Autor Thema: Mit dem Schnellzug durch die Hecke - 8: Debrecen (50 B.)  (Gelesen 472 mal)

Roni

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Mit dem Schnellzug durch die Hecke - 8: Debrecen (50 B.)
« am: 02. September 2018, 15:52:41 »
Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Mit dem Schnellzug durch die Hecke - 7: Zagreb III (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3916.0


Das Video zu dem Teil:
https://youtu.be/Bggik8SiMIc




17. 8. 2018

Wir starten mit den aktuellen Sommerbildern abends auf der Ostbahn bei Sarasdorf. D 344 "Avala" Beograd Centar - Budapest-Keleti - Wien Hbf kam eine Viertelstunde verspätet des Weges und musste zusätzlich an einem Signal halten.









Im letzten Glitzern des Sonnenunterganges machte sich D 347 "Dacia" doppelt mit MÁV 470 bespannt auf den Weg nach Budapest und Bukarest.





27. 8. 2018

Letztens am Wiener Hauptbahnhof: Einsteigen in Nightjet 40/233 nach Roma und Milano - die Frisur sitzt. Der "Avala" kam diesmal pünktlich an.




Nightjet-Ausfahrt rechts.




"Dacia" trifft auf "Avala" Richtung Matzleinsdorf.






13. 7. 2018

Ende Juni zum Balaton und Mitte Juli nahm ich den für die Freitagnachmittagsbesetzung etwas sportlich bemessenen EC 147 "Hortobágy" Wien - Záhony aus slowakischen IC-Waggons mit Kursschlafwagen nach Kiew am Zugschluss.




Zwischenhalt in Győr: M62 628.311 mit GySEV-Schlieren als 9206 nach Szombathely - am ersten Julisonntag hatte ich den selben Zug im Vorbeifahren gesichtet, allerdings M62 plus MÁV-Wagen. Dahinter passierte CER 753.609 "Bizon" (CZ LOKO EffiLiner 1600, basierend auf einer Taucherbrille) mit Güterumleiter weiter Richtung Komárom und Székesfehérvár den Bahnhof.




Komárom war ebenfalls mein Ziel, aufgrund der schönen Vorhersage beschloss ich eine spontane Session bis nach Sonnenuntergang und wieder vor Sonnenaufgang am einzigen Stück der Bahnstrecke direkt entlang der Donau. Insgesamt sichtete ich in der Zeit fünf Güterzüge mit V63 (630).




IC 938 "Sopron Bank" Budapest-Keleti - Sopron kam im vorletzten Licht daher. GySEV Vectrons geben ein schönes neues Bild ab - die Hammerkombination inklusive GySEV-Wagen dann in einem zukünftigen Reportageteil, wenn mehr Bilder von diesem Ausflug dazupassen.




Um 20:30 die schon bekannte Fuhre. Der Hafen am anderen Ufer ist Teil des slowakischen Komárno, in der Flussmitte legten Schiffe über Nacht an. Von slowakischer Seite tönte eine Rave-Party, die offensichtlich mindestens zehn Stunden bis in die nächste Früh ging - die Matrosen an Bord wird es gefreut haben. Aber ich nahm doch lieber für ein bisschen Schlaf das Hotel Tulipán in der Nähe.





14. 7. 2018

Um 4:50 morgens war ich wieder an der Brücke, mit Kutter-Vorgeschmack auf die kommende Reise. Die Strecke Richtung Székesfehérvár zweigt hinter der Kurve rechts ab.




D 346 "Dacia" Bukarest - Budapest - Wien kam erst zwei Stunden später des Weges. In der Nacht hatte ich nicht auf ihn gewartet, denn er käme planmäßig erst in der Dämmerung und hatte dazu eine halbe Stunde Abfahrtsverspätung aus Wien im Gepäck.




Bunter DB Cargo Hungária/România-Güterbahnhof mit Softronic Phoenix 471 002 links, IC 919/939 "Savaria-Scarbantia" Szentgotthárd - Szombathely - / Sopron - Csorna - Budapest-Keleti in der Mitte und 469.116 (ex V 90 062, ex 290 562, Deutz #58126, Baujahr 1967, seit 08/2017 in Ungarn) rechts.




Ein Metrans-Eurorunner zog glücklicherweise bemerkt einen Containerzug in die Slowakei.




Um 8:26 schloss EuroNight 463 "Kálmán Imre" München - / 40467 Zürich - Budapest die Morgensession ab.





28. 7. 2018

Nun sind wir auf der Sommer-Heckenschnellzugtour 2018 - ich nahm Samstag Früh Railjet 41 Wien Hbf - Budapest-Keleti. Wir fuhren parallel mit IC 1406 "Corona" aus Braşov ein. Neben den vier Wagen, die ich sonst sah, führte er an dem Morgen auch drei slowakische Wagonservice Liegewagen mit. Ebenso erst jetzt mit 1 1/2 Stunden Verspätung angekommen war G 1247 "Istria", die Garnitur stand noch in der Halle. Die Bilder dazu werden in einem eigenen Reportageteil gezeigt, ebenso mehr aus Budapest in Städte-Spezialteilen.

Die U-Bahn hieß es aufgrund Schienenersatzverkehrs zu vermeiden, aber man nimmt ja ohnehin den Trolleybus Nr. 73 direkt nach Nyugati (Westbahnhof). Der seitliche Vorplatz ist eine städtische Oase und ganz angenehm zu verweilen (von der EU finanziert, das Schild dazu steht aber komplett zerfleddert da - ein Einblick in das Ungarn Orbáns), doch gleich weiter zur von Eiffel entworfenen Halle. Ich hätte schon mit IC 614 "Nyírség" bis Debrecen fahren können, hatte zuvor aber erst den nächsten in einer Stunde gebucht. Übrigens nutze ich in Ungarn nur noch Online-Tickets am Handy - das funktioniert perfekt, und man ist überhaupt nicht mehr gebunden.




Nach Getränkebesorgung setzte ich mich in die schattige Halle, es herrscht weniger Hektik als am Ostbahnhof. EC 276 "Metropolitan" nach Prag fuhr hier ab, jedoch von einem der scheußlichen Betonbahnsteige. Mit einer Viertelstunde Verspätung kam IC 627 "Délibáb" aus Záhony an.









Wie von Zauberhänden schlossen sich die Türen nacheinander, und die Zuglaufschilder wurden rasch ausgetauscht. Nachdem die Putztruppe mit dem Waggon fertig war, bestieg ich IC 1656 "Kócsag".




Um drei wurde fünf Minuten verspätet Debrecen erreicht. Noch ein Paradies für alte Wendezuggarnituren mit M41 und Bzmots.




Die Straßenbahn vor dem Bahnhof wird jedoch dominiert von brandneuen CAF Urbos 3 (2013-14).
Mehr über den Betrieb: https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn_Debrecen





Es kam auch ein Ganz KCSV–6 (1994-97) daher - das war es mit Fahrzeugtypen im Planbetrieb.




Ich checkte in die nahe "Szív Panzió" an der gleichnamigen Herzensstraße ein, kühlte mich im Zimmer ein wenig ab und kehrte nach vier in die interessante Bahnhofshalle zurück um die internationalen Fahrkarten der Reise zu beschaffen.




Desiro sichtete ich nur in gemalter Form.




Bahnhofsinfrastruktur ist genügend vorhanden.




Der internationale Sz 6823 Satu Mare - Debrecen kam nicht am angezeigten Gleis an, aber so quer über den Bahnhof erwischte man ihn doch. Dahinter ballte sich einer der zu der Zeit allgegenwärtigen Wolkentürme auf, bisher hatte man Glück gehabt...




Anschließend setzte ich mich in die bereitstehende Umbau-Büchse, das Einzelstück 136.001 von 2005, deren Fahrgasträume mit Autobus-ähnlichem Gebläse über jedem Sitzplatz klimatisiert worden waren. Wir warteten auf die zehn Minuten verspäteten ICs aus Budapest und Nyíregyháza, dann ging es um 17:20 los. In der Zwischenzeit plauschten Triebfahrzeugführer und Fahrdienstleiterin lustig am Bahnsteig.




Mein Ziel für den Abend war Vámospércs, welches Sz 6836 Debrecen - Nyírábrány um dreiviertel fünf erreichte.




Zumindest der erste Teil des Ortsnamens las sich nach Sommerparty auf Ibiza, und tatsächlich stieg neben meinem ersten Standpunkt ein Fest - angepeitscht durch die Sommerhits der 90er. Das von mir seit der Schulzeit verdrängte "Coco Jambo" blieb mir davon als Ohrwurm für die nächsten Tage.




Kurzzeitig einen anderen Beat bot die originalmotorisierte 418.177 mit Sz 6811 Oradea - Debrecen, hinten war in Nyírábrány die Büchse von der Herfahrt angehängt worden. Der Soundtrack dazu: https://youtu.be/Bggik8SiMIc?t=23s





Eine halbe Stunde später - um 19 Uhr - erwartete ich den umgeleiteten IC 1366 "Hargita" Braşov - Cluj - Oradea - Valea lui Mihai - Debrecen - Budapest-Keleti an der anderen Bahnhofseinfahrt. Die Reise passte perfekt zu den Arbeiten der Strecke Oradea - Püspökladány, so dass die Rückfahrt in einer Woche dann wieder über die direkte Route erfolgen konnte. Die Züge aus Rumänien verkehrten übrigens alle auf die Minute pünktlich.




Knapp war es mit der Sonne vor den Gewitterwolken.




Valea lui Mihai - Vámospércs ist eher ein langsames Geschaukel, ab dem Bahnhof bis Debrecen konnte man halbwegs Gas geben.




Nun hieß es auf den letzten Zug zu warten - kurz davor wummerte Sz 6818 in Form von 416.036 Richtung Nyírábrány, gebaut durch die russische Metrowagonmasch 2002-04.




Ein alter Draisinenschuppen.




Um 20:11 letztendlich der umgeleitete IC 1407 "Corona" Budapest-Keleti - Braşov, Schlaf- und Liegewagen hinter 418.326.




So nah am Gewitter.




Doch es erreichte in der Zeit nie den Bahnhof, um 20:45 näherten sich aus beiden Richtungen Lichter: ein Train Hungary Kutter mit Kesselwagen nach Rumänien...




... traf auf meinen Sz 6821 nach Debrecen und ins Bett.










29. 7. 2018

Am nächsten Tag ging es mit vollem Marschgepäck um 4:30 aus der Pension.




Viel Betrieb vor dem Bahnhof am frühen Sonntagmorgen.














Was würde mein Sz 6810 Debrecen (ab 5:07) - Nyírábrány sein? Ein Wendezug mit M41-Doppelbespannung!




Für zusätzliche Action sorgte diese Leerfuhre inklusive 418.153. Im Hintergrund kam VESz (Vidéki elővárosi vonat = "ländliche S-Bahn") 6119 aus Nyíregyháza pünktlich um 4:56 an.




Diese urigen Teile erinnern mich öfters an BR Blue. Die Bilder sind übrigens nicht gräulich editiert, sondern es herrschte tropischer Dampf bei Hitze mit hoher Luftfeuchtigkeit nach einer Gewitternacht, was Dunst über dem Boden erzeugte.




Parade aus rumänischen, tschechischen/slowakischen und ungarischen Maschinen, zwei davon werden wir im nächsten Teil wiedersehen.




Nun hieß es einsteigen, in den zwecks Überstellung mit 418.321 und 418.198 übermotorisierten Regionalzug unter Vollmond.
lg,
Roni

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