Autor Thema: ScanRail Tour 2004 - 8: Narvik - Bodo (50 B.)  (Gelesen 926 mal)

Roni

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ScanRail Tour 2004 - 8: Narvik - Bodo (50 B.)
« am: 14. September 2014, 15:18:31 »
Hallo!


Zum vorherigen Teil der Serie:
ScanRail Tour 2004 - 7: Ofotbanen (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3647.0


ScanRail-Karte mit dem bisherigen und aktuellen Reiseverlauf:
http://raildata.info/sca04/sca0408k.jpg


12. 7. 2004

Am nächsten Morgen ging es früh um sieben in Narvik mit dem Nord-Norge Ekspressen Bus nach Bodo los. Wir folgten der einzigen Küstenstraße - der E6 - über die Beisfjordbrua, von wo sich Blicke auf den Container-Terminal eröffneten. Links im Bild liegt Ankenes, rechts im Hintergrund der Erzhafen von Narvik.




Zwei Green Cargo Rcs spiegelten sich im glatten Fjord.




Ein letzter Blick auf eine IORE und eine Dm3 im Erzbahnhof.




Die Eisenerzverladeanlage am Malmkaia.




Man folgt nun dem Ofotfjord nach Westen.




Die nächste Fjordquerung über die Skjombrua.









Nach Ballangen verlässt man die Küste des Ofotfjord, immer wieder durchfuhr man liebliche grüne Landschaften - dank Golfstroms und maritimen Klimas. Die Abwechslung erinnerte an Schottland oder Neuseeland.









Die Ejfjord-Brücken - eine Serie von drei Brücken über mehrere Inseln - überquerten wir bei schlechterem Wetter.




Auf dem Weg nach Skarberget begegnet man schroffen Bergen.




In Skarberget trifft die E6 auf das größte Hindernis der Fahrt - den tief ins Land führenden Tysfjord - und endet an einer Fährverbindung.




Die Fähre Tysfjord nahm uns in ihre Eingeweide auf.
























Dieser Fjord ist einer der Gründe, warum keine innernorwegische Bahnverbindung nach Narvik - die sogenannte Polarbahn - besteht. Bereits von Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute gibt es Pläne, diese Strecke umzusetzen, angefangen hatte damit nur die deutsche Besatzungsmacht im 2. Weltkrieg. Einige der Tunnels und Brücken von damals wurden später für die E6 genutzt.
Mehr über die Geschichte der Polarbahn und alternative Planungen findet man hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Polarbahn_(Norwegen)









Stärkung für unseren Fahrer - vermutlich eine dieser Cholesterin-Bomben, für die vielerorts Werbung gemacht wurde.




Nach halbstündiger Überfahrt ließen wir in Bognes die Fähre im Rückspiegel liegen.














Die Entfernungen sind auch hier enorm, nach insgesamt 250 km Fahrt erreichten wir um 11:40 Fauske an der Nordlandbahn Trondheim - Bodo. Angetriebene Schienenfahrzeuge waren jedoch keine zu sichten.




Auch auf der 50 km langen letzten Etappe der Fahrt bis Bodo, wo man parallel zur Bahnstrecke den Ufern der Skjerstad- und Saltfjorde folgt, ließ sich kein Zug blicken. Dieser Streckenabschnitt ist erst 1962 fertiggestellt worden.




In der Hauptstadt der Provinz Nordland sahen wir uns im Hafen um.




Zum Essen gab es einmal eine Alternative: 1 kg frisch gefangene Shrimps im Plastiksackerl um umgerechnet 10 Euro.




Endlich traf man wieder auf etwas Kultur zu besichtigen: in der imposanten modernen Domkirche waren auch ältere Artefakte zu finden.









Um fünf Uhr schaute ich zum Bahnhof von Bodo, dem nördlichsten Endpunkt des von der NSB betriebenen Streckennetzes. Den Talent der Baureihe Bm 93 hätte ich nicht unbedingt gebraucht - allerdings haben NSB-Luxus-Talente zumindest innen nichts mit ihren mitteleuropäischen Holzklasse-Cousins gemeinsam.




He, falsch beschriftet! ;-)
Die beiden Fernzugpaare Bodo - Trondheim, ein Tag- und ein Nachtzug, sind traditionell lokbespannt, hier mit der Baureihe Di 4. Diese sind natürlich keine ALCOs, sondern 1980 gebaut von Henschel mit wohlbekanntem GM EMD 16-645E3B Motor.




Tageszug 471 Trondheim - Bodo näherte sich nach fast zehn Stunden Fahrt seinem Ziel.




Die restlichen Verbindungen - davon gab es nicht viele - wurden mit Talent betrieben.




Zug 464 fuhr um 18:30 mit dem 320 km entfernten Mosjoen als Ziel ab.




Die Di 4 rangierte mittlerweile den Nachtzug, während eine CargoNet CD66 (theoretisch Di 9) auf Abfahrt wartete.




Um 18:50 donnerte CD66 403 die Steigung aus dem Bahnhof hinauf.









Es hatte sich eine traumhafte Stimmung mit Blick auf den Bahnhof und die Schärenlandschaft vor dem Hafen ergeben.




Von der Seite sah die Umgebung schon lofotenhaft aus.




Am Abend vor neun begab ich mich zur Nachtzugabfahrt noch einmal zum Bahnhof, da gibt es doch immer eine besondere Stimmung.









Um Punkt neun verließ Di 4.653 unter Rauchwolke und GM-Donner mit Nachtzug 476 nach Trondheim die Station.




Es musste sogleich für die Steigung beschleunigt werden.





13. 7. 2004

Am nächsten Morgen um neun Uhr war ich wieder zu Stelle, als der Gegen-Nachtzug 475 aus Trondheim in die Station rollte, schon erwartet von einem CargoNet CD66-Doppelgespann.




Di 4.654 hatte den Schnellzug sicher die 730 km durch die Nacht befördert.









Bald darauf hatte der südfahrende Güterzug mit CD66 405 an der Spitze Ausfahrt.




Am Vormittag vertraten wir uns noch ein wenig im Hafen die Beine...












... denn die nächste lange Zugfahrt wartete auf uns! :-)
lg,
Roni

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Re: ScanRail Tour 2004 - 8: Narvik - Bodo (50 B.)
« Antwort #1 am: 14. September 2014, 18:37:42 »
Tolle Bilder Danke
Schoenen Gruss aus Bali
Peterle