Ich habe mich ein wenig mit den Reibungsbeiwerten gespielt. Mit der Berechnungsformel muß ja ein ausgemachter Blödsinn herauskommen, weil sie die Anzahl der Achsen nicht richtig einbringt.
Die Berechnung der Zugkraft erfolgt nach dieser Formel :
Zugkraft [kN] = 2. Wert aus Adhäsion x 3. Wert aus Adhäsion x Fahrzeugmasse [t] / NumWheels x 9,81
Beim Schleudern wird die berechnete Zugkraft mit dem 1. Wert aus Adhäsion multipliziert. Wer also 0.2 eingetragen hat, dessen Lok bringt beim Schleudern nur noch 20 % der Zugkraft, die sie vor dem Schleudern hatte.
Beim Sanden lautet die Formel :
Zugkraft [kN] = 0,95 x 3. Wert aus Adhäsion x Fahrzeugmasse [t] / NumWheels x 9,81
Bei Regen bzw. Schnee gelten dann nur noch 90 bzw. 55 % der Zugkraft, die auf trockenen Gleisen erreicht werden kann.
Was hier aber untergeht, ist die Multiplikation der Zugkräfte bei mehreren Treibachsen.
Angenommen, eine Treibachse kann bei 20 t Achslast 60 kN Zugkraft übertragen, dann müßten 4 Achsen 240 kN bringen. In der Praxis ist das weitgehend so, aber die Formel im MSTS kann das nicht.
Ich habe mich nun ein wenig gespielt und bin auf folgende Erkenntnisse bezüglich der Adhäsionsparameter gekommen.
Der 4. Wert dürfte keine Funktion haben (ist weitgehend bekannt)
Den 1. Wert kann man generell mit 0.15 bei Dampfloks und 0.2 bei Diesel- und Elektroloks ansetzen.
Der 2. und 3. Wert ist von der Anzahl der Achsen abhängig :
Bei NumWheels wird die Anzahl aller Achsen (auch Laufachsen) eingetragen.
Richtwerte für 2. und 3. Wert :
Achsen 2 3 4 5 6
2. Wert 0,65 0,68 0,72 0,75 0,8
3. Wert Dampf 0,85 1,15 1,45 1,6 1,75
3. Wert D/E 1 1,4 1,8 2 2,2
Bei Laufachsen ist der 3. Wert im Verhältnis (Treibachslast * Treibachsen) / Gesamtmasse zu reduzieren.
Bei selektivem (Einzelachs-) Schleuderschutz kann der 2. Wert bis 4 Achsen um 10 %, bei 5 und 6 Achsen um 5 % erhöht werden.