen davor leuchteten schön.
























Vor Santa Maria Novella beschloss ich meinen Florenz-Rundgang. An den Ständen hier hatte ich schon am Nachmittag gegessen und noch ein paar Souvenirs eingekauft.




Am Bahnhof angekommen holte ich meine Tasche. Der Abfahrtsbahnsteig für den EuroNight nach Wien war noch nicht angeschrieben, es gab jedoch immerhin Aushangfahrpläne.














Zehn Minuten verspätet bremste E402B 129 den EN aus Rom ein, mit einigen wartenden Passagieren bezog ich meine Liege... eine herrliche Toskana-Woche hatte ihr Ende gefunden.



Nächstes Mal gibt es wieder: Something completely different! :-)
lg,
Roni

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Re: Toskana 2013 - 11: Von der Garfagnana nach Florenz - ENDE (50 B.)
« Antwort #1 am: 10. Juni 2014, 15:51:34 »
Danke fuer die stimmungsvollen Bilder,
Schoenen Gruss aus Bali
Peterle