Autor Thema: Nostalgischer Osten '03 - 1: Zur Hohen Tatra (50 B.)  (Gelesen 684 mal)

Roni

  • MstsForum.info
  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 800
Nostalgischer Osten '03 - 1: Zur Hohen Tatra (50 B.)
« am: 03. Juli 2016, 21:50:47 »
Hallo!

Ich starte nun eine - teils - historische Sommerserie auf dem Weg von Wien nach Osten, wir werden noch sehen, wohin uns die Reise führt... ;-)


19. 8. 2003

Im August 2003 unternahm ich eine erste Eisenbahn-Erkundungsreise in die Slowakei, ausgestattet mit der guten alten Kompakt-Digicam Olympus Camedia C3000Z, die uns auch schon durch Kuba und auf anderen Reisen begleitet hat. Ziel war die Hohe Tatra - dazwischen werde ich ein paar Bilder von jüngeren Ausflügen mischen, die hier noch nie in Reportagen gezeigt wurden.

Stilvoll starten wir von Gleis 7 des Wiener Ostbahnhofs (oder auch nüchtern "Wien Südbahnhof Bstg. 1-9") mit D 401 Wien Ost - Bratislava Petrzalka - Bratislava hl.st., Abfahrt 8:15, Ankunft 9:32.
Die InterCities auf der Strecke wurden erst danach eingeführt.




Nostalgische Blicke in das nicht mehr existente Heizhaus Wien Ost und auf die Lokharfe des Zentralverschiebebahnhofs, der 2016 das 30-jährige Jubiläum zur Inbetriebnahme feiert.




In Petrzalka übernahm die slowakische 263.009, dann ging es über die Donau zu den Weinbergen von Bratislava.




An der Hauptbahnhofseinfahrt begegnete uns Brotbüchse 810.365, danach nahmen wir in einem klassischen 8er-Abteil des Schnellzugs Richtung Kosice Platz.




R 605 "Dargov" stand mit 350.014 bespannt für uns bereit.









Eine der genialsten Güterlieferungen per Bahn, die ich jemals erleben durfte: Fässer voll Pivo rein auf den Schnellzug in Bratislava hlavná stanica, raus aus dem Schnellzug in Bratislava-Vinohrady!




Heute kommt man sich entlang der modernisierten Hauptstrecke durch die Slowakei wie in einer anderen Welt vor, damals gab es außer auf den größten Bahnhöfen praktisch nur Zwischenbahnsteige.
Hier Leopoldov mit Umstieg ins Dieselnetz rund um Nitra.




Echte Eisenbahner-Typen, von Warnwesten keine Spur, lange Schienenbuszüge - Nové Mesto nad Váhom.




Links schauen sich die Kleinen ebendort einen Regionalzug mit Postwagen am Zugschluss an, während rechts in Trencín - wie fast überall - großer Fahrgastwechsel herrschte.




In Púchov mündet die Strecke aus Tschechien ein und das System wechselt auf 3 kV Gleichstrom - die Domäne der 163er begann, sowohl von der CD als auch ZSSK.




Danach startet die bekannte Kette von Stauseen entlang der Váh.
Am Abend des 29. 5. 2015 standen wir am Ufer des Stausees Nosice und erwischten Regiojet IC 405 Bratislava - Kosice mit Vectron.




Wieder zurück, 12 Jahre davor, trafen wir in Zilina auf den Schnellzug nach Polen, während in Vrútky die nostalgische Nähmaschine 830.185 abgestellt war.




Ruzomberok und Liptovský Mikulás sind heute noch so wieder zu erkennen.




Nun kurven wir zur Hohen Tatra Richtung Strba, mit 895 m höchste Schnellzugstation der Slowakei.




Ein kleiner Halt an den berühmten Fotokurven darf natürlich nicht fehlen, die Bilder stammen vom 18. 12. 2007 und 4. 12. 2015.
Eine 182, die meist Schiebeleistungen hinauf von Osten bis Strba übernehmen, rollte alleine bergab.




Bespannt werden fast alle Güterzüge von Doppelloks der Reihe 131.









Oft rollt der Güterverkehr dicht, hier mit Begegnung.




2007 gab es ein besonderes Schmankerl: eine 140er übernahm noch Regionalzugdienste.




Jugendgruppen auf Sommerurlaub am 12. 7. 2014 bei der Haltestelle Lucivná.




In schöner Stimmung wurde ich Richtung Poprad abgeholt.




Angekommen ebendort 2003 vor dem Bahnsteigsumbau.




Die meterspurige Elektrische Tatrabahn startet im rechten Winkel über der Hauptstrecke. Die Stadler GTW 2/6 der Baureihe 425.95 wurden ab 2000 ausgeliefert.




731.035 war mit dem Bahnhofsverschub auf Normalspur beschäftigt.




Ein doppelt bespannter Rýchlik nach Bratislava brachte wieder eine Menge an Passagieren mit sich.




Wir starteten auf erste Tatra-Erkundungsrunde mit der Brotbüchse Richtung Plavec. Das alte ZSR-Logo wirkte nicht sehr überzeugend übertüncht. Mit an Bord natürlich das obligatorische Billa-Sackerl.




In Studený Potok stiegen wir auf die Stichstrecke nach Tatranská Lomnica um, eine Garnitur mit guten alten 850ern wartete.









810er-Treffen auf der Strecke Richtung Kezmarok und Plavec, heutzutage findet man hier hauptsächlich GTWs.




Am 12. 7. 2014 fuhr ich einen Halt weiter nach Huncovce - leider ein Beispiel für die staatliche Diskriminierung der Roma in der Slowakei. Nur eine rostige Tafel und Dreckslacke, das soll eine offizielle Haltestelle sein... ein paar hundert Meter weiter im schönen Ortskern befindet sich eine nigelnagelneue Busstation.




Es ist die Stammstrecke des Poprader Papagájs 477.013, hier im strömenden Regen vor der Kulisse von Vel'ká Lomnica.




Im Bahnhof des Ortes, Studený Potok, steigen wir in die 850er ein.









Wie so oft im Sommer hatten sich über der Hohen Tatra die Gewitterwolken drohend gesammelt.









Angekommen in Tatranská Lomnica, links die Endstation des Ostastes der Tatrabahn von Starý Smokovec her.




Es kam... ein klassischer 420.95, von CKD Tatra (in Prag ;-)) 1968/1969 geliefert.









Am 13. 7. 2014 begegnete ich an gleicher Stelle einem Meterspur- und einem Normalspur-GTW, sowie der nostalgischen "Tatranská Kométa" (1912 von Ganz Budapest als TEVd 22 produziert), die an Sommerwochenenden häufiger unterwegs ist.




Starten wir unsere Fahrt über die 6 km bis Starý Smokovec.




Die Strecke führt hauptsächlich entlang der Straße.




So lässt sich diese ausblenden. :0)




Die Haltestelle Tatranská Lesná mit Häuschen in Dreiecksarchitektur - dazu kommen wir ein anderes Mal...




In Horný Smokovec erfreut der Komet Junge und Erwachsene.




Angekommen am Knotenpunkt Starý Smokovec, wo stets großer Bahnhof herrscht.




Die Menschen in der Slowakei sind begeisterte Massen-Wanderer, und die Tatra das Top-Erholungsgebiet des Landes. Entsprechend der Ansturm auf die Bahn, und der Duft der Wanderschuhe am Ende des Tages.




Ausblick auf die bedrohlichen Wetterverhältnisse.




Wir kehren für den Tag zurück nach Poprad-Tatry.




Bei Regenschauer und Sonne befuhr unsere Garnitur die Schleife hinunter zur Remise.



Nächstes Mal schauen wir uns bei Poprad genauer um! :-)
lg,
Roni

Up-to-date auf Twitter: https://twitter.com/raildata_info @raildata_info

http://raildata.info

e-blue

  • blinder Passagier
  • ******
  • Beiträge: 2.014
  • Nur (Air)busfahren ist schöner
Re: Nostalgischer Osten '03 - 1: Zur Hohen Tatra (50 B.)
« Antwort #1 am: 14. Juli 2016, 11:43:01 »

Wunderschöne, nostalgische Bilder aus unserem Nachbarland. Vielen Dank Roni.  :D

lG
e-blue