Autor Thema: Nostalgisch gen Norden - 2: Ein Vierradler in Vierrad (50 B.)  (Gelesen 58 mal)

Roni

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Hallo!


Zum vorherigen Teil der Serie:
Nostalgisch gen Norden - 1: Stellwerker Strolchi (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3855.0


Das Video zur Serie (bitte auf 1080p Qualität / Vollbild stellen):
https://youtu.be/pgUaiD6yv0I




7. 10. 2016

Wir warteten bei der Ausfahrt des Bahnhofs Praha-Vysehrad (Hochburg) an der Prager Verbindungsbahn, die einst Teil der Kaiser Franz Josephs-Bahn von Wien über Gmünd und Budweis war. Manche aus der Gruppe hofften, dass der Dampfzug links kommen würde, doch mir gefiel es so eigentlich besser.




Danach dampfte die Garnitur auf die Vysehrader Moldaubrücke.





6. 7. 2014

Mittels Bootsfähre P5 der städtischen Verkehrsbetriebe mit Bootsmann im Matrosenanzug kann man diese einzigartige Perspektive erlangen. Nun scheint sich die Strecke aber etwas geändert zu haben, und man fährt auch unter der Brücke durch: http://www.praha5.cz/cs/dokument/210710-privoz-p5-cisarska-louka-vyton-naplavka-smichov




Vom Hügel Devín aus hat man diesen Blick auf die Brücke, die gerade vom "Prazský Motorácek" Richtung Prager Semmering überquert wird.




Kurz danach fährt er in einen separaten Teil des Bahnhofs Praha-Smíchov ein, "severní nástupiste" oder "nördlicher Bahnsteig", den man als gewöhnlicher Passagier ohne Ortskenntnis erst einmal finden muss. Letztendlich gelangt man von der Straße auf eine Fußgängerbrücke und wartet vor einer Reihe Güterschuppen, hier: https://goo.gl/maps/Xr4br2f8XuM2




Dort ist der/die Fahrdienstleiter/in beheimatet.




Rechts die Hauptbahnsteige des Bahnhofes Smíchov, früher Westbahnhof, links fährt der "Motorácek" vom "nördlichen Bahnsteig" ab.




Hier werden Regiojet Reisezugwagen gereinigt, die ihre ÖBB-Herkunft nicht leugnen können.




Ebenfalls vor Ort stand ex-DB 628 246, nun Arriva 845/945.001, dahinter ein ex-DB 610 - ein Zipferl der Prager Burg schaut heraus.




Noch skurriler war der Endpunkt Praha-Smíchov Na Knízecí, der leider seit 11. 12. 2016 nicht mehr bedient wird. Hier starteten die planmäßigen Züge über den Prager Semmering bis Hostivice.




Umsteigepunkt auf Straßenbahnen.










Am 7. 10. 2016 dampfte unser Zug auf den Semmering, unter der Brücke durch führt die Bahnstrecke Prag - Most (ein Stück Gleis sieht man unterhalb des 4. Wagens zwischen den Bäumen).




Der Standpunkt befindet sich am 6. 7. 2014 auf dem 477 m langen Viadukt der 2003 in Betrieb genommenen Straßenbahn-Strecke Hlubocepy – Barrandov.




Der 6. Juli ist der "Tag der Verbrennung von Jan Hus", zum Staatsfeiertag waren die Straßenbahnen mit Flaggen geschmückt.




Wir bewegen uns weiter den Semmering hinauf, von der Haltestelle Praha-Zvahov kann man den Devín erklimmen.




Damals erlangte man unter anderem diesen Blick auf den Nostalgie-Triebwagen - rechts Smíchov, von wo er hergeklettert war. Im Hintergrund in der Mitte die Prager Burg.




Am 4. 7. 2014 konnte ich ebendort den Sonnenuntergang genießen.




Morgens am 6. 7. 2014 war ich schon früh auf, um 5:47 ergab sich dieser Blick von Osten auf der Hlávkuv most.









Am Wochenende verkehrte die Nostalgielinie 91 (heuer Linie 41), hier mit Triebwagen Nr. 2110 (Ringhoffer / Baujahr 1928).




Nun hat unser M262.1212 den Semmering in Prag-Zlicín überwunden, Zeit weiterzufahren.





7. 10. 2016

Als nächstes kehrten wir nach Jenec zurück, wo ich nun auf das Auto meines sehr netten und gastfreundlichen Fotokollegen für den Rest der Zeit wechselte. Ein SD-Kohlezug traf vor der 555.0153 ein - da die Dampfwolke die Signale verdeckte, nehme ich dieses Bild mit 744.001 "EffiShunter 1000" von CZ Loko - am Ende der langen Fuhre tauchten zwei modernisierte Taucherbrillen an (siehe Video bei Minute 9:30).




Eine bei britischen Bahn-Bashern beliebte Fluglinie landete am nahen Václav-Havel-Flughafen.




R 1226 nach Rakovník düste durch.




Dann dampfte die Wanne aus, eine Beton-Leitplanke hatten Teilnehmer strategisch getarnt.














Einfahrt in Unhost' - edit: Funk-Monstrosität vom Lagerhaus-Dach entfernt. Hier sehen wir eine alte Version der Glockenlampen, zum Herunterhieven per Kurbel.




Ausfahrt aus Unhost'.









Bei Kacice legten wir die letzten Meter zur Bahn per pedes zurück, denn in dem Schlamm wollten wir nicht steckenbleiben.




In der Ferne erblickte man den Zug noch einmal.




Kurz vor der Haltestelle Rynholec wird diese Brücke überquert.




In Revnicov erlebten wir die modernere Wartung neuerer Glockenlampen, die man ebenfalls komplett herabhieven kann (Video bei Minute 12:50).
























Verschub ins Museum Luzná am Ende eines geglückten Fotozugtages.









Bei Dunkelheit ging es auf der Umfahrungsautobahn ans andere Ende Prags bis Kácov, wo einige in der Brauerei untergekommen waren. Wir zwei fanden keinen Platz mehr, also hatten wir beim "Hotel Rabbit" in Trhový Stepánov gebucht. Plötzlich befand man sich nur wenige Kilometer vom Sázava-Tal am Endpunkt einer anderen Stichstrecke von Benesov, die einst weiter bis Dolní Kralovice geführt hatte, aber durch den Bau der Talsperre Svihov 1975 in den Fluten der Sázava versunken war. Unser Hotel - im Bild rechts - lag gleich neben dem Gleis und heutigen Endbahnhof.


                   

Anschließend legten nicht nur wir, sondern auch die Brotbüchse sich zur Nachtruhe.





8. 10. 2016

Am nächsten Morgen grüßte die nächste Brotbüchse entlang der Sázava nahe Cercany: Os 9221 Richtung Zruc nad Sázavou passierte uns in der Halbdunkelheit.




434.2186 "Ctyrkolák" ("Vierradler") - der Star der kommenden zwei Tage - fauchte unter dem Nebel mit einem Güterzug heran. Zufällig befanden wir uns in der Ortschaft Ctyrkoly (deutsch "Vierrad").




An der Ausfahrt Hvezdonice erwischten wir den Dampfzug erneut. Die Baureihe 434.2 entstand aus einem Umbau der kkStB 170 und war bis 1980 im Planeinsatz. 434.2186 erblickte 1916/7 das Licht der Welt als kkStB 170.323 und wurde 1936 umgebaut.




Bei der explosiven Ausfahrt Samechov zeigten sich Risse in der Hochnebeldecke.









Nun wurde zwei Mal der spektakulärste Abschnitt Sázava (in dem Fall ein Ortsname) - Ledecko befahren. Wir versuchten es zunächst unten am Fluss - von anderer Stelle hätte man ein bisschen mehr gesehen, doch das Bild mit den Anglern gefiel mir für sich allein schon.




Und schließlich muss man auf einer Fotofahrt nichts überstürzen... mehr nächstes Mal! :-)
« Letzte Änderung: 05. Oktober 2017, 12:57:39 von Roni »
lg,
Roni

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