Autor Thema: ScanRail Tour 2004 - 14: Bergen - Flambahn (50 B.)  (Gelesen 929 mal)

Roni

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ScanRail Tour 2004 - 14: Bergen - Flambahn (50 B.)
« am: 28. November 2014, 11:17:45 »
Hallo!


Zum vorherigen Teil der Serie:
ScanRail Tour 2004 - 13: Oslo - Bergenbahn (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3663.0


ScanRail-Karte mit dem bisherigen und aktuellen Reiseverlauf:
http://raildata.info/sca04/sca0414k.jpg


20. 7. 2004

Am nächsten Morgen um 8:00 ging es nicht zum Bahnhof, sondern an den Hafen...




Es herrschte geschäftiges Treiben.




Im Schnellboot verließen wir den Hafen, vorbei an der MS Europa, einem der exklusivsten Kreuzfahrtschiffe weltweit.




Wir ließen Bergen im Expresstempo hinter uns, Schnellboote sind ein wichtiges Verkehrsmittel in dieser von Fjorden durchzogenen Gegend.




Einige Inseln sind aber auch durch massive Hängebrücken erschlossen worden, wie hier die Nordhordlandsbrua.









Wir bogen nach Norden in den engen Radfjord.














Der Hund ist nicht echt. ;-)




Unser Kapitän lotste das Boot cool bei enormem Karacho oft fast zum Greifen nahe am Ufer vorbei.




Etwa 100 km nördlich von Bergen bogen wir ostwärts in die Sognesjoen, die Straße am Eingang des Sognefjords, ein.




Dieser ist mit 204 km und 1308 Meter der längste und tiefste Fjord Europas.














Immer wieder zweigen Seitenfjorde ab, so wie hier vor Balestrand der Fjaerlandsfjord etwa in der Mitte des Sognefjords. Auf dem Berg ist ein Zipfel des Jostedalsbreen zu sehen, des größten Festlandgletschers Europas.




In Balestrand stieg ein echter Seebär zu, natürlich mit passendem Spar-Sackerl. ;-)









Ja weiter man ins Land kommt, desto Alpensee-artiger gestaltet sich die Szenerie - jedoch in weitaus größeren Dimensionen.









Mitten im Fjord wurde ein interessantes Manöver durchgeführt: Schiff zu Schiff Übergang von Schnellboot auf Autofähre. Über allem wachte der Troll.














Der Sognefjord endet in mehreren Armen, unter anderem unserem Ziel, dem Aurlandsfjord - hier ein Blick in den Naeroyfjord, einem Seitenfjord von diesem.




Wir kamen nach 5 1/2 Stunden und über 200 km Schnellbootfahrt aus Bergen in Flam an, am Ende des Aurlandsfjords.
Das alte Kreuzfahrtschiff MS Arion hatte wieder einmal adriatische Wurzeln und war als "Istra" im Jahr 1964 in Jugoslawien vom Stapel gelassen worden.




Hier befindet sich gleich am Hafen die Endstation der Flambahn, welche in Myrdal auf die Bergenbahn trifft. Für den direkten Anschlusszug zum Boot waren keine Plätze mehr zu bekommen, erst für die Abfahrt eine Stunde später. So lichtete ich die Fuhre mit El 17 2231 gemütlich ab.




Jeder Zug verfügt über zwei Lokomotiven - hier El 17 2227 als Schublok - und fünf Bremssysteme um auf der mit bis zu 55 ‰ zu einer der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt gehörenden Strecke für Sicherheit zu sorgen.
Mehr über die Bahn, wo der Betrieb erst kürzlich auf El 18 umgestellt wurde, findet man hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%A5msbana




El 9 2063 - die frühere Stammbaureihe der Flambahn - stand vor zehn Jahren noch frei als Denkmallok. Heutzutage ist ein kleines Bahnmuseum gebaut worden, das sie beherbergt.









Wir nahmen nun unser Mittags-Picknick am Strand ein und konnten unterdessen einen Wasserflugzeugstart bewundern.




Um 14:50 bestiegen wir unseren Zug. Wir Individualreisende waren in den letzten Wagen gelotst worden, der Rest der Kreuzfahrt- und Europe-in-a-Nutshell-Horden wurde weiter nach vorne getrieben.




Bei der Abfahrt konnte ich vor dem Lokschuppen in Flam noch als Schmankerl die El 17 2222 in Originallackierung erwischen.




Wir starteten unsere Fahrt in das liebliche Flamsdal. Die Abfahrt eine Stunde später hatte positive Seiten, zum Beispiel schien jetzt die Sonne.




Wir passierten das historische Dorf Flam.




Das Flamsdal ist wieder einmal ein Wasserfall-Paradies, Blick zurück.




Der einzige Kreuzungsbahnhof der Strecke ist Berekvam, wo wir den Gegenzug trafen.




El 17 2227 führte den Zug Myrdal - Flam an.









Vorbei am lieblichen Alm-Spotlight in Kardal sehen wir hinten oben am Berg das Ziel der Fahrt, Myrdal.




Hier sieht man die Steigung besonders deutlich.




Wir schauen hinüber nach Myrdal. Der Flamsdalsvegen windet sich am Fall der Myrdola entlang hinab zur Flamselvi.




Am spektakulären Kjosfossen, der sich aus dem Reinungavatnet ergießt und im Tal zur Flamselvi wird, macht die Bahn in einer Haltestelle zwischen zwei Tunnels einen eigenen Fotohalt.




Für Touristen, denen der Kjosfossen nicht spektakulär genug war, wurde noch eine Zusatzdarbietung geboten...




In der Haltestelle Vatnahalsen, ein Kilometer vor der Endstation Myrdal, stiegen wir aus. Unsere Garnitur kehrte geführt von El 17 2230 nach kurzer Wendezeit wieder talwärts zurück, hier an der Ausfahrt aus dem unteren Toppentunnel. Rechts ist die Myrdola zu entdecken.




Die Garnitur - El 17 2229 als Schlusslok - , mit der wir angekommen waren, auf talfahrendem Halt in der Haltestelle Vatnahalsen, welche sich bereits auf 811 m Seehöhe befindet. Beide Fotos fotografiert vom "3. Händchen" mit der Kompaktkamera.
Wie gewinnt die Bahn so schnell Höhe? Es gibt unter anderem einen Kehrtunnel. Hier eine empfehlenswerte Karte (sehr detailliert für ganz Norwegen, bis zu Gebäudegrundrissen, Gleisplänen, etc...), auf der man den Verlauf genau sehen kann:
http://www.visitnorway.com/de/vn/map/?c=&e=&p=CLjqGhnXM&t=1




Blick mit der großen Kamera an der Station Vatnahalsen zum Reinungavatnet.




Der Zug auf Talfahrt in der untersten Ebene - was sich die Leute bei der grünen Lackierung gedacht haben, ist wohl auch ein Rätsel...









Blick in das Flamsdalen mit tarngrünem Zugzipfel...




Wir wanderten Richtung Myrdal, bis zu diesem Standpunkt oberhalb der Myrdola-Fälle. Viertel vor fünf kam im Spotlight der nächste Zug bergwärts.



Im nächsten Teil widmen wir uns Bergen... :-)
lg,
Roni

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Re: ScanRail Tour 2004 - 14: Bergen - Flambahn (50 B.)
« Antwort #1 am: 29. November 2014, 14:41:29 »
Danke fuer die tollen Bilder
Schoenen Gruss aus Bali
Peterle