Autor Thema: Transalpina 2015/16 (50 B.)  (Gelesen 795 mal)

Roni

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Transalpina 2015/16 (50 B.)
« am: 07. Februar 2016, 01:02:41 »
Hallo!


Aus dem Anlass, dass sich wieder einige editierte Bilder angesammelt haben, möchte ich euch auf einen transalpinen Streifzug durch das letzte Jahr einladen.

Kurz nach meiner Siebenbürger Osterreise begab ich mich am 9. 4. 2015 zu einem Tagesausflug ins Salzkammergut. Der morgendliche Traunsee präsentierte sich traun-haft, noch herrschte eher Spätwinter als Frühling.




Die Baureihe 1142 ist momentan wieder an einigen Orten in Österreich anzutreffen, vor allem auch an der Salzkammergutbahn. Beeilt euch, solange die C***j**s (volle Ausschreibung wurde mir von hochoffizieller Stelle untersagt ;-)) noch nicht en masse ausgeliefert wurden.
REX 3411 verlässt Ebensee in Richtung Attnang-Puchheim.




Diese Stelle über dem Siegesbach-Tunnel mit Blick auf Traunkirchen und den Traunstein war schön ausgeschnitten.




Den Nachmittag verbrachte ich am immer herrlichen Hallstätter See, im Schatten reichte der Schnee noch bis ans Ufer und bildete diese fotogene "M"-Schneise.




Auch heuer, am 29. 1. 2016, begab ich mich Alpen-wärts, hier erwischte ich das Treffen meines REX 1506 Salzburg - Wörgl mit REX 1507 aus Innsbruck nahe St. Johann im Pongau.




In Taxenbach-Rauris stieg ich aus, kurz darauf rollte 1163.003 mit dem Fahrverschub vorbei, an dessen Ende die Schmalspurdiesellok VL 7 (Gmeinder / Bj. 1940) der Murtalbahn mit Ziel SLB-Werkstätte Tischlerhäusl überstellt wurde. In Zell am See hatten sich schon einige Fahrzeug gesammelt, so sichtete ich ebenfalls die ehemaligen 4090er-Wagen der Mariazellerbahn.




Mein Ziel zu Mittag war der Salzach-Stausee bei Högmoos für das Zugpaar EC 163/164, ein legitimer Transalpin-Nachfolger. In die Richtung Graz - Zürich liegt auf diesem Abschnitt der SBB-Panoramawagen leider an letzter Stelle der langen Wagenschlange, hier noch vom Blick verborgen.




Dafür passt es beim bald in die Gegenrichtung folgenden 163 Zürich - Graz.




Ich nahm den Bus nach Zell am See, wo sich das gleichnamige Gewässer zwar traumhaft, für die Jahreszeit allerdings viel zu eisfrei präsentierte.




Und was traf man an? Auch hier 1142er, genauer gesagt 1142.673, welche unter anderem am Freitag REX 1511 und am Samstag REX 1508 bespannte.




Am nächsten Morgen rollte ex-JZ "Schmalspurexpressdampfer" 73-019 mit ihrem Sonderzug aus Stromlinienwagen noch im Nebel bei Walchen an der Pinzgaubahn heran.




Doch im Oberpinzgau hatte sich der Nebel rechtzeitig aufgelöst und hinterließ schön vereiste Bäume entlang der Salzach. R 3315 Krimml - Zell am See wurde aus der Haltestelle Rosental geschoben.




Kurz darauf näherte sich der Dampfzug vor der Alpenkulisse mit langer Dampffahne.









Durchblick in das Obere Sulzbachtal mit den 3000ern der Großvenedigergruppe.




Das traumhafte Spektakel endete mit einem von vielen Höhepunkten.




Vor der Rückfahrt nach Wien spazierte ich entlang des erst jetzt nebelfreien Zeller Sees - wer will kann auch hier einen Schmalspurzug entdecken.




Am 24. 4. 2015 machte ich mich von Wien Meidling früh Richtung Süden auf.




Es ging in die Gefilde der grünen Energie.




Die Wocheinerbahn ist Teil der Alpenquerung, welche auf Italienisch als "Ferrovia Transalpina" bezeichnet wird. Bekannt ist der lokbespannte Avtovlak durch den Wocheinertunnel, hier im verlängerten Umlauf bis Most na Soci. Der spanische MACOSA GM-Nachbau SZ 644-020 überquert im letzten Nachmittagslicht gerade den Fluss Baca bei Grahovo.




Ich übernachtete in Most na Soci, am nächsten Morgen regnete es - aber die Stimmung blieb traumhaft.




Zu dem Zeitpunkt waren auf der Wocheinerbahn noch Umleitergüterzüge mit ÖBB 2016 unterwegs.




Kein Fotopunkt für Zartbesaitete - der Bohinj-Tunnel ist heutzutage nur eingleisig, der Prellbock bei mir, keine Angst - der Dieseldonner der 644 hämmerte sich in den Magen, als der Avtovlak Podbrdo verließ. Siehe: https://youtu.be/f2aVp_q6rT4?t=5m37s




Für das häufige Lokumsetzen ist der Weichenwärter von Podbrdo motorisiert unterwegs.




Nach einer Nacht in Ljubljana fuhr ich frühmorgens an den begehrten Bahn-Pilgerort der letzten Jahre - Borovnica mit dem nun schon beendeten Südbahn-Dieselnotbetrieb. MV 481 Ljubljana - Rijeka war von einer 664 "Reagan" übernommen worden und donnerte kurz vor sieben Uhr die Rampe hinauf.




Neben den zwei internationalen Zugpaaren verkehrte noch auf der Strecke ohne Schienenersatzverkehr: IC 508 Koper - Ljubljana, hier mit dem außerordentlichen Exemplar eines zumindest einseitig sauberen Fiat-Triebwagens.




Im Tal bei Borovnica findet sich eine echte Horseshoe-Curve, auf der dieser Adria Transport-Zug in voller Länge zu bewundern war. Nötig wurde diese allerdings nur, nachdem der spektakuläre Franzdorfer Viadukt im 2. Weltkrieg zerstört worden war, einen Überrest davon kann man heute noch sehen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Franzdorfer_Viadukt




Unterstützt wurden die GM-Großdiesel durch diverse Eurorunner.




Ende des Sommers, am 21. 8. 2015, besuchte ich Celje - wohin es hier ging ist wohl selbsterklärend.




In Stranje teilen sich die Nebenstrecken Richtung Rogatec und Kroatien, sowie Imeno, auf.
Am nächsten Morgen herrschte eine traumhafte Nebelstimmung im Savinja-Tal bei Sonnenaufgang.




Borsig 06-018 wurde früh für den samstäglichen Planeinsatz hergerichtet.




Die Stimmung ändert sich schnell im Hochsommer, war es noch bis 9 Uhr eher kühl und nebelig gewesen, hatte sich bald darauf die heiße Sonne durchgesetzt. Zusätzlich dampfte MUZ 13420 mit 45 Minuten Verspätung bei Sentvid pri Grobelnem Richtung Imeno. Lokführer Tono und Heizer Rudi am Führerstand winkten mir bei der Vorbeifahrt zu.




Ebenfalls schon relativ heiß war es bei meinem Besuch der Wocheinerbahn am 9. 5. 2015. Zwar zogen Schauer durch das Land, doch von der Gostilna na Prevalu sah man einen Umleiterzug in der Sonne Solkan passieren.




Wanne 33-037 (Henschel #27943 / Bj. 1944) hat soeben auf regulärer Museumsfahrt Nova Gorica - Bled (- Jesenice) die Salcanobrücke über die Soca (italienisch: Isonzo) überquert. Die vermutlich größte gemauerte Eisenbahn-Bogenbrücke der Welt war 1906 eingeweiht worden, nach Sprengung im 1. Weltkrieg wurde sie 1925-27 wieder aufgebaut. Am Horizont lässt sich bis zur Adria blicken.




Genau dorthin begab ich mich auch als nächstes. Triest bietet einige Eisenbahnschätze, unter anderem auch die besondere Straßenbahn Triest–Opicina, welche teilweise als Standseilbahn betrieben wird.




In der Ausweiche oberhalb der Haltestelle Sant’Anastasio treffen sich zwei Triebwagen, die für den Abschnitt an spezielle Schiebewagen angekuppelt werden.




Ich übernachtete in einer Privatunterkunft, deren Besitzerin sich als Polizeichefin von Villa Opicina herausstellte, welche zum Frühstück göttlichen Espresso in der Kanne kochte. Noch mehr versüßt wurde der Morgen durch das herrliche Licht am Barcola-Viadukt, hier mit IC 584/585 Triest - Rom.




Früh-IC 735 Venezia - Trieste Centrale erreicht in Kürze den Endpunkt der Ferrovia Transalpina. Hinter dem Viadukt ragt an der Küste das weiße Schloss Miramare und als Kulisse die Alpenkette hervor.




Ein Highlight ist Intercity Notte 774/775 Rom - Triest.




Den Blick auf die Stadt konnte ich mit Frecciabianca 9716 Triest - Turin umsetzen.




Begonnen hatte ich die Reise in Venedig, die Trenitalia-Zugbegleiterin schaute aus dem ersten Wagen des eben gesehenen ICN Rom - Triest auf die Lagune.




Wer E.402A sucht - hier gibt es sie massenhaft, denn sie übernehmen auch den Verschub von Venezia Santa Lucia auf das Festland. Im Hintergrund tauchten langsam die Alpen aus dem Dunst auf.




Zunächst fotografierte ich von der Insel Tronchetto aus den Sonnenaufgang.




Alpen, Züge, buntes Treiben - der blanke Wahnsinn, was Venedig an vielfältigen Möglichkeiten auch zur Landschaftsfotografie bietet!




Mit dem People Mover sogar noch mehr Motive.




Blick von der Ponte della Costituzione - eine teure, glitschige Fehlkonstruktion - Richtung Bahnhof mit Frecciargento in Expo-Mailand-Werbefolien.




Durch die Verkehrseinschränkungen erlebt man in Venedig Lieferungen noch vielfach als reine Handarbeit.









Bella Italo-ia!




Zum Abschluss noch ein Panorama inklusive EuroNight aus Wien und München, der bis hier Ochsen-bespannt ist - wenigstens leuchtet er hervor. Im Vordergrund eine Szene, die doch modernisiert wurde: die automatische Variante der legendären Müllabfuhr von Venedig.
« Letzte Änderung: 06. März 2016, 17:54:41 von Roni »
lg,
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