Autor Thema: Südlich der Alpen - 2: An die Côte d'Azur (50 B.)  (Gelesen 434 mal)

Roni

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Südlich der Alpen - 2: An die Côte d'Azur (50 B.)
« am: 27. Februar 2020, 14:08:42 »
Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Nostalgisch durch die Alpen - 1: Über den Gotthard (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=3986.0


Das Video zu dem Teil:
https://youtu.be/ScW83dutdjc


Leider hielt mich nun eine Erkrankung von einer geplanten Reise ab, dafür geht es endlich einmal wieder passend zur Situation mit dem virtuellen Reisen weiter ...


23. 2. 2019

Mit dem Nightjet 466 nach Zürich kam ich zur Saisonzugtour nach Tirol Samstagmorgen um 4:23 in Innsbruck Hbf an. Für die Strecke über den Arlberg wird ein zweiter Ochs beigestellt.




D 409 Moskau - Nizza hatte ich vor der Abfahrt in Wien Meidling vorbeifahrend gesichtet - nun kam er eine Viertelstunde nach mir in Innsbruck an:
https://www.vagonweb.cz/razeni/vlak.php?zeme=OeBB&kategorie=EN&cislo=409&nazev=&rok=2019





Es stieg ein Pärchen Winterurlauber aus Moskau aus, während dem Triebfahrzeugführer seine Jause gebrachte wurde.







20. 4. 2019

Zwei Monate später fuhren wir per Nightjet 233 im Schlafwagen in den Osterurlaub. Milano Centrale empfing uns am Ostersamstagmorgen mit einem Treffen der Hochgeschwindigkeitszüge.




Gleich nach dem Aussteigen wird in Italien noch immer gerne zur Zigarette gegriffen.




Als Zweites nach der Ankunft: Selfie-Time.




Unser Nightjet 233 aus Wien und 40295 aus München. Das Grün auf der Zuglok E402B 128 ist kein Graffiti, sondern ein durchschimmernder Rest der alten Lackierung.




Zug um Zug mit einer Frecciarossa ETR 1000.














Der Bahnsteigzugang des Kopfbahnhofes ist in mehrere Gates für Ankunft, Abfahrt und Expressbehandlung unterteilt, Staus gab es zu der Zeit keine.









Noch immer sind die "Ventotto" Peter Witt-Straßenbahnen fleißig in Mailand unterwegs:
https://de.wikipedia.org/wiki/ATM-Baureihe_1500

Mehr der farbenfrohen Szene ging sich aufgrund von Brennweitenlimitationen nicht mehr aus.




Der Bau dauerte von 1906 bis 1931 und wurde durch die Faschisten bombastisch aufgeblasen, mehr darüber:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Milano_Centrale





"Frecciabianca" bestehend aus ETR 500-Triebköpfen der ersten Serie ("monotensione" - nur für 3 kV Gleichstrom) und IC-Wagen.




Unser Thello EuroCity 143 nach Nizza wurde um 10:42 bereitgestellt.














Blick der Frecciabianca nach zu einem der typischen Reiterstellwerke.




Spuren alter Beschriftung.




Die ältere Generation NTV "Italo" AGV 575 stand auf Gleis 16 neben dem soeben angekommenen ICN 1554 aus Siracusa.









Unser Zug vor der Abfahrt um 11:10 mit E402B 121, diese Baureihe bestritt so ziemlich alle lokbespannten Tag- und Nachtschnellzugdienste in der Gegend.




Nach fast vier Stunden Fahrt inklusive Richtungswechsel in Genua hielten wir zum Loktausch am italienischen Grenzbahnhof Ventimiglia. Auch in der 2. Klasse gibt es einen Snack als obligatorisches Service: einen Muffin, der sich als gar nicht so schlecht herausstellte, nur nicht gerade landestypisch auf die Fahrt einstimmend. Bis jetzt und auch die Tage davor hatte strahlend blauer Himmel geherrscht, das sollte sich natürlich genau bei unserer Ankunft ändern.




Gegen-Thello EC 145 nach Mailand erhielt ebenfalls gerade seine E402B.




SNCF TER 86045 aus Grasse, Nizza und Monaco traf auf Trenitalia-Nahverkehr.




Da mit Koffern bepackt, nahmen wir ein Taxi ab Nice Ville zum Hotel in Villefranche-sur-Mer. Gleich nach der Ankunft erkletterte ich den Pfad zum Fort du Mont Alban. Es wehte starker Wind - ein Sturmtief brachte Saharasand mit, was für eine eigentümliche Stimmung sorgte, obwohl die Sonne eigentlich noch durchschaute.
Man kann rechts auch einen Doppelstock-Nahverkehrszug erkennen.




Das Fort war in den Jahren 1557-1560 nach der Belagerung von Nizza 1543 errichtet worden. Der Hafen von Villefranche hatte stets strategische Bedeutung.




Als erster Fernzug kam um 18:19 Thello EuroCity 147 Nice Ville - Milano Centrale des Weges.









Um 18:29 dann endlich das Objekt der Begierde: der Schnellzug Moskau - Nizza mit einer Béton BB 22200.




Anschließend ging es hinunter zum Hafen.




Villefranche ist die beste Wahl, wenn man in einem schönen alten Städtchen gleich bei Nizza wohnen will.




Dann kommt natürlich auch etwas Stilvolles des Weges...

Leider findet man im Regionalverkehr auf der Schiene nur noch Abwechslung zwischen Doppelstocktriebwagengenerationen. Zum nostalgischen Schwelgen hier mein Bericht von 2008, als noch die guten alten BB 25500 dominierten:
Mittelmeerkreuzfahrt V: Villefranche-sur-Mer - Marseille (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=2162.0





Anschließend widmeten wir uns erstmals dem lokalen Meeresfrüchte-Genuss.









Thello EuroCity 160 Mailand - Nizza kam ca. 20 Minuten verspätet um 20:15 des Weges.









Rechts die gedeckte mittelalterliche Gasse Rue Obscure.





21. 4. 2019

Der morgendliche Blick vom Balkon unseres schönen Zimmers im Hôtel le Provençal zeigte zumindest einen Silberstreif am Horizont.




Ostersonntag im Park vor der Zitadelle.









Durch die Altstadt ging es zum Strand.









TER 86016 Ventimiglia - Grasse erreichte die Bucht von Villefranche-sur-Mer. Mit leichtem "Zeit fließt"-Effekt.




Um 9:35 tauchte der sonntägliche Schnellzug Nizza - Moskau an der Station auf.




BB 22318 zog ihn vorbei Richtung Monaco.




Ich fragte mich, was in der opulenten Gegend für exotische Oldtimer unterwegs waren - ein Škoda Rapid.




Blick durch den engmaschigen Zaun der Haltestelle.




Solche alten Güterschuppen hätten woanders wohl nicht so lange überstanden...
Der schon von der Meeresluft gezeichnete TER 86022 Ventimiglia - Cannes-la-Bocca brachte uns nach Nizza - mehr nächstes Mal. :-)
lg,
Roni

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