Autor Thema: Gebirgiger Osten '03 - 3: Auf die Tatra (50 B.)  (Gelesen 479 mal)

Roni

  • MstsForum.info
  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 789
Gebirgiger Osten '03 - 3: Auf die Tatra (50 B.)
« am: 11. Juli 2016, 09:46:17 »
Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Verbindender Osten '03 - 2: Poprad (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3783.0



20. 8. 2003

Wir sind angekommen in Vel'ký Slavkov, eine Station ab Poprad.




Die meterspurige elektrische Tatrabahn überquert hier eine Ebene vor dem Gebirge, sowie heutzutage auch die Autobahn. 2003 sieht man im Hintergrund noch die bewaldeten Hänge der Hohen Tatra. Nur etwas mehr als ein Jahr später - am 19. November 2004 - kam es zur Orkankatastrophe, bei der fast 50% der Bäume auf slowakischer Seite zerstört wurden. Der Sturm hinterließ eine Schneise von 50 km Länge.




Am 13. 7. 2014 fotografierte ich die damals 102-jährige Tatranská Kométa auf Bergfahrt ebendort. Im Hintergrund kann man die lange baumlose Schneise am Gebirge erkennen.




Tripledecker-Sandwich mit einem GTW, der sich am 18. 12. 2007 den nun kahlen Hang herunter wand.




Vor der Kulisse von Vel'ký Slavkov.














Kurve an der mit ihren Plakatreihen typischen Straße 534.




Im Hintergrund ist schon Poprad zu sehen.




Dolný Smokovec (deutsch: Unterschmecks) ist ein Kurort mit einigen schönen Fachwerkhäusern und Holzkirche.




Angekommen am Knotenpunkt Starý Smokovec zu Mittag des 20. 8. 2003, wieder herrschte viel Betrieb vor einem 420.95 im Planeinsatz.




Wir wanderten zur Standseilbahn Starý Smokovec - Hrebienok, deren klassische Vehikel 2007 durch moderne ersetzt wurden.




Damals kurvte die Strecke noch durch dichten Wald.









Begegnung auf halber Strecke - die Wagen sind leicht abgestuft gebaut.




Oben kann man schön Wandern - mit Blicken auf den Lomnický Stít (Lomnitzer Spitze).




Den Fuß desselben erreichten wir am 17. 7. 2011 per Kabinenseilbahn Tatranská Lomnica - Skalnaté Pleso.




Von dort führt die Luftseilbahn auf den 2632 m hohen Lomnický Stít. Allerdings waren, obwohl wir noch vor Betriebsbeginn dort eintrafen, nur mehr Fahrkarten für den späten Nachmittag zu haben. Also blieben wir an der ebenfalls schönen Zwischenstation mit See.




Sogar ein Gleis fand ich hier auf fast 1800 m Seehöhe, zum 1943 errichteten Observatorium Skalnaté Pleso.









Zurück in Starý Smokovec mit Nostalgietriebwagen.




Am 18. 12. 2007 fand sich immerhin noch ein 420.95 dort, wenn auch nur zum Holztransport.




Aus dem GTW Richtung Strbské Pleso konnten wir jenen nach Poprad hinab fotografieren - da sieht man das Ausmaß der Katastrophe, als hätte eine Atombombe eingeschlagen...




In Nový Smokovec passiert man die evangelische und die moderne katholische Kirche, gleich darauf wird Sibír erreicht.









360°-Blick von der Straßenbrücke zwischen Tatranská Polianka und Danielov Dom, minus Straßenbrücke.




Im Zug wurden schon 2003 elektronisch Tickets verkauft.




Am schönen Morgen des 17. 7. 2011 fuhr ich hinaus nach Nová Polianka.




Im Tal Poprad verlassend sieht man einen westfahrenden Güterzug mit glänzender Doppellok und Schiebelok.




Ausfahrt aus der Haltestelle Nová Polianka.




Angekommen an der Endstation Strbské Pleso (Tschirmer See), schon am 20. 8. 2003 mit modernisierten Bahnsteigen.




Am namensgebenden See, zur nordischen Skiweltmeisterschaft 1970 wurden hier unter anderem Schisprungschanzen gebaut.




Am 14. 7. 2011 erfüllten wir uns den Wunsch, einmal in der herrlichen Dreiecksarchitektur der hiesigen Hotels unterzukommen. Wir nahmen nicht das Hotel am See, sondern eines dahinter am Schanzenauslauf.




Blick aus meinem Zimmer, hier fanden auch im Sommer Sportevents statt, zum Beispiel durften wir einen Kickbox-Wettkampf miterleben.




Am 16. 7. 2011 begannen wir in mystischem Nebel eine Bergwanderung.




Wir kamen bis über den Vel'ké Hincovo Pleso (Großer Hinzensee), doch den Übergang ins nächste Tal wagten wir ob der tief hängenden Wolken auf einem Steig mit leichten Kletterpartien nicht, denn man sah nicht mehr wohin es ging. Stattdessen marschierten wir den selben Weg hinunter, was sich auch nicht leicht gestaltete, da man einen großen Teil auf Fuß-peinigenden Steinen gehen musste.




Am selben Morgen war ich schon mit der Zahnradbahn hinab nach Strba gefahren.




Frühnebel in Strbské Pleso.




Die Zahnradbahn Strba - Strbské Pleso war 1970 zur WM großteils auf der Trasse einer abgebauten Bahn aus dem 19. Jhdt. wiedererrichtet worden. Drei Triebzüge der Baureihe 405.95 wurden von SLM Winterthur geliefert.




Blick in den Führerstand.




Tatra-Abendleuchten im Dezember 2007. Man beachte die Berg-Spiegelung in den Lampen.














Am 14. 7. 2011 ging ich ein wenig die Strecke hinunter.









Links die Zwischenstation Tatranský Lieskovec, rechts die vor der Witterung geschützte, verschließbare Ankunftshalle in Strba.









Kurz vor Weihnachten 2007.




R 607 aus Bratislava fuhr pünktlich um 16:18 in Strba ein.




Und ein Regionalzug brachte uns später zurück nach Poprad.



Nächstes Mal geht es - kurz - zurück Richtung Wien, diesmal mit mehr historischen Bildern von unterwegs.
lg,
Roni

Up-to-date auf Twitter: https://twitter.com/raildata_info @raildata_info

http://raildata.info

e-blue

  • blinder Passagier
  • ******
  • Beiträge: 2.014
  • Nur (Air)busfahren ist schöner
Re: Gebirgiger Osten '03 - 3: Auf die Tatra (50 B.)
« Antwort #1 am: 14. Juli 2016, 12:15:47 »

Wiederum sehr schöne Aufnahmen. Schade halt, daß nurmehr wenige Mitglieder ins Forum schauen und Deine Reportagen genießen können.  :'(

lG
e-blue