Autor Thema: ScanRail Tour 2004 - 2: Stockholm Djurgarden (50 B.)  (Gelesen 1050 mal)

Roni

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ScanRail Tour 2004 - 2: Stockholm Djurgarden (50 B.)
« am: 19. Juni 2014, 16:46:10 »
Hallo!


Zum vorherigen Teil der Serie:
ScanRail Tour 2004 - 1: Über Wien nach Stockholm (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3626.0


ScanRail-Karte mit dem bisherigen und aktuellen Reiseverlauf:
http://raildata.info/sca04/sca0402k.jpg



5. 7. 2004

Wir starteten den ersten vollen Stockholm-Tag kurz vor 10 aus unserem schönen Altbau-Hotel in der Västmannagatan.




Wir fuhren per T-Bana ab der Station Odenplan mit Umsteigen in T-Centralen bis Östermalmstorg.
Mehr Information über die Stockholmer U-Bahn und einen Netzplan findet man hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Tunnelbana




90% der T-Bana-Stationen verfügen über Kunstwerke, die Reliefs an den Betonwänden in Östermalmstorg wurden von Siri Derkert gestaltet.




Thema der Reliefs sind unter anderem Frauenrechte.




Nun ging es an die Oberfläche, unser Ziel am heutigen Tag war die Insel Djurgarden ("Tiergarten"), welche zahlreiche Kultur- und Freizeiteinrichtungen bietet.




An der Kreuzung von Storgatan und Styrmansgatan liegt die Apoteket Storken ("Storchen-Apotheke"), deren Geschäftsraum noch weitgehend im Originalzustand der Jahrhundertwende erhalten ist.




Anschließend folgten wir der Styrmansgatan bergab bis an die Promenade Strandvägen. Dort trafen wir auf die einzige Innenstadt-Straßenbahnlinie Stockholms, die "Djurgardslinjen" 7 zwischen Norrmalmstorg und Waldemarsudde auf Djurgarden, welche damals noch exklusiv von Nostalgie-Tramways befahren wurde. 2010 wurde die Neubaustrecke "Sparväg City" bis Sergels torg eröffnet, seit 2011 verkehren hier Neubaufahrzeuge, bereits früher wurden einzelne moderne Vehikel getestet. Die Buslinie 47, die man noch öfter auf den Bildern sieht, wurde eingestellt. Die neue Linie trägt nun die Nummer 7, der Nostalgieverkehr nennt sich seitdem 7N.
Mehr Info findet man hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Djurg%C3%A5rdslinie

Einer unserer Pappenheimer - OK, vielleicht auch nicht, wer historisch bewandert ist... - für den Tag ist Triebwagen 335, Baureihe A12, von ASEA 1924 gebaut.
Eine Datenbank aller skandinavischer Museumsstraßenbahnwagen findet sich hier: https://www.sparvagssallskapet.se/vagnhallen/museivagnar.php?ling=de




Einige Nostalgiefahrzeuge trugen diese fotogenen Briefkästen.




Blick Richtung Djurgarden, man sieht den 1907 fertiggestellten, interessanten Bau des Nordischen Museums. Zur Stockholmer Ausstellung 1897 - eine Kunst- und Industrie-EXPO - war nur ein Teil des Gebäudes errichtet worden, ursprünglich war es als nationales Denkmal mit den dreifachen Ausmaßen als tatsächlich gebaut geplant gewesen.




Als nächster Zug folgte ein klar amerikanisch anmutender, aus Malmö stammender "Mustang" Nummer 71, der 1946 von GM hergestellt worden war, mit passendem Beiwagen 196.




Wir näherten uns der Djurgardsbron vor herrlicher Wolkenkulisse.




335 kehrte auf der Brücke gerade wieder Richtung Zentrum zurück.




Blick auf Östermalm und Norrmalm.




Der aus Oslo stammende Triebwagen 210 in Werbelackierung - davor in Blau - vor dem Nordischen Museum, er war 1953 gebaut und später modernisiert worden.









Die Bahnen verkehrten recht oft auf der relativ kurzen Runde, die Busse fuhren ebenfalls häufig.




Das Top-Motiv der Strecke ist die Djurgardsbron, vier Granitsäulen tragen Statuen nordischer Götter.














Bereits im 17. Jhdt. existierten an dieser Stelle schriftlich erwähnte Brücken, die aktuelle war 1897 zur Stockholmer Ausstellung eröffnet worden.









Wir verließen die Straße und gingen um das Nordische Museum herum.




Das Estonia-Denkmal, etwas kleiner dimensioniert als jenes in Tallinn.




Unser erster Besichtigungspunkt war das Vasa-Museum mit seinem einzigartigen Exponat. Die völlig überdimensionierte schwedische Galleone Vasa - ein Prestigeprojekt des Dreißigjährigen Krieges - war 1627 sofort nach dem Auslaufen zur Jungfernfahrt im Stockholmer Hafen gesunken, wurde jedoch erst 1956 wieder entdeckt und 1961 geborgen. Seit 1990 kann das ausgezeichnet konservierte Wrack in einem eigenen Museum besucht werden.
Mehr über die Vasa: http://de.wikipedia.org/wiki/Vasa_(Schiff)














Modell des Ursprungszustandes.









Das Schiff - besonders das Heck - war mit insgesamt über 700 geschnitzten Holzfiguren geschmückt worden.




Zwei Figuren wurden zur Anschauung in Originalfarben restauriert, noch interessanter sind allerdings die Fratzen weiter unten.




Vor dem Museum ließ sich die Brücke des alten Eisbrechers SS Sankt Erik besuchen, daneben lag das Feuerschiff Finngrundet.




Ein Ausblick auf den nächsten Teil: Der Viking Line Terminal in Södermalm, vorbei führt die Saltsjöbanan.




Mittlerweile war Triebwagen 71 solo unterwegs.




Wir kamen an der Straßenbahnremise vorbei, davor stand der ehemalige Einsatzwagen der Linie, ein Volvo Duett aus dem Jahr 1968.




Blick in das Gebäude, unter anderem mit dem 1936 gebauten Beiwagen 521.




Nun stand Skansen ("Schanze") am Programm, das Stockholmer Freilichtmuseum - 1891 als erstes weltweit eröffnet - , welches einen guten Teil der Insel ausmacht. Es sollte der Auftakt zu einer Reihe von Freilichtmuseen werden, denn in vielen größeren skandinavischen Orten ist dieses Konzept die kulturelle Hauptattraktion. In einer dünn besiedelten Landschaft ist es wohl sinnvoller, Kulturgüter zusammenzutragen, besonders wenn die Bauwerke oft aus Holz sind. Jedoch geht die Idee darüber hinaus: die Museen werden oft von Laienschauspielern bewohnt, die die Vergangenheit wieder lebendig machen sollen. Mehr über Skansen: http://de.wikipedia.org/wiki/Skansen_(Stockholm)

Drehscheibe offline.




Es wurde versucht, ganze historische Landschaften nachzubauen.




Auch tierische Gesellschaft fand sich im Skansen.




Weißwangengänse - sagen wir: nahe genug dran an Graugans, obwohl eine Meer-, keine Feldgans...














Nachbildung samischer Gebäude vor der Stockholmer Innenstadt.



















Wir dürfen natürlich nicht fehlen!




Leider wird es auf der Reise keinen in freier Wildbahn geben - aber immerhin andere Tiere, ihr könnt gerne raten welche...




Kirche mit historisch kostümierter Besetzung.




Die Standseilbahn Skansens bergbana wurde 1897 in Betrieb genommen, 1959 eingestellt und 1973 verlängert wiedereröffnet.




Zum stilvollen Abschluss brachte uns 335 zurück ins Zentrum vor das Königliche Dramatische Theater, ein Beispiel des schwedischen Jugendstils.


Nächstes Mal erkunden wir den Morgenverkehr in Stockholm C und fahren nach Södermalm.
lg,
Roni

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messermoser

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Re: ScanRail Tour 2004 - 2: Stockholm Djurgarden (50 B.)
« Antwort #1 am: 20. Juni 2014, 13:05:09 »
Danke fuer die tollen Bilder.
Schoenen Gruss aus Bali
Peterle


Speedy

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Re: ScanRail Tour 2004 - 2: Stockholm Djurgarden (50 B.)
« Antwort #2 am: 21. Juni 2014, 02:09:05 »
Auch hier wieder ein großer Dank an Dich für die
wunderschönen Bilder. Stockholm durfte ich ja nun
auch schon besuchen...und egal wo man in Schweden ist...

Es ist einfach überall Traumhaft.

Ich verfolge Deine Beiträge meist bei DSO, da aber eine Vielzahl
der User dort irgendwie "gestört" sind, Danke ich Dir lieber
hier für Deine schönen Beiträge.

Tusen Tack och Hälsning från Mannheim

 ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D
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