Autor Thema: Südlich der Alpen - 13: Triest - Barcolana Spezial (50 B.)  (Gelesen 239 mal)

Roni

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Hallo!



Zum vorherigen Teil der Serie:
Südlich der Alpen - 12: Landschaften um Verona (50 B.)
http://www.mstsforum.info/index.php?topic=4019.0




Wie schon angemerkt, kam ich 2019 noch ein vorerst letztes Mal nach Italien. Wir hatten uns schon eine Zeit lang vorgenommen, den Event einmal anzuschauen, nun war es so weit: mit einem Freund ging es per Railjet nach Udine, mit pünktlichem Umstieg waren wir am 12. 10. 2019 nach halb zwei in Triest angekommen.
Trauriges Vergleichsbild der Piazza Oberdan vom 10. 5. 2015. Der weitere Verlauf der Straßenbahnstrecke in der Stadt wurde 2019 vor allem als Parkplatz genutzt.




Ziel der Reise war die 51. Auflage der Barcolana, die größte Segelregatta der Welt mit ca. 2000 teilnehmenden Booten. Benannt nach dem Vorort Barcola (slowenisch "Barkovlje"):
https://it.wikipedia.org/wiki/Barcolana

Auch heuer soll sie wieder stattfinden:
https://www.barcolana.it

Im Hafen von Triest ist es massives Volksfest, allerdings kann man abseits davon dem Trubel recht gut entgehen. Man ist also nicht zu Massenaufläufen gezwungen.




Die Piazza Unità d'Italia mit Rathaus. Rechts die Jacht "Way of Life" des slowenischen Teilnehmers Gašper Vinčec, die am nächsten Tag die Regatta gewinnen sollte.




Hauptsache man schaut cool aus! ;-)









Keine Stiefel an Deck...




Wir gingen hinauf zur Festung, nur um festzustellen, dass sie schon für eine private Gruppe reserviert war. Aber auch vom Platz davor sah man ein wenig die Abendstimmung.




Blick auf die versammelten Jachten, die schon von früheren Berichten bekannte Betonkirche, Leuchtturm - und auch ein bisschen Eisenbahn inklusive eines "Caimano" E656 beim Generali-Markuslöwen ist zu entdecken.




Abends fanden im Hafen kleinere Bewerbe bei Flutlicht statt.



















Auch das berühmte Segelschulschiff "Amerigo Vespucci" beehrte die Veranstaltung, in der Trikolore beleuchtet.









Wir streiften noch ein wenig durch die Stadt. Plätze zum Essen sind weitgehend ausreserviert, doch wir fanden Richtung Quartier abseits des Zentrums eine kleine, leere Taverne, welche direkt an der Bar gekochtes schmackhaftes Hausgemachtes servierte.





13. 10. 2019

Am nächsten Morgen ging es vor neun Uhr zum Faro della Vittoria:
https://de.wikipedia.org/wiki/Faro_della_Vittoria

Ich schwindelte mich schnell um die Ecke zum großen Viadukt von Barcola für R 1824/1894 Ljubljana - Triest - Udine.




InterCityNotte 777 Roma Termini - Trieste Centrale, welcher nun offensichtlich mit Steuerwagen verkehrte.




Links das Schloss Miramare.




Von weit her sind die Teilnehmer gekommen - teilweise von der anderen Seite der Welt, wie die "New Zealand Endeavor" hier vorne, welche 1993/94 das Whitbread Round the World Race gewonnen hatte. Leider, wie man sieht, es herrschte Flaute. Das Wetter war sommerlich warm, im Oktober ohne Wind bedeutet das natürlich Dunst.




Regionale Veloce 2210 Richtung Venedig tauchte um 9:19 auf, als viele weitere Jachten den Hafen verließen.




Wir genossen den Blick, dann stellten wir uns beim Leuchtturm an, denn: er ist zwar auch gewöhnlich offen, aber sonst nie um diese Tageszeit. Es wurde ab 9:30 nur eine begrenzte Anzahl an Leuten auf einmal zur Plattform oben gelassen. Irgendwie schafften wir es in die erste Charge, da noch zwei hinauf durften.




Genau, als wir oben ankamen, hatte ein Sonderzug mit D445 den Turm passiert und traf um 9:40 auf Frecciarossa 9726 Triest - Turin.










Gerade rechtzeitig geschafft: Blick auf die Bucht von Barcola mit zum Start versammelten Booten und Frecciarossa.

Das Panorama in größerer Auflösung:
http://raildata.info/salp19/salp1324x.jpg





Echtes Treffen Frecciarossa - RV 2205 aus Venedig. Unten am Hafen und im Park links werden wir bald stehen.





























Alle Züge kamen innerhalb von elf Minuten, dann mussten wir auch schon wieder für die nächsten Besucher Platz machen - anschließend herrschte lange Zugpause, also verlief wieder einmal alles sehr effektiv und glücklich, in der zweiten Tranche hätte man keinen Bahnverkehr gesehen.




Wir wanderten am Viadukt vorbei hinunter zum Hafen von Barcola.









Durch Kanonensalute und Schiffshörner wurde der Start um 10:30 signalisiert. Es war Mitte Oktober noch so warm, dass sich jemand das Spektakel sogar badend ansah.




Auch die Feuerwehr darf stylisch um nichts nachstehen - Jetskis für alle!














Es passierte - naja, bei Flaute natürlich nicht so viel. Aber mit der Zeit sah man schon, dass sich die Boote fortbewegten. Zudem konnte man alles per GPS-Tool mitverfolgen. Und es war insgesamt schon sehr beeindruckend - kann ich empfehlen, es sich einmal live anzuschauen.




Anschließend fuhren wir mit dem Bus in die Stadt, kauften noch bisschen ein - Kaffee, ich ein Paar Schuhe - auch sonntags war zur Barcolana alles offen. Zu Mittag gab es stilvollerweise Ćevapi an einem der vielen Volksfest-Stände aus diversen Ländern. Danach besorgten wir noch Proviant beim Spar am Bahnhof und fuhren nachmittags nach Udine, wo wir kurz das Zentrum bis zur abendlichen Rückfahrt des Railjet besuchten.




1. 5. 2019

Zurück auf der Osterreise hatte ich ebenfalls in Triest übernachtet, nur im Hafen war es kein Vergleich zum Oktober...




Morgenruhe am 1. Mai.




Bild vom Oktober vor dem Bahnhof, wo der Platz erneuert wurde.




R 20957 traf um 8:32 aus Udine ein.









Kurz danach pünktlich um 8:38 R 1824 aus Ljubljana. Daraufhin folgte einer der größten potentiellen Bahnirrtümer des letzten Jahres: ich war überzeugt, dass die Garnitur nach Ljubljana zurückkehrt, und setzte mich hinein. Erst in der letzten Sekunde vor der Abfahrt um 8:50 checkte ich, dass der Zug nach Udine weiterfährt, und kam gerade noch hinaus. Um 9:02 fuhr letztendlich mein R 1825 nach Ljubljana vom Nachbargleis ab. Bei Aurisina bogen wir Richtung Villa Opicina ab, für mich ein erstes Mal in einem Planzug.




Am 11. 8. 2019 befand ich mich auf Frühausflug mit Miško. Wir klapperten die Motive am Viadukt über die Autobahn bei Vrhnika ab, als R 1824 kurz nach sechs in diesem "Zeit fließt"-Bild vorbeikam.




Am 1. 5. 2019 erreichten ich vor Mittag Ljubljana mit dem kooperativen CAF-Triebwagen. Auch im Inneren wurde einiges auf Slowenisch angeschrieben.




Städteverbindung.




Da lauert was Grünes, das könnte doch ein Ausblick auf den nächsten Teil sein?




Überblick über nun zum Großteil schön saubere SŽ-Fahrzeuge. Sogar 661-032 (GM #26225 / Baujahr 1960) verrichtete nach fast 60 Jahren durchgehend bei der Bahndirektion Ljubljana noch immer ihren Dienst.
lg,
Roni

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