Autor Thema: Eritrea 2018 - 13: Ebenen (50 B.)  (Gelesen 91 mal)

Roni

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Eritrea 2018 - 13: Ebenen (50 B.)
« am: 26. März 2019, 10:08:38 »
Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Eritrea 2018 - 12: Volldampf ab Arbaroba (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3954.0


Das Video zur Serie:
https://youtu.be/vBqI3qUHE2g




26. 10. 2018

Wir dampften mit 442.55 am Freitag Vormittag hinauf von Arbaroba nach Shegerini.




Mallet in Aktion.




Für den Rest des Berichts behaltet immer die Streckenkarte der Bergsektion mit ihren drei Ebenen im Auge - vier, wenn man die andere Talseite mitzählt:
https://en.wikipedia.org/wiki/Eritrean_Railway#/media/File:Eritrean_Railway_Map_of_March,_1998.svg

Nun haben wir schon den Berghang unterhalb von Shegerini auf der untersten Ebene nahe der Einfahrt zu Tunnel 27 erreicht. Rechts neben der Lok Tunnel 24 auf der anderen Talseite und die Strecke von Arbaroba rechts herauf. Links oben das Kloster, darunter die Ausweiche Shegerini (Station km 110,4) auf der mittleren Ebene. Auf der anderen Seite des Berges mit Kloster verbirgt sich das Devil's Gate (in der Karte mit "3 arch bridge" und "road overpass" markiert).




Neben der Lok Tunnel 24, links oben Tunnel 28 an der Ausfahrt von Shegerini.




Der Zug rollte zurück in den Tunnel 26 für mehrere Anfahrten. Die Kleine hatte leider als Einzige keine Schuhe und wohl schon Sohlen wie Leder bei dem steinigen Gelände...




In der Ortschaft sind die nettesten Kinder der Gegend beheimatet - natürlich versorgten wir sie wieder mit den erwünschten Stiften.




Erste Anfahrt unterhalb des Klosters.









Zweite Anfahrt im besten Spotlight.




Hier kann man die Mallet-Bauweise gut erkennen.




Der Kleine neben den fein säuberlich abgestellten Schuhen bewegte sich die ganze Zeit nicht und schaute fasziniert zu.




Weiter ging es bergwärts durch Dorf und Kakteen.




Das kleine Solarpanel gut gesichert.




Wir hatten immer den Kesseldruck aus dem Waggon im Auge. Manchmal erreichte er angezeigte 16 Bar, nur um binnen kurzer Zeit wieder auf 4 Bar ausgequetscht zu werden - was die nächste Dampfkochpause nötig machte.




Mittagspause in Shegerini.




Die Maschine wurde abgekuppelt.




Zu zweit machten wir uns auf den Fußweg durch Tunnel 28... das erwartet einen auf der anderen Seite!




Kurz darauf dampfte die Lok alleine am Devil's Gate vorbei.




Der Blick ein bisschen die Felsen hinauf ist spektakulär, doch der Boden darunter wird eifrig als Häusel genutzt - die Hauptstraße befindet sich hier genau um die Ecke außer Sichtweite.




Wir gingen weiter bis zu ebendieser.




Der Grund für den Lokzug: von der Brücke kann man mit dem schon bekannten Wasser-LKW nachfüllen.









Vor dem Kloster befindet sich auch ein Spendenschlitz. Einen Nakfa-Schein fanden wir verirrt auf der Straße, der wurde natürlich sicher deponiert.




Da das sicher eine Weile dauern würde, ging ich zum Kloster hinauf.




An einem bewohnten Nebengebäude vorbei erreichte man die zu dem Zeitpunkt geschlossene Kirche. Auffallend ist der Einsatz schwarz bemalter Steine, nur gelegentlich als Kreuze.









Eine recht neue Terrasse mit Ausblick.




Hier werden wohl die Debreziner zubereitet - vielleicht noch ein Nebenprodukt der beobachteten Schlachtungen drei Tage zuvor.




Die Straßenbrücke hat wohl schon etwas aushalten müssen - die eritreische Fahrweise ist jedoch vergleichsweise zivil.




Es gelangte nur Wasser in einen der zwei Tanks - und auch da hatte man nach einiger Zeit das Gefühl, dass der Pegel nicht mehr stieg.









Eine dreiviertel Stunde später fuhr die 442.55 wieder hinunter.




Zu Fuß entlang der Hauptstraße erwischten wir sie wieder an der Einfahrt, gesehen vom Parkplatz mit Aufklärungstafel.




Die Busse brachten uns nun zu Aussichtspunkten entlang der Hauptstraße, während der Zug in die unterste Ebene zurückrollte.




Dann ging es bergwärts...




Einfahrt in den Tunnel 26, im Hintergrund Tunnel 22 und die Brücke, welche wir am Vormittag fotografiert hatten.




Die drei Ebenen auf dieser Bergseite.




Als Panorama aus mehreren Hochformat-Fotos. Der Zug schaffte es gerade so weit wie hier zu sehen, dann musste erneut Druck aufgebaut werden.




Also wechselte ich Position zum Blick auf das Portal des langen Tunnels 27. Weiter zurück wollte die Mannschaft nicht noch einmal fahren.
Eine halbe Stunde später ging es weiter.




Weitwinkel mit oberster Ebene und afrikanischem Bergdorfensemble. Weiter vorne verdeckte der Dampf den Zug, also wählte ich das Bild.




In den Lüften schwärmten Raubvögel, interessanterweise unterschiedliche Arten je nach Bergseite. Während der Mittagspause wurde ich aus großer Höhe zielgerichtet von Vogelkot erwischt, insgesamt passierte das auch noch zwei Mal in Asmara - das konnte ja nur massivstes Glück für den Rest der Reise bedeuten! ;-)




Wir positionierten uns bei einem Hof, die Hühner suchten Unterschlupf.




Blick zur Brücke und Hauptstraße auf der anderen Talseite.




Als der Zug endlich wieder fast eine Stunde später kam, hatte sich der Himmel verdunkelt.




Im Pickup wurden keine Kürbisse transportiert, sondern die guten alten gelben Kanister.
Esel waren jedoch nicht abgelöst worden, siehe Video hier: https://youtu.be/vBqI3qUHE2g?t=1625










Das Panorama.




Anschließend ging es zum Devil's Gate, ich setzte mich gemütlich auf eine nähere Position als sonst. Wieder eine Stunde später, schon fast um vier Uhr, war es so weit.




Man kann einen ordentlichen Erdrutsch vor der Brücke erkennen.




Nun brachten wir nur noch den Zug die restlichen 1 1/2 Stunden Tageslicht nach Hause. In den Dampfkochpausen waren manche von uns schon sehr fleißig und sandeten vor, wie man sieht.



Nächstes Mal beginnt das Grande Finale! :-)
lg,
Roni

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